BMW R 1250 GS gebraucht kaufen: Modelle, Tipps, Schwächen

Warum die BMW R 1250 GS gebraucht so begehrt ist

Die BMW R 1250 GS gilt als ausgereifte Reiseenduro mit starkem Boxer, hohem Komfort und enormer Laufleistung. Doch welche Baujahre sind empfehlenswert, worauf muss man beim Kauf achten und welche Schwächen kennt die Werkstatt? Unsere Gebrauchtberatung liefert die Antworten.

von Der Horvath am 20.09.2026

Historie der BMW R 1250 GS

Von der R 1200 GS zur R 1250 GS

Als BMW die R 1250 GS im Herbst 2018 präsentierte, handelte es sich äußerlich nicht um eine völlige Neuentwicklung. Fahrwerk, Grundkonstruktion und Erscheinungsbild basierten weiterhin auf der seit 2013 angebotenen, wassergekühlten R 1200 GS der Baureihe K50. Unter der bekannten Hülle steckte jedoch eine der umfangreichsten Weiterentwicklungen des BMW-Boxermotors seit der Einführung der Flüssigkeitskühlung.


Die neue Modellbezeichnung verwies auf den auf 1.254 Kubikzentimeter vergrößerten Hubraum. Gleichzeitig stieg die Leistung von 125 auf 136 PS, während das maximale Drehmoment von 125 auf 143 Newtonmeter anwuchs. Entscheidender als die reinen Spitzenwerte war jedoch die Einführung der variablen Ventilsteuerung BMW ShiftCam. Sie veränderte auf der Einlassseite sowohl die Ventilsteuerzeiten als auch den Ventilhub und sollte dadurch einen kräftigeren Drehmomentverlauf, bessere Laufkultur und günstigere Verbrauchs- und Emissionswerte ermöglichen.


Marktstart zum Modelljahr 2019

Die ersten BMW R 1250 GS kamen zum Modelljahr 2019 zu den Händlern. Technisch übernahm das neue Modell wesentliche Merkmale seiner Vorgängerin: den Telelever an der Vorderachse, den Paralever mit Kardanantrieb am Heck sowie den charakteristischen Stahlrohrrahmen mit dem Motor als mittragendem Element. Bereits zum Marktstart war die R 1250 GS umfangreicher ausgestattet als frühere GS-Generationen. Ein LED-Hauptscheinwerfer und das 6,5 Zoll große TFT-Farbdisplay mit Connectivity-Funktionen gehörten zur Serienausstattung. Hinzu kamen unter anderem die Fahrmodi ”Rain” und ”Road”, eine automatische Stabilitätskontrolle sowie das teilintegrale ABS. Viele weitere Funktionen, darunter das semiaktive Fahrwerk Dynamic ESA, Schaltassistent, Tempomat, Keyless Ride und zusätzliche Fahrmodi, blieben aufpreispflichtig.


Parallel zur normalen GS brachte BMW wenig später auch die R 1250 GS Adventure auf den Markt. Sie verwendete denselben ShiftCam-Boxer, richtete sich mit ihrem größeren Tank, mehr Windschutz, längeren Federwegen und einer umfangreicheren Reiseausstattung aber stärker an Fernreisende.


Kleine Modellpflege statt großer Umbrüche

Das 1000PS GS Tune-Up aus 2019.

In den ersten beiden Produktionsjahren veränderte BMW die R 1250 GS nur behutsam. Die Technik blieb im Kern unverändert, während Farben, Ausstattungspakete und sogenannte Style-Varianten regelmäßig angepasst wurden. Typisch waren die Basisversion sowie optisch und teilweise ergonomisch unterschiedlich ausgerichtete Ausführungen wie Exclusive oder HP beziehungsweise später Rallye. Für Gebrauchtkäufer ist deshalb weniger das nominelle Modelljahr als vielmehr die tatsächliche Ausstattung entscheidend. Zwei äußerlich nahezu identische Maschinen können sich durch Dynamic ESA, Fahrmodi Pro, Schaltassistent, Reifendruckkontrolle, Kurvenlicht oder Komfortpakete erheblich unterscheiden.


Modelljahr 2021: Euro 5 und das große Elektronik-Update

Die wichtigste Modellpflege erfolgte im Herbst 2020 zum Modelljahr 2021. Anlass war einerseits die Umstellung auf die Abgasnorm Euro 5, andererseits das 40-jährige Jubiläum der BMW-GS-Baureihe. Der 1.254-Kubik-Boxer behielt seine Leistungsdaten von 136 PS und 143 Newtonmetern bei, wurde jedoch an die strengeren Emissionsvorschriften angepasst.


