Suzuki GSX-R 1000 Rennstrecke

Suzuki GSX-R 1000 Rennstrecke

Neues Trackbike von NastyNils

Damals bei der ersten Testfahrt mit der neuen Suzuki GSX-R 1000 L7 war für NastyNils sofort klar: Das wird das neue Trackbike. Über ein Jahr später ist es nun endlich soweit. Das Trackbike auf Basis der GSX-R 1000 ist fertig.

Es war ein heikler Moment. Die erste Ausfahrt mit der Suzuki GSX-R 1000 bei den 1000PS Bridgestone Trackdays im April 2018. Denn die erste Fahrt und die letzte Fahrt mit einem Motorrad sind ja immer was besonderes. Das hab ich leider bei meiner letzten Fahrt mit meinem letzten Trackbike schmerzhaft feststellen müssen. Doch diesmal lief es nicht nur gut sondern richtig grandios. Das neue Motorrad funktionierte genauso wie es mir erhofft hatte. Sie sollte Vertrauen spenden, schnell fahren und möglichst wenig Kraft und Konzentration erfordern. Ich brauchte ein einfach zu fahrendes aber trotzdem sauschnelles Motorrad. Daher viel die Wahl von mir auf die Suzuki.

Umbau im Winter - Suzuki GSX-R 1000

Gekauft habe ich die Maschine im Herbst 2017. Die Maschine wurde gleich direkt zu meinem Spezialst für Rennmotorräder geliefert - der Firma Racetec in Oberrösterreich. Dort bietet man genau den Service den ich für meine Suzuki brauche. Dort baut man Rennmotorräder quasi "schlüsselfertig" auf. Ich habe die Maschine den ganzen Winter über nicht gesehen und sie fix und fertig für das erste Rollout direkt zum Pannoniaring geliefert bekommen. Ich stieg auf, fuhr los und alles funktionierte großartig.

Warum keine R?

Auf meiner Instagram Seite stellten einige Follower die Frage "Warum den keine GSX-R 1000 R"? Die Antwort ist recht einfach und pragmatisch. Für diesen Umbau bietet die "R" keine Vorteile sondern nur Kostennachteile. Das bessere Fahrwerk zum Beispiel kommt ohnehin nicht zur Geltung. Denn das komplette Fahrwerk wurde ohnehin durch Komponenten von Öhlins ersetzt. Vorne verrichtet ein FKR Cartridge KIT von Öhlins den Dienst. Kosten: 2.355 Euro. Traumhaftes Ansprechverhalten! Beim Federbein kommt das neue TTX GP von Öhlins zum Einsatz. Anders als beim Vorgängermodell war die Abstimmungsarbeit sehr schnell erledigt. Das Federbein hält auch lange Turns problemlos durch und hat einen großen Einstellbereich. Dadurch macht es auch positive wie negative Entwicklungen vom Rundenzeitenniveau problemlos mit. Kosten: 1.480 Euro. Der fehlende Quickshifter mit Blipper wurde von der Firma Racetec.at eingebaut und somit wurde aus der GSX-R 1000 R quasi eine GSX-R 1000 RR.

ABM Teile - Funktion und Qualität

Schon bei meiner letzten GSX-R 1000 begeisterten mich die Fußrasten von ABM. Dort sind sie mittlerweile seit 6 Jahren im Einsatz und bieten immer noch perfekte Qualität und Sicherheit. Auch diesmal hab ich wieder Fußrasten aber auch Sturzpads, Bobbins und den Bremshebel-Protektor von ABM. Die ABM Teile bieten zwar wenig Schnickschnack und sind beim Design nicht so schick wie andere Marken. Aber sie bieten beste Qualität, Passform und 100% Perfektion für Sicherheit.

Neue Bremsanlage

Die Bremsanlage an der GSX-R 1000 ist insgesamt natürlich ein Kompromiss. Ein Kompromiss der aus Kostendruck entsteht aber auch daraus, dass das Motorrad auch auf der Landstraße gut funktionieren soll. Für den Trackday Umbau jedoch ist die beste Bremsanlage gerade gut genug.

Akrapovic Evolution spart Gewicht und bring Leistung

  • Das ABS-Modul wurde von Racetec ausgebaut und kurze ABM Stahlflexleitungen kommen nun zum Einsatz.
  • Als Bremspumpe kommt eine Magura HC3 zum Einsatz. Die Pumpe bietet 3 verschiedene Hebellagerpunkte. So kann man das Ansprechverhalten der Bremse bei Bedarf anpassen. Die radiale Bremspumpe kostet 799 Euro.
  • Außerdem wurden die konservativen Suzuki Bremsbeläge gegen Racingbeläge von SBS getauscht. Die Dual-Carbon Beläge benötigen zwar etwas Aufwärmzeit bieten dann aber einen klaren Druckpunkt und deutlich verbesserte Bremsperformance.

Klarerweise kommt beim Rennstreckenumbau auch eine Akrapovic Evolution Line Komplettanlage zum Einsatz. Minus 6 Kilo, Plus 10 PS sind einfach Argumente denen man sich nicht verschießen kann. Racetec.at spendierte der GSX-R auch noch ein passendes Mapping und nun liefert die Maschine 199 PS an der Kupplung ab.

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Datarecording mit Raceanalyse

In Sachen Datarecording und Analyse ist die GSX-R 1000 ja nicht so mächtig ausgestattet wie mein letztes Motorrad - die R1M. Daher entschied ich mich für eine Lösung von Raceanalyse. Hier wird am Motorrad ein kleiner GPS-Datalogger installiert und ohne weiteren Aufwand werden sofort die wesentlichen Parameter protokolliert. Diese Daten sind dann auch sofort online in der Cloud verfügbar. Einfacher geht es nicht. Das geht sogar soweit, dass meine Kollegen in der Boxengasse oder auch daheim vor den Bildschirmen meine Rundenzeiten und Geschwindigkeiten live mitverfolgen können. Ich selbst nutze das System natürlich vor allem um Kurvengeschwindigkeiten, Linien und Vergleiche mit schnelleren Piloten zu analysieren. Das System funktioniert großartig, narrensicher und ist unschlagbar schnell installiert.

Next Steps

Die Maschine steht nun eigentlich perfekt aufgebaut und sauschnell da. Doch durch den tiefen Preis der GSX-R 1000 blieb genug Geld für schwere Investitionen übrig. Beim nächsten Rollout werden Carbonfelgen von BST montiert. Den nächsten Einsatz hat die Maschine bei den 1000PS Bridgestone Trackdays in Brünn Ende Mai 2018.

Bericht vom 27.04.2018 | 9.362 Aufrufe

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