Parts4Riders Interview (2/4) – Produktsortiment & Qualität
Fast 40.000 Ersatzteile und Zubehörprodukte für Motorräder
Das passende Motorradteil zu finden, ist oft schwieriger als die Bestellung selbst. Im zweiten Teil unserer Interview-Serie erklärt Geschäftsführer Klemens Schuller, wie Parts4Riders.at ein Sortiment mit fast 40.000 Artikeln organisiert und warum Qualität, Kompatibilität und persönliche Beratung den Unterschied machen.
Die Suche nach dem passenden Motorradteil
Im ersten Teil unserer Interview-Serie haben wir über Kundenservice, persönliche Beratung und das österreichweite Händlernetzwerk von Parts4Riders gesprochen. Wer den Einstieg in die Geschichte noch nicht gelesen hat, sollte dort beginnen. Denn erst dann versteht man, warum Parts4Riders mehr sein möchte als ein weiterer Online-Shop für Motorradteile.
Doch selbst der beste Kundenservice hilft wenig, wenn die Suche nach dem passenden Produkt bereits zur Herausforderung wird. Wer schon einmal Bremsbeläge, einen Ölfilter oder einen Kettensatz bestellen wollte, kennt das Problem: Die Bestellung selbst dauert wenige Minuten. Die eigentliche Arbeit beginnt davor. Passt das Teil wirklich auf mein Motorrad? Gibt es eine bessere Alternative? Und woran erkenne ich überhaupt Qualität?
Genau darum dreht sich die tägliche Arbeit von Klemens Schuller und seinem Team. Im zweiten Teil unserer Interview-Serie sprechen wir über den Aufbau eines Sortiments mit mittlerweile fast 40.000 Artikeln, die Auswahl namhafter Markenpartner, Qualitätsstandards und die Herausforderung, für jedes Motorrad das passende Teil bereitzuhalten.
Vom Bremsbelag bis zum Bremskolben: Wie entsteht ein Sortiment?
Über 20.000 Artikel im Shop – Klemens, wie habt ihr das Sortiment zusammengestellt? Nach welchen Kriterien entscheidet ihr, welche Marken und Produkte ihr aufnehmt?
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO): "Die Zahl mit den 20.000 Artikeln ist mittlerweile eigentlich schon überholt. Wir bewegen uns inzwischen eher Richtung 40.000 Artikel. Das liegt einfach daran, dass Motorräder und die dazugehörigen Ersatzteile jedes Jahr komplexer werden.
Unser Ansatz war von Anfang an sehr praxisorientiert. Wir überlegen uns: Was braucht ein Motorradfahrer am häufigsten? Dort beginnen wir. Nehmen wir das Thema Bremse. Zuerst kommen die klassischen Verschleißteile wie Bremsbeläge ins Sortiment. Danach folgen Bremsleitungen, Reparatursätze oder Dichtungen. Und irgendwann landen wir bei Komponenten, die deutlich seltener benötigt werden, aber trotzdem verfügbar sein müssen – etwa einzelne Bremskolben.
Gleichzeitig versuchen wir bei wichtigen Produktgruppen immer mehrere Marken anzubieten. Kunden sollen eine Auswahl haben. Der eine schwört auf eine bestimmte Batterie-Marke, der andere bevorzugt eine Alternative. Und dann kommt noch ein weiterer Faktor dazu: Jedes Jahr erscheinen neue Motorradmodelle. Diese benötigen oft neue Filter, neue Bremsbeläge, neue Zubehörteile. Deshalb wächst unser Sortiment laufend weiter."
„Das Sortiment wächst von den häufig benötigten Teilen hin zu den Speziallösungen.“
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO)
OEM oder Aftermarket? Die Frage, die jeder Motorradfahrer stellt
Eine Frage beschäftigt viele Motorradfahrer: Originalteil vom Hersteller oder hochwertiges Aftermarket-Produkt? Wo liegen die Unterschiede und welche Sicherheit könnt ihr euren Kunden geben?