Gleichzeitig erweiterte BMW die serienmäßige Elektronikausstattung. Die R 1250 GS erhielt nun unter anderem eine dynamische Traktionskontrolle und das Integral ABS Pro, das die Schräglage des Motorrads beim Bremsen berücksichtigt. Eine Berganfahrhilfe gehörte ebenfalls zum erweiterten Funktionsumfang. In Verbindung mit der Sonderausstattung Fahrmodi Pro kamen zusätzliche Programme und eine Motorschleppmomentregelung hinzu.


Eine auffällige Neuerung war das optionale adaptive Kurvenlicht. Dabei wurde das Abblendlicht des Voll-LED-Scheinwerfers abhängig von der Schräglage in die Kurve gedreht. Zusätzlich waren neue Lichtfunktionen und Blinker erhältlich, die je nach Ausstattung in die Handschützer beziehungsweise in andere Leuchteneinheiten integriert wurden.


Sondermodell ”40 Jahre GS”

Zum 40-jährigen GS-Jubiläum legte BMW eine auffällige Sonderausführung in Schwarz und Gelb auf. Ihre Farbgebung erinnerte an die legendäre R 100 GS der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre, die wegen ihrer schwarz-gelben Lackierung häufig den Beinamen ”Bumblebee” oder ”Hummel” trägt. Die Jubiläumsausführung war sowohl für die normale R 1250 GS als auch für die GS Adventure erhältlich. Technisch unterschied sie sich nicht grundlegend von den regulären Modellen, brachte jedoch eine spezielle Lackierung, gelbe Akzente und zahlreiche schwarze beziehungsweise goldfarbene Bauteile mit. Auf dem Gebrauchtmarkt wird diese Variante häufig höher gehandelt, wobei auch hier die tatsächliche Sonderausstattung entscheidend bleibt.


Die späteren Baujahre 2022 und 2023

Nach der umfangreichen Überarbeitung für 2021 beschränkten sich die Änderungen weitgehend auf Farben, Ausstattungskombinationen und Modellvarianten. Der Motor, das Grundfahrwerk und die zentralen Assistenzsysteme blieben bis zum Produktionsende im Wesentlichen unverändert.


Für das Modelljahr 2023 ersetzte die Variante GS Trophy die bisherige Jubiläumsoptik. Charakteristisch war die Lackierung in Gravityblue metallic matt und Lightwhite mit roten Akzenten. Die Gestaltung orientierte sich an den Motorrädern des International GS Trophy Wettbewerbs 2022 in Albanien. BMW baute für die Veranstaltung speziell vorbereitete R 1250 GS Trophy Competition auf; die Serienversion übernahm deren Farbgebung, nicht jedoch sämtliche Wettbewerbsumbauten. Die Trophy-Ausführung konnte je nach Konfiguration stärker auf den Geländeeinsatz zugeschnitten werden. Dazu gehörten beispielsweise eine höhere Sitzbank, Kreuzspeichenräder, Motorschutz, Kühlerschutz und weitere Enduro-Komponenten.


Ablösung durch die BMW R 1300 GS

Im September 2023 stellte BMW die völlig neu entwickelte R 1300 GS vor. Mit einem neuen 1.300-Kubik-Boxermotor, einem kompakteren Antriebsstrang, neu konstruiertem Rahmen und deutlich verändertem Fahrwerk markierte sie einen größeren technischen Umbruch als der Wechsel von der R 1200 GS zur R 1250 GS. Damit endete die Laufbahn der regulären R 1250 GS nach rund fünf Modelljahren. Die große R 1250 GS Adventure blieb in einigen Märkten noch länger im Programm, bis auch sie durch die R 1300 GS Adventure abgelöst wurde.


BMW R 1250 GS gebraucht kaufen

Das Angebot an gebrauchten R 1250 GS ist groß. Fahrzeuge sind sowohl privat als auch bei Händlern mit Gewährleistung erhältlich. Durch die hohen Stückzahlen finden Interessenten unterschiedliche Baujahre, Laufleistungen, Ausstattungen und Preisstufen. Besonders verbreitet sind optisch aufgewertete Modellvarianten und Sonderausführungen. Dazu gehören unter anderem Rallye-, HP-, Trophy- und Jubiläumsmodelle.


Alle Inserate findet ihr hier: Gebrauchte BMW R 1250 GS gekaufen.


