10 neue Honda Elektromotorräder

Starke Initiative von Honda

Honda strebt die Realisierung der Klimaneutralität für alle Produkte und Unternehmensaktivitäten bis zum Jahr 2050 an. In diesem Zusammenhang plant der weltweit größte Motorradhersteller die Einführung von 10 oder mehr elektrischen Motorrad-Modellen bis zum Jahr 2025.

Letzte Nacht hat Honda ein starkes Bekenntnis abgegeben. Einerseits ein starkes Bekenntnis für die Realisierung der Klimaneutralität. Auf der anderen Seite aber auch ein klares Bekenntnis für die Individualmobilität und den Fahrspaß. In einer Pressekonferenz wurde die Strategie des Unternehmens für die kommenden Jahrzehnte präsentiert. Abgehalten wurde die Präsentation von Kohei Takeuchi (Director, Executive Vice President and Representative Executive Officer) und Yoshishige Nomura (Managing Officer). Zur Sprache kamen die wichtigsten Businessinitiativen der Motorradsparte von Honda für die kommenden Jahrzehnte.

Unterschiedliche Bedürfnisse bei den einzelnen Zielgruppen

Um die Anforderungen und Bedürfnisse von Kunden weltweit zu erfüllen, bietet Honda eine breite Palette von Motorrädern an, vom kleinen Commuter Modell bis zu großen Fun Modellen, die global sowohl in aufstrebenden als auch wirtschaftlich weitentwickelten Ländern genutzt werden. Insbesondere in aufstrebenden Märkten, in denen Kunden auf ihr Motorrad hauptsächlich Commuter Modelle als Fortbewegungsmittel im Alltag vertrauen, stellt der Umstieg auf elektrische Modelle in Bezug auf Aspekte wie Gewicht und Preis laut Honda eine Herausforderung dar. Auch hängt die Nachfrage nach Elektro-Modellen stark von staatlichen Anreizen, Vorschriften sowie verfügbarer Ladeinfrastruktur ab.

Unter Berücksichtigung dieser Umstände wird Honda die Elektrifizierung von Motorrädern als primären Fokus der Umweltstrategien seines Motorradgeschäfts beschleunigen, und zeitgleich auch die Weiterentwicklung seiner Verbrennungsmotoren vorantreiben, um die Klimaneutralität bei all seinen Motorrad-Produkten in den 2040er Jahren zu erreichen. Darüber hinaus wird Honda weiterhin führender Hersteller der Industrie sein, an der Spitze seiner Umweltinitiativen.

Honda Elektrobikes Zukunft
Honda sieht vor allem bei Commuter Modellen große Herausforderungen auf das Unternehmen zukommen. Das Angebot soll insgesamt jedoch sehr vielfältig werden.

Weiterentwicklung bei bei Verbrennungsmotoren

Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen und gleichzeitig die breite Palette an Kundenanforderungen und Nutzungsbedürfnissen zu erfüllen, welche den Motorradbereich auszeichnen, setzt Honda seine Initiativen zur Reduzierung der CO2-Emissionen von Verbrennungsmotoren fort und wird gleichzeitig Modelle entwickeln, die mit kohlenstoffneutralen Kraftstoffen wie Benzin-Ethanol-Mischungen betrieben werden.

Zusätzlich zu den bereits in Brasilien erhältlichen Flex-Fuel (E100) Modellen, plant Honda auch in Indien, einem seiner wichtigsten Motorrad-Märkte, die Einführung von Flex-Fuel Modellen. Zunächst ist vorgesehen ab 2023 Flex-Fuel (E20) Modelle auf den Markt zu bringen und ab 2025 Flex-Fuel (E100) Modelle.

Bei "E100" Treibstoffen kann man das Verhältnis von Benzin zu Ethanol von 0-100% anpassen. Wobei hier nicht nur Rücksicht auf den Verbrennungsvorgang an sich genommen werden muss. Auch sämtliche Leitungen, Sensoren und die Gemischaufbereitung muss in der Lage sein mit 100% Ethanol aber auch mit 100% Benzin dauerhaft zu arbeiten.

10 neue Elektro-Motorrad Modelle bis 2025

In Erwartung eines wachsenden Marktes wird Honda Elektro-Motorräder einführen, die eine breite Palette von Kundenanforderungen abdecken. Mit der Einführung von Commuter- und Fun-Modellen wird Honda mehr als 10 neue Elektro-Motorrad Modelle bis zum Jahr 2025 auf den Markt bringen, mit einem jährlichen Verkaufsziel von 1 Million Einheiten innerhalb der nächsten fünf Jahre und 3,5 Millionen Einheiten (das entspricht 15 % der insgesamt verkauften Einheiten) bis zum Jahr 2030.

Elektromotorrad Marktanteil
Hondas Pläne wirken ambitioniert aber realistisch. Kunden dürfen sich auf eine steigende Vielfalt und sinkende Preise für Elektromotorräder freuen.

Neue Modelle für Post und Lieferdienste sind schon am Start

Unternehmen agieren immer umweltbewusster, die Nachfrage nach Elektro-Motorrädern für den gewerblichen Einsatz ist in den letzten Jahren gestiegen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat Honda die Honda e: Business Bike Modelle angeboten und den globalen Marktstart von Elektro-Motorrädern für den gewerblichen Einsatz vorangetrieben. Zusätzlich zu den Honda e: Business Bike Modellen für die Japan Post und die Vietnam Post Corporation, welche die Modelle für deren Auslieferungsservices nutzen, führt Honda derzeit Tests mit der Thailand Post Company Limited durch und plant den Produktionsstart und Verkauf des Modells Benly e: in Thailand gegen Ende des Monats. Diese Honda e: Business Bike Modelle sind mit den austauschbaren Batterien des Honda Mobile Power Pack (MPP) ausgestattet, welche sich optimal für die geschäftliche Nutzung eignen, wie z. B. die Auslieferung kleinerer Pakete. Sie lösen Reichweiten- und Ladezeiten-Probleme, die die größten Herausforderungen bei der Umstellung auf Elektro-Motorräder darstellen.

