Parts4Riders Interview (1/4) – Onlinehandel mit Handschlag

Persönliche Beratung statt anonyme Chatbots

Online bestellen, aber trotzdem einen echten Ansprechpartner haben? Genau dort setzt Parts4Riders an. Im ersten Teil der Interview-Serie spricht Geschäftsführerin Barbara Zeitlhofer über Kundennähe, Händlerpartnerschaften und warum persönlicher Service heute wichtiger ist denn je.

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Warum Kundenservice heute wichtiger ist als der günstigste Preis

Der Motorradmarkt hat sich verändert. Motorradfahrer bestellen heute Ersatzteile, Zubehör und Tuningteile online, vergleichen Preise in Sekunden und erwarten trotzdem persönliche Beratung, schnelle Lieferung und passende Teile für ihr Bike. Und genau dieser Spagat wurde zur Idee hinter Parts4Riders.


Während viele große Online-Shops anonym wirken, setzt das österreichische Familienunternehmen bewusst auf Kundennähe, telefonische Beratung und ein Netzwerk aus über 200 Fachhändlern. Hinter der Plattform steht SCHUMOTO – ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten tief in der Motorradbranche verwurzelt ist. Barbara Zeitlhofer führt gemeinsam mit ihrem Bruder Klemens Schuller heute Parts4Riders und spricht im ersten Teil unserer Interview-Serie darüber, warum ein Online-Shop nicht automatisch gegen den Fachhandel arbeiten muss.


Denn genau die Kombination aus Online-Shop, persönlicher Beratung und einem österreichweiten Netzwerk aus Fachhändlern samt Werkstätten macht das Parts4Riders-Konzept spannend.


Parts4Riders-Kundenservice statt anonymer Online-Shop

Barbara, viele Motorradfahrer kennen das Problem: Online bestellen funktioniert schnell, aber sobald Fragen auftauchen, landet man oft bei Chatbots oder anonymen Support-Systemen. Warum setzt Parts4Riders weiterhin so stark auf persönlichen Kontakt?


Barbara Zeitlhofer (Parts4Riders CEO): "Weil wir überzeugt sind, dass genau dieser persönliche Kontakt heute besonders wichtig ist. Natürlich gibt es viele Kunden, die genau wissen, was sie brauchen. Die suchen ihr Motorrad im Shop aus, legen das Teil in den Warenkorb und bestellen; das funktioniert problemlos.
Aber es gibt eben auch viele Motorradfahrer, die Beratung wollen. Manche sind technisch unsicher, andere wissen nicht genau, welches Teil wirklich passt - und dann gibt es Kunden, die einfach lieber mit einem Menschen sprechen als mit einem Chatbot.


Uns war immer wichtig, dass wir erreichbar bleiben. Wenn jemand bei Parts4Riders anruft oder eine E-Mail schreibt, dann antwortet bei uns kein automatisiertes System - da sitzt wirklich jemand aus unserem Team dahinter. Und genau das schätzen viele Kunden mittlerweile extrem.


Gerade beim Motorrad geht es oft um Vertrauen. Wenn jemand Bremsbeläge, Reifen oder eine Batterie bestellt, dann will er sicher sein, dass das wirklich passt. Und wenn Fragen auftauchen, dann helfen wir persönlich weiter – telefonisch oder per Mail."


Viele große Plattformen wollen den direkten Kontakt mittlerweile vermeiden.
Wir sehen ihn als Stärke.

Barbara Zeitlhofer (Parts4Riders CEO)

Warum das Händlernetzwerk für Parts4Riders so wichtig ist

Ihr arbeitet mittlerweile mit über 200 Fachhändlern zusammen. Für viele klingt das ungewöhnlich, weil Online-Shops und Händler oft als Konkurrenten gesehen werden. Warum war euch dieses Netzwerk so wichtig?


Barbara Zeitlhofer: "Weil wir nie gegen den Fachhandel arbeiten wollten. Das war von Anfang an ganz klar.
Wir kommen aus über 45 Jahren Großhandel und haben extrem enge Beziehungen zu österreichischen Motorradhändlern aufgebaut. Als die Idee für Parts4Riders entstanden ist, war uns sofort bewusst: Wenn wir einfach nur einen klassischen Online-Shop machen, dann würden wir plötzlich mit unseren eigenen Kunden konkurrieren. Das wollten wir nicht. Darum haben wir gesagt: Wir müssen die Händler mit ins Boot holen.


Heute funktioniert das so, dass Kunden beim Bestellvorgang einen betreuenden Händler auswählen. Viele lassen sich ihre Bestellung direkt dorthin liefern. Das hat mehrere Vorteile: Das Paket kann sicher übernommen werden, der Kunde kann die Teile gleich mit Beratung oder Einbau verbinden und oft entsteht dadurch überhaupt erst ein neuer Werkstattkontakt. Dieses System funktioniert mittlerweile richtig gut.


Am Anfang mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten. Manche Händler waren skeptisch, aber heute sehen viele, dass Kunden sowieso online kaufen. Die Frage ist nur: Kaufen sie irgendwo im Ausland oder kaufen sie innerhalb eines österreichischen Systems, bei dem auch der Händler etwas davon hat?"


Der Motorradfahrer bekommt Online-Komfort – und trotzdem echte Ansprechpartner vor Ort.