Um deinem Gebrauchtmotorrad etwas Gutes zu tun, empfehlen wir regelmäßige Ölwechsel. 1000PS vertraut dabei auf Schmierstoffe von Motorex und hier findest du das richtige Öl für dein Motorrad.


Experteneinschätzung von Gady BMW Motorrad Baden

Für diese Gebrauchtberatung haben wir mit den Experten von Gady BMW Motorrad in Baden gesprochen. In der Werkstatt kennt man die BMW R 1250 GS nicht nur aus dem regulären Servicebetrieb, sondern auch von Kunden, die mit ihren Motorrädern außergewöhnlich hohe Laufleistungen erzielen. Das Fazit fällt grundsätzlich sehr positiv aus: Mechanisch gilt die R 1250 GS als robust und langlebig. Aufmerksamkeit verlangen vor allem die Elektronik, der Softwarestand und der Zustand der Batterie.


Gady BMW Motorrad in Baden bei Wien.

Bauzeit und Nachfrage nach den letzten Modellen

Die BMW R 1250 GS kam 2019 auf den Markt und wurde im Zuge der Einführung der R 1300 GS schrittweise abgelöst. Die letzten Motorräder wurden teilweise noch bis 2024 verkauft beziehungsweise als Lagerfahrzeuge abverkauft. Nach Einschätzung der Experten war die Nachfrage nach den letzten R-1250-GS-Modellen hoch. Viele Käufer wollten bewusst noch einmal das ausgereifte Vorgängermodell erwerben, anstatt sofort auf die völlig neue R 1300 GS umzusteigen. Dabei spielte weniger die kantigere Optik der 1250er eine Rolle als das Vertrauen in ein technisch ausgereiftes Modell am Ende seines Produktionszyklus.


Hohe Laufleistungen sind kein grundsätzliches Problem

Die Erfahrungen von Gady BMW Motorrad zeigen, dass die R 1250 GS bei entsprechender Wartung sehr hohe Kilometerstände erreichen kann. Im Kundenbestand befinden sich beispielsweise Fahrschulmotorräder mit deutlich mehr als 100.000 Kilometern, die noch mit dem ersten Getriebe unterwegs sind. Bei einem dieser Motorräder war selbst die erste Kupplung nach 100.000 Kilometern noch verbaut. Ein weiteres Kundenfahrzeug hatte bereits rund 249.000 Kilometer absolviert. Dessen Besitzer entschied sich bewusst gegen einen Wechsel auf die R 1300 GS und wollte die 1250er weiterfahren, weil sich das Motorrad weiterhin in einem guten Zustand befand.


Solche Laufleistungen sind zwar nicht repräsentativ für jedes Gebrauchtfahrzeug, sie zeigen aber das grundsätzliche Potenzial der Konstruktion. Entscheidend sind laut den Experten die Nutzung, die regelmäßige Pflege und die konsequente Einhaltung der Wartungsintervalle. Eine überwiegend auf Langstrecken bewegte und regelmäßig gewartete GS kann deutlich höhere Kilometerstände verkraften als ein vernachlässigtes Motorrad mit geringer Laufleistung.


Wartungsintervalle und Servicekosten

Die umfangreicheren Wartungsarbeiten fallen bei der R 1250 GS im Abstand von 20.000 Kilometern an. Beim großen Service werden unter anderem das Ventilspiel kontrolliert sowie Zündkerzen und Luftfilter erneuert. Dadurch steigen Material- und Arbeitsaufwand gegenüber einem kleinen Service entsprechend an. Nach Angaben von Gady BMW Motorrad kostet ein großes Service bei der R 1250 GS im Durchschnitt etwa 850 bis 900 Euro. Der konkrete Preis hängt vom Zustand des Motorrads, zusätzlich anfallenden Arbeiten und den jeweils gültigen Werkstattpreisen ab.


BMW bietet außerdem Servicepakete an, die laut Auskunft der Experten auch noch mehrere Jahre nach der Erstzulassung abgeschlossen werden können. Dabei wird einmalig ein fixer Betrag bezahlt, der die vorgesehenen Wartungsarbeiten innerhalb eines bestimmten Zeit- und Kilometerrahmens abdeckt. Verschleißteile sind davon ausgenommen. Da sich Preise und Paketbedingungen ändern können, sollten Interessenten den aktuell gültigen Umfang direkt beim BMW-Händler prüfen.


