Parts4Riders Interview (4/4) – Mehr als nur ein Online-Shop
Warum Menschen den Unterschied machen
Motorradteile verkaufen viele. Doch was macht Parts4Riders anders? Im letzten Teil unserer Interview-Serie sprechen René Auer und Andreas Koppensteiner darüber, warum persönliche Erreichbarkeit, Motorradleidenschaft und ein starkes Team für sie den Unterschied machen.
Parts4Riders – Mehr als ein Online-Shop
In den vergangenen drei Teilen unserer Interview-Serie haben wir erfahren, warum Parts4Riders entstanden ist, wie mittlerweile fast 40.000 Artikel verwaltet werden und was zwischen dem Klick auf ”Zur Kasse” und der Zustellung beim Kunden passiert.
Doch eine Frage ist noch offen: Warum sollte man ausgerechnet bei Parts4Riders kaufen? Schließlich gibt es heute unzählige Online-Shops für Motorradteile in ganz Europa. Viele bieten ähnliche Produkte, ähnliche Preise und ähnliche Lieferzeiten. Was also macht den Unterschied?
Für René Auer und Andreas Koppensteiner liegt die Antwort nicht im Produkt, sondern in den Menschen dahinter.
Persönlicher Kontakt statt anonymer Bestellnummer
Warum ist Parts4Riders mehr als ein normaler Online-Shop?
Andreas Koppensteiner (Parts4Riders Vertriebsinnendienst): "Für uns beginnt das bei etwas ganz Einfachem: dem persönlichen Kontakt. Natürlich bestellen viele Kunden direkt über den Shop, wählen ihr Motorrad aus, legen Produkte in den Warenkorb und schließen die Bestellung ab. Das funktioniert genau so, wie es funktionieren soll.
Aber es gibt auch viele Kunden, die Fragen haben. Manche möchten wissen, ob ein Teil wirklich passt. Andere brauchen Hilfe bei der Typisierung oder suchen einen Händler in ihrer Nähe. Wieder andere sind mit Online-Shops einfach nicht besonders vertraut.
Ob per Telefon oder E-Mail spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass am Ende jemand eine Antwort bekommt. Viele große Plattformen setzen heute auf Chatbots oder automatisierte Systeme. Wir sind überzeugt, dass es nach wie vor Situationen gibt, in denen Menschen lieber mit Menschen sprechen."
„Wir wollen erreichbar sein, wenn jemand Hilfe braucht.“
Andreas Koppensteiner (Parts4Riders Vertriebsinnendienst)
Das Parts4Riders-Service hört nicht beim Sortiment auf
Wie oft kommt dieser persönliche Kontakt tatsächlich vor?
René Auer (Parts4Riders Vertriebsinnendienst): "Mehr als viele glauben würden. Natürlich läuft der Großteil der Bestellungen direkt über den Shop. Trotzdem gibt es jeden Tag Kunden, die anrufen oder schreiben. Oft sind es spezielle Fragen oder Produkte, die nicht im Shop gelistet sind.
Dann prüfen wir, ob wir das Produkt beschaffen können. Und wenn wir merken, dass ein Artikel künftig öfter gefragt werden könnte, nehmen wir ihn möglicherweise sogar ins Sortiment auf. Gerade deshalb sehen wir Service nicht als getrennten Bereich. Service, Sortiment und Beratung gehören für uns zusammen."
„Kundenanfragen helfen uns dabei, das Sortiment laufend weiterzuentwickeln.“
René Auer (Parts4Riders Vertriebsinnendienst)
Warum man nicht alles einem Chatbot überlassen kann
Viele Prozesse werden heute automatisiert. Wo liegen die Grenzen?
Andreas Koppensteiner (Parts4Riders Vertriebsinnendienst): "Motorräder sind oft individueller, als viele glauben. Gerade bei älteren Fahrzeugen wird umgebaut, angepasst oder kombiniert. Andere Felgen, andere Bremsanlagen oder Zubehörteile, die vielleicht schon mehrere Besitzer überlebt haben. Dann reicht eine einfache Fahrzeugzuordnung manchmal nicht mehr aus.
In solchen Fällen helfen Erfahrung und Nachfragen oft mehr als jede Datenbank. Manchmal schickt uns ein Kunde Fotos. Manchmal recherchieren wir gemeinsam. Und manchmal finden wir Lösungen, auf die man nur kommt, wenn man selbst seit Jahren mit Motorrädern zu tun hat."
Motorradfahrer beraten Motorradfahrer
Wie wichtig ist es, dass viele Mitarbeiter selbst Motorrad fahren?
René Auer (Parts4Riders Vertriebsinnendienst): "Das hilft enorm. Wer selbst Motorrad fährt, kennt viele Fragen und Herausforderungen aus eigener Erfahrung.
