Honda GL 1800 Goldwing 2019 vs. Yamaha FJR1300A 2019
Bewertung
Honda GL 1800 Goldwing 2019 vs. Yamaha FJR1300A 2019 - Vergleich im Überblick
Der Honda GL 1800 Goldwing mit ihrem 4-Takt Boxer 6-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.833 Kubik steht die Yamaha FJR1300A mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor mit 1.298 Kubik gegenüber. Die Yamaha bietet mit 144 PS bei 8.000 Umdrehungen einen spürbaren Unterschied im Vergleich zur Honda mit 127 PS bei 5.500 U / min.
Das maximale Drehmoment der GL 1800 Goldwing von 170 Newtonmeter bei 4.500 Touren bietet ordentlich mehr Schmalz als die 134 Nm Drehmoment bei 7.000 Umdrehungen bei der FJR1300A.
Bei der GL 1800 Goldwing federt vorne eine Querlenker und hinten ein Monofederbein. Die FJR1300A setzt vorne auf eine Telegabel konventionell.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Honda vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Sechskolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 316 Millimeter Durchmesser und Dreikolben-Zange. Die Yamaha vertraut vorne auf eine Doppelscheibe. Hinten ist eine Scheibe verbaut.
Bei der Bereifung setzt GL 1800 Goldwing auf Schlappen mit den Maßen 130 / 70 - 18 vorne und 200 / 55 - 16 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der FJR1300A Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der Honda GL 1800 Goldwing misst 1.695 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 745 Millimeter. Die Yamaha FJR1300A ist von Radachse zu Radachse 1.545 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 805 Millimeter.
In den Tank der GL 1800 Goldwing passen 21,1 Liter Sprit. Bei der FJR1300A sind es 25 Liter Tankvolumen.
Von der Honda GL 1800 Goldwing gibt es aktuell 10 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Yamaha FJR1300A sind derzeit 11 Modelle verfügbar. Für die Honda gibt es aktuell 40 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Yamaha wurde derzeit 32 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Honda GL 1800 Goldwing 2019 |
Yamaha FJR1300A 2019 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Boxer | Reihe |
| Zylinderzahl | 6 | 4 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 1833 ccm | 1298 ccm |
| Bohrung | 73 mm | 79 mm |
| Hub | 73 mm | 66,2 mm |
| Leistung | 126,5 PS | 144 PS |
| U/min bei Leistung | 5500 U/min | 8000 U/min |
| Drehmoment | 170 Nm | 134,4 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 4500 U/min | 7000 U/min |
| Verdichtung | 10,5 | 10,8 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Drosselklappendurchmesser | 50 mm | |
| Starter | Elektro | |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Zündung | Transistor | Digital, Transistor |
| Antrieb | Kardan | Kardan |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Ganganzahl | 6 | 5 |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Aluminium |
| Rahmenbauart | Brücken | Brücken |
| Lenkkopfwinkel | 59,5 Grad | |
| Nachlauf | 109 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Querlenker | Telegabel konventionell |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | |
| Federbein | Monofederbein | |
| Aufnahme | Pro-Link | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 320 mm | |
| Kolben | Sechskolben | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 316 mm | |
| Kolben | Dreikolben | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, Fahrmodi, Ride by Wire, Traktionskontrolle | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 130 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 18 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 200 mm | 180 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 16 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2475 mm | 2230 mm |
| Breite | 925 mm | 750 mm |
| Höhe | 1340 mm | 1450 mm |
| Radstand | 1695 mm | 1545 mm |
| Sitzhöhe von | 745 mm | 805 mm |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 365 kg | 291 kg |
| Tankinhalt | 21,1 l | 25 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Ausstattung | ||
| Ausstattung | Griffheizung, Koffersystem, LED-Scheinwerfer, Sitzheizung, Windschild elektrisch verstellbar | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die neue Honda Gold Wing ist ein großer Wurf, sowohl in Sachen Ausstattung als auch Fahrdynamik. Der Motor bleibt ein herrlich sanfter Sechsylinder-Boxer, der seine Bestimmung nach wie vor in der Souveränität von unten heraus findet. Dennoch wird die Gold Wing durch weniger Gewicht und vor allem durch ein neues Fahrwerk viel agiler und sportlicher. An Bequemlichkeit mangelt es trotzdem nicht, der Sitzkomfort ist herrlich, der Windschutz durch die etwas niedrigere Scheibe ausreichend - der Optik tut es aber gut. Die Gold Wing Tour-Modelle haben ohnehin eine höhere Scheibe und Topcase dabei. Theoretisch kann man die Gold Wing mit Topcase und höherer Scheibe zur Gold Wing Tour aufrüsten, dann fehlt aber die Traktionskontrolle, die bei Gold Wing Tour und Gold Wing Tour DCT serienmäßig dabei ist.
Die Yamaha FJR1300 zeigt sich als ausgereifter Sporttourer mit beeindruckender Langzeitqualität. Was im ursprünglichen Test durch Souveränität und Komfort überzeugte, bestätigt sich über Jahre hinweg in der Praxis. Sie begeistert nicht durch technische Experimente, sondern durch Verlässlichkeit, Fahrfreude und entspannte Stärke auf langen Distanzen.
- sanfter Sechszylinder-Boxermotor
- guter Sound - sowohl Motor als auch Boxen
- elektrisch verstellbares Windschild
- 4 Fahrmodi
- serienmäßiges Navi
- Rückwärtsgang
- Heizgriffe
- Tempomat
- Apple CarPlay
- Motor wird laut im oberen Drehzahlbereich
- weniger Stauraum als Vorgängerin
- durchschnittlicher Windschutz bei der Bagger-Version
- sanfter und souveräner Reihenvierzylinder
- sehr gut abgestuftes Fünfgang-Getriebe
- hoher Langstreckenkomfort
- stabile und vertrauenerweckende Fahrwerksabstimmung
- angenehm arbeitender Kardan
- ausgewogene Ergonomie
- zuverlässige Elektronikfunktionen
- gute Bremsdosierbarkeit
- hohe Laufkultur auch bei Autobahntempo
- hohes Gewicht beim Rangieren
- Bordcomputer-Anzeigen teilweise schlecht ablesbar
- begrenzte Fahrwerksverstellmöglichkeiten
- Serienbereifung bei sportlicher Gangart limitiert
- thermische Abstrahlung im Sommerbetrieb spürbar