Honda Gold Wing F6C 2016 vs. KTM 690 Duke 2012

Honda Gold Wing F6C 2016

KTM 690 Duke 2012

Bewertung

Honda Gold Wing F6C 2016
VS.
KTM 690 Duke 2012
 

Honda Gold Wing F6C 2016 vs. KTM 690 Duke 2012 - Vergleich im Überblick

Der Honda Gold Wing F6C mit ihrem 4-Takt Boxer 6-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 1.832 Kubik steht die KTM 690 Duke mit ihrem 4-Takt 1-Zylinder-Motor mit 690 Kubik gegenüber.

Das maximale Drehmoment der Gold Wing F6C von 167 Newtonmeter bei 4.000 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 70 Nm Drehmoment bei 5.500 Umdrehungen bei der 690 Duke.

Die 690 Duke setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down von WP und hinten arbeitet ein Federbein von WP.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Honda vorne eine Doppelscheibe Vierkolben-Zange und hinten eine Scheibe Dreikolben-Zange. Die KTM vertraut vorne auf eine Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe Einkolben-Zange von Brembo verbaut.

Bei der Bereifung setzt Gold Wing F6C auf Schlappen mit den Maßen 130 / 60 - 19 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der 690 Duke Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 160/60-17 hinten.

Der Radstand der Honda Gold Wing F6C misst 1.707 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 734 Millimeter. Die KTM 690 Duke ist von Radachse zu Radachse 1.466 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 835 Millimeter.

In den Tank der Gold Wing F6C passen 23,2 Liter Sprit. Bei der 690 Duke sind es 14 Liter Tankvolumen.

Von der Honda Gold Wing F6C gibt es aktuell 1 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der KTM 690 Duke sind derzeit 30 Modelle verfügbar. Für die Honda gibt es aktuell 24 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, KTM wurde derzeit 10 Mal pro Monat gesucht.

Technische Daten im Vergleich

Honda Gold Wing F6C 2016

KTM 690 Duke 2012

Honda Gold Wing F6C 2016 KTM 690 Duke 2012
Motor und Antrieb
Motorbauart Boxer
Zylinderzahl 6 1
Taktung 4-Takt 4-Takt
Ventile pro Zylinder 2
Kühlung flüssig flüssig
Hubraum 1832 ccm 690 ccm
Bohrung 74 mm 102 mm
Hub 71 mm 84,5 mm
Leistung 116 PS 70 PS
U/min bei Leistung 5500 U/min 7500 U/min
Drehmoment 167 Nm 70 Nm
U/min bei Drehmoment 4000 U/min 5500 U/min
Verdichtung 9,8 12,6
Starter Elektro Elektro
Kupplung Mehrscheiben im Ölbad Antihopping
Zündung Transistor
Antrieb Kardan Kette
Ventilsteuerung Kipphebel, OHC
Chassis
Rahmen Aluminium Chrom-Molybdän
Rahmenbauart Brücken Gitterrohr
Fahrwerk hinten
Aufhängung Einarmschwinge
Marke WP
Bremsen vorne
Bauart Doppelscheibe
Kolben Vierkolben Vierkolben
Aufnahme Festsattel
Technologie radial
Marke Brembo
Bremsen hinten
Bauart Scheibe Scheibe
Kolben Dreikolben Einkolben
Aufnahme Schwimmsattel
Marke Brembo
Daten und Abmessungen
Reifenbreite vorne 130 mm 120 mm
Reifenhöhe vorne 60 % 70 %
Reifendurchmesser vorne 19 Zoll 17 Zoll
Reifenbreite hinten 180 mm 160 mm
Reifenhöhe hinten 55 % 60 %
Reifendurchmesser hinten 17 Zoll 17 Zoll
Länge 2473 mm
Breite 942 mm
Höhe 1154 mm
Radstand 1707 mm 1466 mm
Sitzhöhe von 734 mm 835 mm
Gewicht fahrbereit (mit ABS) 341 kg
Tankinhalt 23,2 l 14 l
Führerscheinklassen A A
Gewicht trocken 149,5 kg

Stärken und Schwächen im Vergleich

Honda Gold Wing F6C 2014

Honda Goldwing F6C Test

Fazit von vauli vom 20.10.2014:

KTM 690 Duke 2012

KTM 690 Duke 2012

Fazit von nastynils vom 14.04.2025:

Sehr spät aber doch erweiterte Honda das Goldwing-Programm, im Vorjahr um den Bagger F6B und heuer um die nackte, aber nicht minder wuchtige F6C - damit merkt man, wie weit der Begriff Naked Bike gedehnt werden kann. So puristisch die nackte Goldwing nämlich auch ist, der mächtige Auftritt mit fast 350 Kilo ist unübersehbar. Allerdings braucht ein gewaltiger Sechszylinder-Boxermotor mit über 1800 Kubik auch ein stabiles Chassis. Denn bei aller Sanftmütigkeit, mit der das Triebwerk dahin säuseln kann, fahren die 167 Newtonmeter Drehmoment so brachial ein, als würde man auf einem Dampfkatapult sitzen. Straffes Fahrwerk und aufrechte Sitzposition suggerieren wiederum sportliche Fähigkeiten, zum agilen Kurvenräuber wird die F6C allerdings schon wegen ihrer Masse und Maße nicht. Dass die Honda Goldwing F6C zudem sehr teuer ist, passt ebenfalls perfekt ins Bild - dieses außergewöhnliche Motorrad ist nicht für jeden gedacht.

Die KTM 690 Duke bleibt auch mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Einführung ein faszinierendes Motorrad mit eigenständigem Charakter. Der Versuch, die rebellische Duke zu einem massentauglicheren Motorrad zu machen, hat sich als erfolgreiche Strategie erwiesen. Die Kombination aus überragendem LC4-Motor, direktem Handling und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis macht sie nach wie vor zu einer attraktiven Option für Fahrer, die das Besondere suchen. Obwohl neuere Zweizylinder-Modelle in puncto Laufkultur und Komfort überlegen sind, bietet die 690 Duke eine Unmittelbarkeit und einen Charakter, den nur ein großer Einzylinder liefern kann. Als Gebrauchtmotorrad hat sie sich als erstaunlich wertstabil und langlebig erwiesen – vorausgesetzt, man achtet auf regelmäßige Wartung.

  • sowohl sanfter als auch brachialer Sechszylinder-Boxermotor
  • enorme Laufruhe
  • straffes Fahrwerk
  • gute Bremsen
  • angenehm aufrechte Sitzposition
  • wuchtige Optik mit breiten Kühlern
  • sehr hohes Gewicht
  • bei Nässe heikles Fahrverhalten
  • ziemlich teuer
  • Überragender LC4-Einzylindermotor mit einzigartigem Charakter
  • Hervorragendes Leistungsgewicht (2,29 kg/PS)
  • Direktes, präzises Handling in allen Fahrsituationen
  • Gute Wertstabilität und überraschende Langlebigkeit
  • Abschaltbares ABS und effektive Anti-Hopping-Kupplung
  • Geringer Verbrauch (3,5-4 Liter/100 km)
  • Fahrwerk ohne Einstellmöglichkeiten mit begrenzten Reserven
  • Mittelmäßige Schaltpräzision, besonders bei höheren Laufleistungen
  • Lichtmaschine als potenzielle Schwachstelle bei höheren Kilometerzahlen
  • Kupplungsspiel muss häufiger nachgestellt werden
  • Bei sehr niedrigen Drehzahlen im Teillastbereich "peitschende" Kette
  • Leichte Vibrationen bei höheren Drehzahlen (besonders vor 2016)

Weitere Motorrad Vergleiche

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