Für den privaten Gebrauch plant Honda zwischen 2024 und 2025 zwei elektrische Commuter Modelle quer über die Märkte Asien, Europa und Japan einzuführen. Unter Berücksichtigung der zukünftigen Marktentwicklung, des Nutzungsverhaltens und der technologischen Entwicklungen, erforscht Honda eine Reihe von zukünftigen Modellen für den privaten Gebrauch, die neben austauschbaren Batterien auch mit einer anderen Energiequelle ausgestattet sind.

Diese "Commuter" werden vermutlich Fahrzeuge sein, welche aktuellen Rollern sehr ähnlich sind. Es könnte jedoch auch sein, dass Honda hier mit neuen Konzepten überraschen wird. Gut möglich, dass der Übergang zwischen "Rollern" und "Motorrädern" noch fließender werden wird.

5 kompakte Elektromopeds bis 50 km/h bis 2024

Über 90 % des derzeit weltweiten Marktes für elektrisch betriebene Motorräder (rund 50 Millionen Einheiten) besteht aus Elektromopeds (25 - 50 km/h) und Fahrzeugen bis 25 km/h. Wobei hier Elektrofahrräder nicht mitgezählt werden. In China, dem weltweit größten Markt, sind diese Fahrzeuge als komfortable Form der Mobilität schon weit verbreitet, und Honda kann hier seine Stärken hinsichtlich Entwicklungsfortschritt auf lokaler Ebene nutzen, da die Marke bereits Produkte für diesen Markt entwickelt hat. Da der Markt dieser Fahrzeuge weltweit stetig wächst, plant Honda in diesem Segment fünf kompakte und erschwingliche Modelle bis 2024 quer über die Märkte Asien, Europa und Japan auf den Markt zu bringen, zusätzlich zu China.

3 große elektrische Motorräder von Honda bis 2025

Honda entwickelt neben den Commuter EV Modellen aktiv elektrifizierte Modelle im Fun Segment. Basierend auf der sich aktuell in Entwicklung befindlichen FUN EV Plattform plant Honda zwischen 2024 und 2025 die Einführung drei großer FUN EV Modelle quer über die Märkte Japan, USA und Europa. Honda wird auch FUN EV Modelle für Kinder einführen, um den Fahrspaß und die Faszination an die nächste Generation weiterzugeben.

Honda betonte mehrmals, dass bei der Entwicklung der "FUN" Modelle der Fahrspaß im Vordergrund steht. Also wir dürfen hier sportliche und fahraktive Motorräder erwarten.

In Bezug auf die Batterie, einem der wesentlichen Elemente für Elektrofahrzeuge, wird Honda sein Wissen über Festkörperbatterien einfließen lassen und die Batterien, die derzeit aus eigenen Ressourcen in Entwicklung sind, für seine Elektro-Motorräder nutzen.

Neue Plattform von Honda für Elektro-Zweiräder
Mit einer Plattform Strategie möchte Honda auch in Zukunft Motorräder zu attraktiven Preisen anbieten können.

Honda setzt auf Ladeinfrastruktur und Batteriestandards

Eine gut entwickelte Ladeinfrastruktur und die Standardisierung von Batterie Spezifikationen sind wesentliche Faktoren für den großflächigen Umstieg auf Elektro-Motorräder. Um die Ladeinfrastruktur zu verbessern, arbeitet Honda an der breiteren Anwendung von austauschbaren Batterien.

Honda ist in Indonesien, einem der größten Motorradmärkte, ein Joint Venture eingegangen, um einen Dienst austauschbarer Batterien zu betreiben. Durch dieses Joint Venture ist bereits ein Batterie Sharing-Service in Bali in Betrieb. In Indien plant Honda bis Ende dieses Jahres den Start eines Batterie Sharing-Service für Elektro Dreirad-Taxis in Indien (Rikschas"). Ebenso plant Honda die Ausweitung des Batterie Sharings auf weitere Länder in Asien. In Japan gründeten die ENEOS Holdings, Inc. und die vier großen japanischen Motorradhersteller im April dieses Jahres gemeinsam Gachaco, Inc., ein Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein Batterie-Sharing Service im Motorradbereich für standardisierte austauschbare Batterien für elektrisch betriebene Motorräder anzubieten und die Infrastruktur für dieses Service zu entwickeln. Das Unternehmen plant den Start des Services im Herbst dieses Jahres.

Positives Signal an die Motorradfahrer

Für die Motorradfahrer sind die Ankündigungen von Honda großartige Nachrichten. Erstmals hat auch einer der großen Hersteller eine klare und nachvollziehbare Strategie für die kommenden Jahrzehnte präsentiert. Während Autofahrer schon jetzt aus einer breiten Palette wählen können, ist die Auswahl für Motorradfahrer teuer und begrenzt. Zusätzlich dazu werden elektrisch betriebene Zweiräder sicherstellen, dass Individualmobilität auch in Zukunft noch leistbar sein kann. Denn die tägliche Fahrt zur Arbeit mit dem Auto ist schon jetzt eine große finanzielle Herausforderung für viele Pendler. Ein Umstieg auf kompakte Motorräder oder Roller, möglicherweise auch in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wird für viele Menschen dramatische Einsparungen mit sich bringen. Wir von 1000PS freuen uns schon auf die spannenden Modelle und werden sie natürlich ausgiebig testen.

Bericht vom 13.09.2022 | 50.497 Aufrufe

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