Mechanisch gut zugänglich

Im Vergleich zu vielen anderen modernen Reiseenduros gilt die R 1250 GS laut den Experten als ausgesprochen servicefreundlich. Vor allem mechanische Basisarbeiten sind wegen des Boxeraufbaus vergleichsweise gut zugänglich. Das technische Grundprinzip hat sich gegenüber der R 1200 GS nicht wesentlich verändert: Der große Boxermotor sitzt frei zugänglich im Fahrzeug, das Getriebe ist dahinter angeordnet, und die Kraftübertragung zum Hinterrad erfolgt über eine Kardanwelle. Insbesondere Arbeiten im Bereich der Zylinderköpfe sind dadurch einfacher durchzuführen als bei Motorrädern, deren Motor stark verbaut ist.


Für erfahrene Hobbyschrauber sind viele klassische Wartungsarbeiten grundsätzlich machbar. Grenzen setzt jedoch die umfangreiche Elektronik. Mechanische Arbeiten lassen sich häufig ohne Spezialtechnik erledigen, für das Zurücksetzen von Serviceanzeigen, Softwarearbeiten, Diagnosen oder das Anlernen von Steuergeräten ist dagegen entsprechende BMW-Diagnosetechnik erforderlich.


Ersatzteile und Zubehör

Die Ersatzteilversorgung wird von Gady BMW Motorrad als unproblematisch eingeschätzt. Viele klassische Serviceteile werden nicht ausschließlich in der R 1250 GS verwendet, sondern kommen auch in anderen BMW-Modellen zum Einsatz. Entsprechend gut ist das Angebot an Originalteilen und Alternativen aus dem Zubehörhandel.


Auch die Preise für typische Verschleiß- und Serviceteile werden gemessen an Fahrzeugklasse und Neupreis als vertretbar beurteilt. Hinzu kommt ein sehr großer Zubehörmarkt. Kaum eine andere Reiseenduro wird von so vielen Herstellern mit modellspezifischen Gepäcksystemen, Schutzteilen, Sitzbänken, Navigationslösungen und Komfortprodukten versorgt. Für Gebrauchtkäufer kann vorhandenes Qualitätszubehör daher einen echten Mehrwert darstellen. Bei stark umgebauten Motorrädern sollte allerdings kontrolliert werden, ob die Teile fachgerecht montiert wurden und ob alle Originalteile noch vorhanden sind.


Die größte Schwachstelle ist die Elektronik

Gravierende mechanische Serienprobleme sehen die Experten bei der R 1250 GS nicht. Als empfindlicher Bereich wird vielmehr die Elektronik genannt. Dabei geht es weniger um dauerhaft defekte Bauteile als um Fehlermeldungen, Kommunikationsprobleme zwischen Steuergeräten und notwendige Softwareupdates. Ein häufig genanntes Beispiel betrifft das serienmäßig oder optional verbaute intelligente Notrufsystem. Bei schlechtem Mobilfunkempfang kann das System eine auffällige Warnmeldung ausgeben. Das Display wird gelb und fordert unter Umständen zu einem Werkstattbesuch auf, obwohl nicht zwingend ein technischer Defekt vorliegt.


Tritt die Meldung wiederholt auf, kann es notwendig sein, das System neu zu registrieren oder anzulernen. Dafür muss das Motorrad an das Diagnosesystem angeschlossen werden. Die Warnmeldungen sind nach Einschätzung der Experten bewusst vorsichtig ausgelegt. Für den Fahrer ist jedoch nicht immer sofort erkennbar, ob tatsächlich ein Bauteil ausgefallen ist oder lediglich vorübergehend keine Verbindung hergestellt werden konnte.


Softwareupdates können sehr lange dauern

In der R 1250 GS arbeiten mehrere miteinander vernetzte Steuergeräte. Laut den Experten sind es bei umfangreich ausgestatteten Fahrzeugen etwa neun. Muss eines dieser Steuergeräte aktualisiert werden, kann es notwendig sein, zuvor auch andere Steuergeräte auf einen passenden Softwarestand zu bringen. Dadurch lässt sich die Dauer einer Programmierung nur schwer vorhersagen. Ein angekündigtes Update von wenigen Minuten kann tatsächlich schnell abgeschlossen sein, in Einzelfällen aber auch viele Stunden dauern. Gady BMW Motorrad berichtet von Motorrädern, die für eine vollständige Programmierung nahezu 14 Stunden am Diagnosesystem angeschlossen waren.


Besonders aufwendig kann es werden, wenn ein Motorrad über längere Zeit nicht beim Vertragshändler war und mehrere frühere Softwarestände übersprungen wurden. Ein lückenlos gewartetes Motorrad hat daher nicht nur wegen der mechanischen Arbeiten Vorteile. Es besitzt in der Regel auch einen aktuelleren Softwarestand.