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO): "Das ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen überhaupt. Viele Kunden fühlen sich mit einem Originalteil natürlich auf der sicheren Seite, weil genau dieses Bauteil ursprünglich am Motorrad verbaut wurde. Meist muss aber nicht die Motorradmarke auf der Verpackung stehen damit es sich um ein Originalteil handelt. Viele unserer Lieferanten wie D.I.D, NGK, Yuasa, etc. sind in ihren spezifischen Bereichen der Originalausrüster für eine große Zahl an Motorradmarken.
Gleichzeitig gibt es aber zahlreiche Aftermarket-Hersteller, die sich seit Jahrzehnten auf einzelne Produktgruppen spezialisiert haben und dort enormes Know-how aufgebaut haben, oft auch zertifiziert durch z.B. TÜV wie Hiflo Ölfilter, wodurch man keine Einbußen beim Thema Garantie befürchten muss.
Für uns ist nicht entscheidend, ob OEM oder Aftermarket auf der Verpackung steht. Entscheidend ist die Qualität des Produkts. Deshalb beraten wir individuell. Es gibt keine pauschale Antwort. Es gibt nur die passende Lösung für den jeweiligen Kunden und dessen Motorrad."
„Entscheidend ist die Qualität des Produkts.“
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO)
Warum bekannte Parts4Riders-Marken nicht automatisch nur Marketing sind
Mit DID, SBS, Dunlop oder Motorex finden sich bei Parts4Riders einige der bekanntesten Namen der Motorradbranche. Worauf achtet ihr bei der Auswahl eurer Lieferanten und warum vertraut ihr gerade diesen Marken?
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO): "Einer der wichtigsten Punkte ist für uns, dass unsere Lieferanten ihre Produkte auch wirklich selber herstellen. Somit haben sie Kontrolle über die Qualität und Performance. Weiters können sie somit auf Trends und Kundenwünsche reagieren und diese korrekt umsetzen.
Warum vertrauen wir gerade diesen Marken? Ganz einfach: Sie haben sich über viele Jahre bewährt. Wenn man über Motorradketten spricht, denkt man automatisch an D.I.D. Bei Bremsbelägen genießt SBS einen hervorragenden Ruf. Dunlop hat sich in vielen Bereichen etabliert und Motorex zählt seit Jahren zu den bekanntesten Namen bei Schmierstoffen.
Aber wir nehmen Produkte nicht ins Sortiment, nur weil der Markenname bekannt ist. Entscheidend ist, wie sich ein Produkt in der Praxis bewährt, wie konstant die Qualität ist und welche Erfahrungen Händler, Werkstätten und Motorradfahrer damit machen. Der Name kann ein erster Hinweis sein. Ins Sortiment schaffen es Produkte aber nur dann, wenn sie uns im täglichen Einsatz überzeugen. Unsere Kunden erwarten Zuverlässigkeit. Deshalb setzen wir auf Hersteller, denen wir selbst vertrauen und welche wir selbst oftmals getestet haben."
„Wir nehmen Produkte ins Sortiment, weil sie sich in der Praxis bewährt haben.“
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO)
Die wichtigste Funktion im Parts4Riders Shop: Die Fahrzeugsuche
Eine der größten Herausforderungen beim Online-Kauf lautet: ”Passt das Teil überhaupt auf mein Motorrad?” Wie löst ihr dieses Problem?
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO): "Für uns beginnt die Suche immer beim Motorrad. Viele Onlineshopper suchen zuerst nach einem Produktnamen oder einer Artikelnummer. Das funktioniert bei Motorradteilen oft nur bedingt. Ein Ölfilter oder Bremskolben alleine sagt noch nichts darüber aus, auf welches Motorrad er tatsächlich passt.
Deshalb empfehlen wir – wenn es sich nicht um ein Universalprodukt handelt – immer zuerst Motorrad-Marke, Modell und Baujahr im Shop auszuwählen. Dann zeigt unser System die passenden Produkte an. Gerade bei komplexeren Bauteilen versuchen wir zusätzlich möglichst viele Informationen bereitzustellen. Ist das Teil vorne oder hinten verbaut? Gibt es unterschiedliche Varianten innerhalb eines Modells? Welche Alternativen stehen zur Verfügung?
Und wenn trotzdem Fragen offen bleiben, helfen wir persönlich weiter. Genau dafür gibt es unser Team."