Barbara Zeitlhofer (Parts4Riders CEO)

Warum Parts4Riders bewusst kein Filialnetz aufgebaut hat

Ihr habt euch bewusst gegen klassische Filialen entschieden und stattdessen auf eine digitale Plattform gesetzt. Warum?


Barbara Zeitlhofer: "Weil wir glauben, dass das heute einfach die bessere Lösung ist.
Natürlich haben wir einmal darüber nachgedacht, zusätzliche Standorte aufzubauen. Allerdings sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es kein besseres Filialnetz als unsere Händler geben kann. Zudem gibt es noch ein weiteres Problem: Du kannst nie überall alles lagernd haben.
Wenn du durch unser Lager gehst und siehst, wie viele unterschiedliche Produkte wir führen, dann merkst du schnell, wie komplex das Ganze geworden ist. Reifen, Bremsen, Batterien, Ketten, Zubehör, Helme – und jedes Jahr kommen neue Motorradmodelle dazu.


Mit einem stationären Shop würdest du automatisch wieder Einschränkungen schaffen.
Online können wir viel flexibler arbeiten und trotzdem extrem schnell liefern. Gleichzeitig bleibt unser Team zentral an einem Standort. Wir haben kurze Wege, flache Hierarchien und können schnell reagieren.
Wenn bei uns eine Anfrage hereinkommt, bekommt der Kunde meistens noch am selben Tag eine Antwort - und wenn die Bestellung rechtzeitig eingeht, verlässt sie oft noch am selben Tag unser Lager.


Das funktioniert nur, weil wir alles gebündelt haben."


Was Parts4Riders von anderen Online-Shops unterscheidet

Was unterscheidet Parts4Riders aus deiner Sicht am meisten von anderen großen Plattformen?


Barbara Zeitlhofer: "Dass wir selbst Motorrad fahren und die Szene verstehen.
Das klingt vielleicht simpel, macht aber einen riesigen Unterschied. Wir wissen, wie unangenehm es ist, wenn ein Teil nicht passt oder wenn man mitten in der Saison auf eine Lieferung warten muss.


Darum versuchen wir immer, Lösungen zu finden. Zum Beispiel, wenn ein Kunde etwas sucht, das vielleicht noch gar nicht im Shop gelistet ist. Dann prüfen wir intern, ob wir das organisieren oder sogar dauerhaft aufnehmen können.


Und wir merken auch: Vielen Kunden geht es vorrangig nicht nur um den Preis, sondern um ein korrektes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie wollen Verlässlichkeit. Sie wollen jemanden erreichen können. Und sie wollen das Gefühl haben, dass sich jemand kümmert, wenn etwas nicht funktioniert.
Genau darauf bauen wir Parts4Riders auf."


Fazit & Parts4Riders Ausblick

Parts4Riders versucht nicht einfach nur, ein weiterer Motorrad-Online-Shop zu sein. Die Plattform verbindet digitale Bestellung mit persönlicher Beratung, österreichischem Händlernetzwerk und echter Erreichbarkeit. Gerade in einer Branche, in der Vertrauen und Erfahrung eine große Rolle spielen, könnte genau dieser Ansatz langfristig der entscheidende Unterschied sein.


Im zweiten Teil unserer Interview-Serie spricht Klemens Schuller über das enorme Sortiment von Parts4Riders, die fahrzeugspezifische Suche und warum passende Teile im Motorradbereich oft komplexer sind, als viele glauben.


Mehr Infos findest du unter www.parts4riders.at


Über Parts4Riders

Parts4Riders ist die österreichische Online-Lösung für Motorradteile, Zubehör und Tuningteile. Hinter der Plattform steht SCHUMOTO, ein Familienunternehmen, das 1978 von Dieter Schuller gegründet wurde und seit über 45 Jahren in der Motorradbranche tätig ist.


Der Online-Shop Parts4Riders.at ging 2019 anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums online. Bereits zuvor wurde mit Barbara Zeitlhofer und Klemens Schuller der Generationswechsel im Familienunternehmen eingeleitet. Der Unternehmensstandort befindet sich seit 2025 in Katsdorf bei Linz, wo rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind und etwa 2.500 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung stehen.


Das Konzept kombiniert Online-Shopping mit dem österreichischen Motorradfachhandel. Kundinnen und Kunden können ihre Bestellung nach Hause oder ab 70 Euro Einkaufswert kostenlos zu einem betreuenden Fachhändler in ganz Österreich liefern lassen. Über 200 Fachhändler sind Teil dieses Netzwerks.


Für SCHUMOTO bleibt der Fachhandel die wichtigste Kundengruppe. Parts4Riders versteht sich daher nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. Beratung, Einbau, Service und Werkstattarbeit bleiben zentrale Stärken der Händler vor Ort. Das Team von Parts4Riders fährt selbst Motorrad und kennt die Anforderungen aus eigener Erfahrung – egal ob Straße, Rennstrecke, Gelände oder Alltag.


Zum Parts4Riders-Sortiment zählen Marken wie DID, JT, Yuasa, NGK, Hiflo, SBS, Mitas, Dunlop, Motorex, Nolan, SHAD, LSL, Highsider, Oxford, Optimate, Polini, DNA, AllBalls, BikeLift, ARROW, BS-Battery, HEL, Kenda, SKF, Toplite, Lightech und Athena.


Bericht vom 03.06.2026 | 1.921 Aufrufe

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