Die Batterie als Ursache zahlreicher Fehlermeldungen

Viele vermeintliche Elektronikprobleme lassen sich laut den Experten auf eine schwache oder unzureichend gepflegte Batterie zurückführen. Sinkt die Bordspannung, beginnt das System, weniger wichtige Verbraucher beziehungsweise Steuergeräte vorübergehend abzuschalten, damit noch genügend Energie zum Starten des Motors vorhanden ist. Dadurch können Warnmeldungen entstehen, die zunächst nach einem Defekt aussehen. Beispielsweise kann eine Fehlermeldung zum Scheinwerfer oder Kurvenlicht erscheinen, obwohl das eigentliche Problem lediglich eine zu niedrige Batteriespannung ist. Das Steuergerät der Beleuchtung wird in diesem Moment nicht mehr ausreichend versorgt und meldet deshalb einen Fehler.


Vor einer aufwendigen Fehlersuche sollte daher immer der Zustand der Batterie geprüft werden. Besonders bei Motorrädern, die längere Zeit stehen oder nur saisonal gefahren werden, ist ein geeignetes Lade- und Erhaltungsgerät sinnvoll.


Das Serviceheft ist besonders wichtig

Ein vollständig geführtes Serviceheft hat bei der R 1250 GS einen hohen Stellenwert. Viele Erstbesitzer lassen die Motorräder auch bei höheren Laufleistungen weiterhin regelmäßig bei BMW warten. Dadurch sind auf dem Gebrauchtmarkt zahlreiche Fahrzeuge mit durchgängiger Historie verfügbar. Neben den dokumentierten Wartungsarbeiten spricht für ein regelmäßig beim Vertragshändler betreutes Motorrad der aktuelle Softwarestand. Bei jedem Werkstattbesuch können offene technische Aktionen und verfügbare Softwaremaßnahmen geprüft werden.


Eine hohe Laufleistung muss deshalb nicht automatisch gegen ein Fahrzeug sprechen. Eine GS mit 80.000 Kilometern, vollständiger Wartung und nachvollziehbarer Nutzung kann die bessere Wahl sein als ein Motorrad mit 30.000 Kilometern, lückenhafter Historie und langen Standzeiten.


Motoröl, Geräuschentwicklung und Ölverbrauch

Beim Motoröl weist Gady BMW Motorrad darauf hin, dass unterschiedliche Viskositäten Einfluss auf die wahrgenommene Geräuschentwicklung haben können. Wegen der leichten Magnesiumdeckel sind Ventil- und Laufgeräusche des Boxermotors deutlich hörbar. Ein etwas dickeres Öl kann die mechanischen Geräusche subjektiv reduzieren. Die Auswahl darf jedoch nicht allein nach der Geräuschentwicklung erfolgen, sondern muss den von BMW freigegebenen Spezifikationen entsprechen. Wer von der vorgesehenen Viskosität abweichen möchte, sollte dies deshalb vorab mit einem Fachbetrieb abstimmen.


Der Ölverbrauch der R 1250 GS fällt nach Erfahrung der Experten deutlich geringer aus als bei vielen R-1200-GS-Modellen. Bei gesunden Motoren ist zwischen den Serviceintervallen häufig kaum Nachfüllbedarf vorhanden. Auch beim Kraftstoffverbrauch wird die R 1250 GS als vergleichsweise genügsam beschrieben. Selbst bei zügiger Fahrweise seien Verbräuche von deutlich mehr als 6,5 Litern auf 100 Kilometer im Alltag eher selten. Je nach Fahrstil, Beladung, Reifen, Strecke und Ausstattung können die Werte jedoch erheblich abweichen.


1000PS Reifenempfehlung:


Als vielseitige Reifenempfehlung für die BMW R 1250 GS bietet sich der Metzeler Karoo 4 Street an. Der für einen Einsatzbereich von rund 70 Prozent Straße und 30 Prozent Gelände entwickelte Reifen verbindet eine markante Offroad-Optik mit präzisem Handling und guter Nassperformance auf Asphalt. Gleichzeitig bietet er ausreichend Traktion für Schotterstraßen und leichtere Offroad-Passagen. Damit eignet er sich besonders für GS-Fahrer, die überwiegend auf der Straße unterwegs sind, auf Reisen aber nicht vor unbefestigten Wegen zurückschrecken. Auch mit Sozius und Gepäck soll der Karoo 4 Street ein stabiles und berechenbares Fahrverhalten bieten.