„Unser Ziel ist, Fehler zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen.“
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO)
Was österreichische Motorradfahrer bei Parts4Riders tatsächlich kaufen
Was sind die Top 5 Ersatz- und Verschleißteile bei Parts4Riders? Und was sagt das über österreichische Motorradfahrer aus?
Klemens Schuller (Parts4Riders CEO): "Die meistbestellten Produkte sind wenig überraschend: Bremsbeläge, Ölfilter, Luftfilter, Kettensätze und Reifen. Das sind klassische Verschleißteile, die regelmäßig getauscht werden müssen.
Interessant finde ich aber etwas anderes. Motorradfahrer sind heute deutlich informierter als noch vor einigen Jahren. Viele recherchieren intensiv, vergleichen Produkte und beschäftigen sich stärker mit Wartung und Technik.
Der moderne Motorradfahrer kauft nicht einfach irgendein Teil. Er möchte verstehen, warum genau dieses Produkt die richtige Wahl ist. Deshalb gewinnen gute Produktinformationen, verständliche Beratung und eine funktionierende Fahrzeugsuche immer mehr an Bedeutung."
Fazit: Das richtige Teil finden ist oft schwieriger als es zu bestellen
Fast jeder Online-Shop kann heute Motorradteile verschicken. Die eigentliche Herausforderung beginnt deutlich früher: bei der Suche nach dem passenden Produkt.
Genau deshalb investiert Parts4Riders nicht nur in ein ständig wachsendes Sortiment, sondern vor allem in Produktdaten, Fahrzeugzuordnungen und Beratungskompetenz. Denn aus Sicht des Kunden zählt am Ende nur eines: Das Teil muss passen. Mit mittlerweile fast 40.000 Artikeln, starken Markenpartnern und einer fahrzeugspezifischen Suche will Parts4Riders genau das sicherstellen.
Doch selbst das beste Sortiment ist nur ein Teil des Kundenerlebnisses. Im dritten Teil unserer Interview-Serie spricht Iris Plakolm aus der Auftragsbearbeitung darüber, was nach der Bestellung passiert – von persönlicher Beratung und schnellen Lieferzeiten bis hin zum Treueprogramm und den Vorteilen des österreichweiten Händlernetzwerks.
Mehr Informationen findest du unter www.parts4riders.com
Über Parts4Riders
Parts4Riders ist die österreichische Online-Lösung für Motorradteile, Zubehör und Tuningteile. Hinter der Plattform steht SCHUMOTO, ein Familienunternehmen, das 1978 von Dieter Schuller gegründet wurde und seit über 45 Jahren in der Motorradbranche tätig ist.
Der Online-Shop Parts4Riders.at ging 2019 anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums online. Bereits zuvor wurde mit Barbara Zeitlhofer und Klemens Schuller der Generationswechsel im Familienunternehmen eingeleitet. Der Unternehmensstandort befindet sich seit 2025 in Katsdorf bei Linz, wo rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind und etwa 2.500 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung stehen.
Das Konzept kombiniert Online-Shopping mit dem österreichischen Motorradfachhandel. Kundinnen und Kunden können ihre Bestellung nach Hause oder ab 70 Euro Einkaufswert kostenlos zu einem betreuenden Fachhändler in ganz Österreich liefern lassen. Über 200 Fachhändler sind Teil dieses Netzwerks.
Für SCHUMOTO bleibt der Fachhandel die wichtigste Kundengruppe. Parts4Riders versteht sich daher nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. Beratung, Einbau, Service und Werkstattarbeit bleiben zentrale Stärken der Händler vor Ort. Das Team von Parts4Riders fährt selbst Motorrad und kennt die Anforderungen aus eigener Erfahrung – egal ob Straße, Rennstrecke, Gelände oder Alltag.
Zum Parts4Riders-Sortiment zählen Marken wie DID, JT, Yuasa, NGK, Hiflo, SBS, Mitas, Dunlop, Motorex, Nolan, SHAD, LSL, Highsider, Oxford, Optimate, Polini, DNA, AllBalls, BikeLift, ARROW, BS-Battery, HEL, Kenda, SKF, Toplite, Lightech und Athena.
Parts4Riders Interviewserie
Bericht vom 09.06.2026 | 2.871 Aufrufe