Erzbergrodeo 2026: Elektrobikes erlaubt!
Elektro-Offensive und Jubiläum im Fokus - PK in Wien
Normalerweise musst du zum Erzberg fahren. 2026 war es kurz andersrum: Der Erzberg kam nach Wien. Mitten am Rathausplatz wurde der Motorsport-Sommer präsentiert - der Iron Giant stand vor der Haustür.
Erzbergrodeo 2026: 30 Jahre Hard-Enduro-Geschichte
Das Red Bull Erzbergrodeo feiert 2026 sein 30-jähriges Jubiläum - und bleibt damit eines der prägendsten Events im internationalen Offroad-Kalender.
Karl Katoch zeichnete bei der Präsentation ein klares Bild: Was einst mit rund 300 Fahrern begann, sei heute ein globales Spektakel mit Teilnehmern aus rund 50 Nationen und enormer internationaler Aufmerksamkeit.
Der Erzberg ist längst mehr als nur ein Rennen - er ist Pflichttermin für die Szene.
Gleichzeitig zeigt sich laut Katoch ein spannender Trend: Das Starterfeld wird jünger, der Nachwuchs drängt nach - und genau das hält den Hard-Enduro-Sport am Leben.
Erzbergrodeo zum Angreifen - mitten in Wien
Am Wiener Rathausplatz wurde dieser Spirit direkt spürbar.
Neben MotoGP- und Formel-1-Geräten stand auch der Erzberg im Fokus: Hard-Enduro-Siegermotorräder, Servicefahrzeuge und Partner-Exponate machten klar, worum es geht - rohes Gelände, brutale Bedingungen und Maschinen, die dafür gebaut sind.
Oder anders gesagt: Ein Stück Eisenerz mitten im ersten Bezirk - zum Glück ohne Staub im Kaffee.
Elektro-Motocross am Erzberg: Stark VARG greift an
Die wohl spannendste Entwicklung für 2026 betrifft das Reglement und dort im besonderen den Antrieb.
Erstmals treten Elektro-Motocrossbikes wie die Stark VARG in größerem Stil beim Erzbergrodeo an - und das mitten im regulären Starterfeld.
Über 40 Fahrer sollen auf Stark-Bikes gemeldet sein, was die Dimension dieses Schritts unterstreicht.
Es zeigt sich: Das Erzbergrodeo verschließt sich neuen Entwicklungen nicht, sondern geht mit der Zeit - der Ritt auf der Rasierklinge bei so einem traditionsreichen Event.
Akkuwechsel parallel zum Tankstopp: Regelwerk wird angepasst
Damit die E-Bikes überhaupt eine realistische Chance haben, wurde das Regelwerk gezielt angepasst.
Am Erzberg wird es: - definierte Punkte für Akkuwechsel auf der Strecke - sowie entsprechende Infrastruktur für die Elektro-Teilnehmer geben. Der entscheidende Punkt: Beim Erzberg gilt normalerweise eine strikte No-Help-Policy - jeder Fahrer ist auf sich allein gestellt. Für die Elektro-Bikes wird diese Regel etwas aufgeweicht, denn beim Akkuwechsel darf Unterstützung erfolgen.
Stark selbst gibt an, dass ein Batterietausch rund drei Minuten dauern soll. Das scheint erstaunlich, ist es bei den Fahrzeugen im Serienzustand doch nicht vorgesehen, dass man den Akku überhaupt entnehmen kann.
Ob das im echten Erzberg-Chaos - zwischen Steinen, Steigungen und komplett ausgepowerten Fahrern - tatsächlich so reibungslos funktioniert, wird sich zeigen.
Erzberg bleibt auch 2026 Erzberg
Bei aller Innovation bleibt eines klar: Der Erzberg wird nicht einfacher. Die Streckenführung dürfte sich auch im Jubiläumsjahr als äußerst selektiv erweisen. Im Vorjahr erreichten gerade einmal 14 von 500 Startern das Ziel, was einer Finisher-Quote von gerade einmal 2,8% entspricht.
KTM-Legende Heinz Kinigadner bezeichnete das Event weiterhin als Ursprung des Hard-Enduro-Sports - ein Ort, an dem sich entscheidet, wer wirklich durchkommt. Und genau das macht die Kombination aus Tradition und neuer Technologie so spannend: Egal ob Verbrenner oder Elektro - am Erzberg wird nichts geschenkt.
Motorsport-Sommer 2026: Steiermark als Renn-Mekka Österreichs etabliert
Neben dem Erzbergrodeo warten auch am Red Bull Ring wieder die großen Namen:
- DTM
- Formel 1 Grand Prix
- Red Bull Ring Classics
- MotoGP Österreich (inkl. King of the Baggers Finale)
Vom brutalen Offroad bis Highspeed am Asphalt - dichter kann Motorsport kaum sein.
Bericht vom 23.04.2026 | 5.725 Aufrufe