Triumph Bonneville T40: Die Bonnie kommt mit 400 Kubik

Klassischer Bonneville-Look trifft moderne Technik

Triumph erweitert die Bonneville-Familie nach unten: T40 und T40 Black kombinieren einen 400er-Einzylinder mit Speichenrädern, klassischer Optik und erstaunlich viel Elektronik.

Nach Speed 400, Scrambler 400 X, Scrambler 400 XC und Tracker 400 wächst Triumphs 400er-Familie weiter. Dieses Mal wird es besonders traditionsbewusst: Mit der Bonneville T40 und Bonneville T40 Black bringt Triumph den Namen Bonneville in die 400-Kubik-Klasse. Damit soll das Konzept der britischen Klassiker für eine breitere Zielgruppe zugänglich werden.


Triumph Bonneville T40: Echte Bonnie oder nur Speed 400 in Retro-Kleidung?

Triumph betont ausdrücklich, dass die T40 nicht einfach eine weitere 400er mit anderem Tank sein soll. Der Hersteller hat den Einzylindermotor der TR-Serie für den Einsatz in der Bonneville neu abgestimmt und auch optisch versucht, möglichst viele typische Merkmale der größeren Bonnies zu übernehmen. Die Silhouette folgt entsprechend bekannten Zutaten: tropfenförmiger Tank, runder Scheinwerfer, lange Kotflügel, zwei hintere Stoßdämpfer und klassische Speichenräder. Dazu kommt der schlanke Peashooter-Schalldämpfer.


Besonders viel Aufwand betreibt Triumph bei den Details. Die Zweifarblackierungen erhalten handgemalte Zierlinien, am Tank sitzen klassische Gummikniepolster und das Triumph-Emblem mit drei Balken. Selbst der Einzylinder wird optisch in die Retro-Idee eingebunden. Bearbeitete Kühlrippen am Zylinderkopf und eine große gerippte Befestigung des Auspuffkrümmers greifen historische Gestaltungselemente auf. Kupplungs- und Lichtmaschinenabdeckung bestehen aus gebürstetem Aluminium.


Die Technik soll dabei möglichst wenig von der klassischen Linie stören. Kabel und Schläuche wurden laut Triumph entsprechend versteckt verlegt. Markenlogos finden sich unter anderem an Lenkerklemme, Kotflügel, Motordeckeln sowie in den vorderen und hinteren Leuchtelementen.


Triumph Bonneville T40 und T40 Black: Wo liegen die Unterschiede?

Technisch verfolgen beide Modelle dasselbe Grundkonzept. Die Unterschiede stecken vor allem in den Oberflächen und Farben. Bei der normalen Triumph Bonneville T40 werden verchromte Spiegel und Haltegriffe mit Fersenschützern aus gebürstetem Aluminium sowie einer Auspuffanlage aus gebürstetem Stahl kombiniert. Die T40 ist in drei Zweifarblackierungen erhältlich: Aegean Blue/Fusion White, Meriden Blue/Tangerine Orange sowie New England White/Jet Black. Alle drei Varianten erhalten die erwähnten handgemalten Zierlinien.


Wer es dunkler möchte, bekommt die Triumph Bonneville T40 Black. Sie tritt in Matt Pewter Grey und Matt Phantom Black an. Dazu kommen glänzend schwarze Aluminiumfelgen mit hellen Stahlspeichen, pulverbeschichtete Motordeckel sowie ein schwarzer Auspuffkrümmer und Peashooter-Schalldämpfer.


Bonneville T40 Motor: 32 PS und 36 Nm aus einem Einzylinder

Im Zentrum der neuen Bonneville steckt die jüngste Ausführung des flüssigkeitsgekühlten 400-Kubik-Einzylinders der TR-Serie. Triumph hat dafür den Zylinderkopf überarbeitet und eine eigene Motorabstimmung für die T40 entwickelt. Die Zahlen sind schnell erklärt: 32 PS bei 7.000 U/min und 36 Nm bei 5.000 U/min. Triumph legt den Schwerpunkt damit klar auf niedrigere und mittlere Drehzahlen statt auf maximale Spitzenleistung. Sowohl Bonneville T40 als auch T40 Black sind somit serienmäßig A2-tauglich.


Weniger Leistung als in den Schwestermodellen, aber laut Triumph mehr Charakter.
Weniger Leistung als in den Schwestermodellen, aber laut Triumph mehr Charakter.

Auch akustisch soll sich der Einzylinder von seinen Geschwistern unterscheiden. Eine eigene Abstimmung, eine niedrigere Leerlaufdrehzahl und der Peashooter-Schalldämpfer sollen für deutliche Zündimpulse und einen zur Bonneville passenden Klang sorgen. Wie überzeugend das tatsächlich klingt, werden wir natürlich erst nach einer persönlichen Begegnung beurteilen können.