Motorradfahren gehört bei Parts4Riders längst nicht nur zum Produktprogramm, sondern zur Unternehmenskultur. Im Team reicht die Bandbreite vom Anfänger über Tourenfahrer und Naked-Bike-Fans bis hin zum Yamaha R1 Rennstreckenpiloten. Selbst Mitarbeiter, die ursprünglich keinen Bezug zum Motorrad hatten, lassen sich oft von der Begeisterung ihrer Kollegen anstecken. Da wird der B111-Schein gemacht, wenig später das erste Motorrad gekauft und schon über Kennzeichenträger, Spiegel oder Auspuffanlagen diskutiert.
Wer täglich mit Motorradteilen arbeitet, entwickelt oft auch selbst die Leidenschaft fürs Fahren. Das sorgt nicht nur für Fachwissen, sondern auch für ein besseres Verständnis der Kunden. Viele Fragen kennt das Team aus erster Hand – nicht aus einem Handbuch. Wenn jemand nach einem bestimmten Zubehörteil fragt, nach einem Umbau sucht oder wissen möchte, welche Lösung sich im Alltag bewährt hat, dann basiert die Antwort oft auf eigenen Erfahrungen aus der Garage oder von der letzten Ausfahrt."
Eine starke Community statt lauter Werbung
Wo soll die Reise für Parts4Riders in den nächsten Jahren hingehen?
Andreas Koppensteiner (Parts4Riders Vertriebsinnendienst): "Wir möchten vor allem bekannter werden. Nicht durch laute Werbung oder aggressive Verkaufsaktionen, sondern indem wir zeigen, wer wir sind und was wir machen.
Deshalb investieren wir zunehmend in eigene Social-Media-Inhalte auf Instagram oder Facebook. Es geht uns weniger darum, Produkte anzupreisen, sondern vielmehr darum, Wissen zu vermitteln, Aktionen vorzustellen oder Kunden und Partner einfach gut zu unterhalten.
Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Menschen hinter Parts4Riders.
Nicht nur René und ich, sondern das gesamte Team. Denn egal ob Lager, Auftragsbearbeitung, Vertrieb oder Kundenservice: Am Ende funktioniert alles nur gemeinsam."
Parts4Riders Vision: Qualität vor Größe
Was wäre für euch persönlich ein Erfolg in fünf Jahren?
René Auer (Parts4Riders Vertriebsinnendienst): "Ich hoffe, dass in fünf Jahren jeder Motorradfahrer in Österreich schon einmal von Parts4Riders gehört hat. Nicht, weil wir die größte Plattform sein wollen, sondern weil wir für guten Service, kompetente Beratung und verlässliche Lösungen bekannt sind.
Unser Anspruch ist einfach: Jeden Tag ein Stück besser werden als gestern. Wir glauben nicht an blindes Wachstum. Wir glauben daran, Dinge richtig zu machen. Wenn Kunden zufrieden sind, uns weiterempfehlen und gerne wiederkommen, dann entwickelt sich vieles von selbst. Das klingt vielleicht unspektakulär. Aber genau dieser Gedanke begleitet Parts4Riders seit dem ersten Tag."
Mehr Informationen findest du unter www.parts4riders.com
Über Parts4Riders
Parts4Riders ist die österreichische Online-Lösung für Motorradteile, Zubehör und Tuningteile. Hinter der Plattform steht SCHUMOTO, ein Familienunternehmen, das 1978 von Dieter Schuller gegründet wurde und seit über 45 Jahren in der Motorradbranche tätig ist.
Der Online-Shop Parts4Riders.at ging 2019 anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums online. Bereits zuvor wurde mit Barbara Zeitlhofer und Klemens Schuller der Generationswechsel im Familienunternehmen eingeleitet. Der Unternehmensstandort befindet sich seit 2025 in Katsdorf bei Linz, wo rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind und etwa 2.500 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung stehen.
Das Konzept kombiniert Online-Shopping mit dem österreichischen Motorradfachhandel. Kundinnen und Kunden können ihre Bestellung nach Hause oder ab 70 Euro Einkaufswert kostenlos zu einem betreuenden Fachhändler in ganz Österreich liefern lassen. Über 200 Fachhändler sind Teil dieses Netzwerks.
Für SCHUMOTO bleibt der Fachhandel die wichtigste Kundengruppe. Parts4Riders versteht sich daher nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. Beratung, Einbau, Service und Werkstattarbeit bleiben zentrale Stärken der Händler vor Ort. Das Team von Parts4Riders fährt selbst Motorrad und kennt die Anforderungen aus eigener Erfahrung – egal ob Straße, Rennstrecke, Gelände oder Alltag.
Zum Parts4Riders-Sortiment zählen Marken wie DID, JT, Yuasa, NGK, Hiflo, SBS, Mitas, Dunlop, Motorex, Nolan, SHAD, LSL, Highsider, Oxford, Optimate, Polini, DNA, AllBalls, BikeLift, ARROW, BS-Battery, HEL, Kenda, SKF, Toplite, Lightech und Athena.
Parts4Riders Interviewserie
Bericht vom 29.06.2026 | 2.445 Aufrufe