YUASA Motorrad-Batterien - die 1000PS Empfehlung für dein gebrauchtes Bike:

Gerade bei gebrauchten Motorrädern lohnt sich der Griff zur hochwertigen Batterie: YUASA liefert mit seinen AGM- und Gel-Batterien wartungsfreie, auslaufsichere Kraftpakete "Made in Japan", die mit hoher Startkraft, Vibrationsfestigkeit und langer Lebensdauer überzeugen. Weniger Wartung, mehr Leistung - ideal für alle, die ihr Motorrad zuverlässig auf Touren bringen wollen. Hier findest du die richtige YUASA-Batterie für dein Bike.


Alternativen zur BMW R 1250 GS

Ducati Multistrada V4

Die Ducati Multistrada V4 ist die sportlichste Alternative zur BMW R 1250 GS. Ihr drehfreudiger V4-Motor vermittelt deutlich mehr Leistung und Dynamik als der vergleichsweise gelassene BMW-Boxer, während die aufrechte Sitzposition und der gute Windschutz auch lange Reisen ermöglichen. Besonders die umfangreich ausgestattete Multistrada V4 S überzeugt mit semiaktivem Fahrwerk und moderner Assistenztechnik. Gegenüber der GS fehlen allerdings der charakteristische Kardan und das bullige Drehmomentgefühl aus niedrigen Drehzahlen. Gebrauchtkäufer sollten außerdem die jeweilige Ausstattungsvariante, die Wartungshistorie und die Funktion sämtlicher elektronischer Systeme genau prüfen.


KTM 1290 Super Adventure S

Die KTM 1290 Super Adventure S richtet sich an Fahrer, denen die BMW zu ruhig oder zu schwerfällig erscheint. Ihr 1.301 Kubikzentimeter großer V2 liefert 160 PS und 138 Newtonmeter und verleiht der Reiseenduro einen besonders druckvollen, emotionalen Charakter. Das semiaktive WP-Fahrwerk, 200 Millimeter Federweg und ein großer 23-Liter-Tank machen die KTM gleichzeitig zu einem leistungsfähigen Reisemotorrad. Im direkten Vergleich fährt sie agiler und aggressiver, wirkt jedoch weniger gelassen und komfortorientiert als die R 1250 GS. Zudem erfolgt der Hinterradantrieb über eine wartungsintensivere Kette statt über einen Kardan.


Triumph Tiger 1200

Die Triumph Tiger 1200 ist vor allem für Käufer interessant, die ein klassisches Großenduro-Konzept mit Kardan, hoher Reisequalität und einem eigenständigen Motorcharakter suchen. Ihr Dreizylindermotor läuft kultiviert, entwickelt seine Leistung aber lebendiger und drehfreudiger als der BMW-Boxer. Je nach Modell stehen stärker straßenorientierte GT-Varianten sowie geländetauglichere Rally-Versionen zur Wahl. Ein semiaktives Showa-Fahrwerk und eine elektronische Absenkfunktion erhöhen den Komfort, insbesondere beim Rangieren und Anhalten. Gegenüber der GS bietet die Triumph ein etwas exotischeres Gesamtpaket, besitzt auf dem Gebrauchtmarkt jedoch meist eine kleinere Auswahl an Fahrzeugen und Zubehör.


Fazit: BMW R 1250 GS gebraucht kaufen

Die BMW R 1250 GS ist auch gebraucht eine der vielseitigsten und ausgereiftesten Reiseenduros ihrer Klasse. Der kräftige ShiftCam-Boxer, der hohe Langstreckenkomfort und das breite Einsatzspektrum machen sie zum souveränen Allrounder für Alltag, Reise und gelegentliche Schotterausflüge. Mechanisch gilt das Modell als robust und kann bei konsequenter Wartung sehr hohe Laufleistungen erreichen. Wichtiger als ein möglichst niedriger Kilometerstand sind daher eine lückenlose Servicehistorie, ein aktueller Softwarestand und eine gesunde Batterie. Sämtliche elektronischen Funktionen sollten vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden, da Fehlermeldungen und Softwarethemen eher ins Gewicht fallen als klassische Motorschäden. Wer ein gepflegtes Exemplar mit passender Ausstattung findet, bekommt mit der R 1250 GS ein langlebiges, wertstabiles und ausgesprochen reisetaugliches Motorrad.


Empfohlene Berichte

Weitere Neuheiten