Elektronik: Fünf Fahrmodi und Kurven-ABS

Spätestens bei der Elektronik endet der Ausflug in die 1960er Jahre ziemlich abrupt. Triumph spendiert der kleinen Bonnie ein Paket, das für ein Motorrad dieser Leistungsklasse bemerkenswert umfangreich ausfällt. Serienmäßig stehen die drei vorkonfigurierten Fahrmodi Road, Rain und Eco zur Verfügung. Zusätzlich gibt es zwei individuell anpassbare Modi. Je nach gewählter Einstellung werden Gasannahme, Traktionskontrolle und ABS angepasst. Bevorzugte Modi können in einem Schnellzugriffsmenü hinterlegt werden.


Dazu kommen Tempomat sowie schräglagenabhängiges ABS und eine schräglagenabhängige Traktionskontrolle.


Triumph Bonneville T40: TFT Rundinstrument mit Smartphone-Anbindung

Auch beim Cockpit versucht Triumph den Spagat zwischen Klassik und Moderne. Ein rundes 4-Zoll-TFT-Farbdisplay sitzt dort, wo man bei einer klassischen Bonneville ein traditionelles Rundinstrument erwarten würde. Wer den Retro-Look auch auf dem Bildschirm möchte, kann den sogenannten Heritage-Modus aktivieren. Dieser ersetzt die Standarddarstellung durch eine Anzeige im Analogstil. Über fünf anpassbare Widgets lassen sich häufig verwendete Funktionen konfigurieren. Die Bedienung erfolgt über hintergrundbeleuchtete Schalter am linken Lenkerende.


Smartphone-Konnektivität ist serienmäßig. Damit können Fahrer Anrufe annehmen, Kontakte aufrufen und Musik bedienen. Zusätzlich sitzt eine USB-C-Ladebuchse direkt im TFT-Instrument.


Navigation serienmäßig auf der Triumph Bonneville T40

Noch interessanter wird es beim Thema Navigation. Die neue Triumph Navigation App liefert eine vollständige Kartendarstellung auf das TFT. Neben der Karte werden auch Geschwindigkeitsbegrenzungen dargestellt. Favoriten, Sehenswürdigkeiten und letzte Suchanfragen können über das Display aufgerufen werden. Routen lassen sich bereits vor Fahrtbeginn planen, mit Wegpunkten versehen und speichern. Außerdem können GPX-Dateien importiert und Routen mit anderen Fahrern geteilt werden.


Moderne LED Beleuchtung für den Klassiker

Die Beleuchtung arbeitet vollständig mit LED-Technik. Der runde Hauptscheinwerfer besitzt ein Tagfahrlicht und schaltet automatisch zwischen Tagfahr- und Abblendlicht um. Hinzu kommen selbstabschaltende Blinker. Bei einer starken Bremsung aktiviert die Notbremswarnung automatisch ein blinkendes Rücklicht, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer zu warnen.


Triumph Bonneville T40 Fahrwerk und Bremsen

Auch beim Fahrwerk bleibt die optische Nähe zur Bonneville-Familie erhalten. Vorne arbeitet eine klassisch gestaltete Gabel, hinten kommen zwei Stoßdämpfer zum Einsatz. Interessant sind die Räder: 18 Zoll vorne und 17 Zoll hinten, jeweils mit leichten Aluminiumfelgen und traditionellen Stahlspeichen. Triumph verbindet damit bewusst moderne Materialien mit klassischer Bauweise.


Vorne verzögert eine einzelne Bremsscheibe mit Zweikolben-Bremssattel. Triumph verbaut Stahlflexleitungen und kombiniert die Anlage mit dem bereits erwähnten Kurven-ABS.


Sitzhöhe und Gewicht

Auf dem Datenblatt präsentiert sich die T40 vergleichsweise zugänglich. Die serienmäßige Sitzhöhe beträgt 790 mm, das fahrbereite Gewicht gibt Triumph mit 191 Kilogramm an. Optional gibt es eine niedrigere Sitzbank in Schwarz oder Braun. Sie reduziert die Sitzhöhe um weitere 20 Millimeter auf 770 mm. Die Ergonomie folgt dem klassischen Bonneville-Rezept mit aufrechter Sitzposition. Lenker und Fußrasten wurden entsprechend positioniert, während die durchgehende Sitzbank Fahrer und Sozius Platz bietet. Ihre gerippte Gestaltung fügt sich in den Retro-Auftritt ein.


Praktisch: Ein Hauptständer gehört zur Serienausstattung. Gerade bei Kettenpflege und Reinigung ist das im Alltag ein kleines Detail, das man schnell schätzen lernt.


Triumph Bonneville T40 Wartungsintervalle und Preis

Zum Marktstart soll ein Sortiment an Original-Triumph-Zubehör bereitstehen. Genannt werden unter anderem niedrigere und komfortorientierte Sitzoptionen sowie klassische Seitenkoffer. Auch die Wartungsintervalle fallen mit 16.000 Kilometern oder einmal jährlich großzügig aus.


Beim Preis müssen wir uns noch gedulden. Triumph will die Preise für Bonneville T40 und T40 Black Anfang 2027 bekannt geben. Die ersten Motorräder sollen anschließend ab Frühjahr 2027 bei den Triumph-Händlern eintreffen.


Bericht vom 06.10.2026 | 4.211 Aufrufe

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