Triumph Trident 660 und Yamaha MT-07 2021 im Vergleich

Hoher Fahrspaß fürs kleine Geld

Harter Angriff von Triumph! Jahrelang wurde das Segment der Einsteigernakedbikes von Yamaha definiert. Doch 2021 brachte Triumph ein ausgesprochen gut gelungenes Motorrad auf den Markt

Herzerwärmend bollern die beiden Motorräder hinauf auf die Großglockner Hochalpenstraße. Endlich kann man ein Bike mal wieder richtig auswinden. Endlich mal fühlt man sich als Chef im Sattel und Herr der Lage. Beide Motorräder verkörpern perfekt die unkomplizierte Art des Motorradfahrens in der Nakedbike Klasse.

Bei Yamaha bollert der Zweizylinder mit 689 ccm und 73 PS. Wobei die Werksangabe von Yamaha mit 76 PS am Prüfstand übertroffen wurde. Doch auch das Ansprechverhalten und der Drehmomentverlauf sorgen für das typische MT-07 Gefühl: Kaum zu glauben, dass hier nicht mal 80 PS am Start sind - das fühlt sich einfach nach mehr an!. 67 Nm stehen zur Verfügung, ein günstiger Stahlrahmen samt einfacher Fahrwerkskomponenten drücken den Preis. 186kg Gewicht fahrfertig sorgen für das zugängliche Handling der MT-07. Im direkten Vergleich mit der Trident von Triumph fallen einige Gemeinsamkeiten auf. Natürlich setzen beide auf 17 Räder samt 180er Hinterreifen. Beiden bieten die gleiche Sitzhöhe (805 mm) sowie einen beinahe identen Radstand (1400 mm Yamaha vs. 1401 mm Triumph). Beide bieten 14 Liter Tankinhalt. Den Sound muss ich an dieser Stelle nicht weiter erläutern. Zu diesem Zweck bieten wir ein Soundvergleich-Video auf unserem Instagram-Kanal an.

Triumph bringt den Quickshifter in die kleine Klasse

Die Triumph bietet mit 84 PS (laut Prüfstand!) und 64 Nm durchaus vergleichbare Leistungsdaten an. Man setzt auf einen Dreizylinder mit 660 ccm Hubraum. Etwas hochwertiger fühlen sich Fahrwerk und Bremsen an, einen deutlichen Unterschied macht auch der Quickshifter. Dieser ist jedoch im Basispreis nicht enthalten, macht jedoch Sinn! Auch die 189kg der Triumph fühlen sich leicht und quirlig an.

Im direkten Vergleich bieten beide ähnliche Fahrleistungen. In der Tat sind das etwas schlappere Fahrwerk und der fehlende Quickshifter der MT-07 das Zünglein an der Waage. Beides sorgt dafür, dass man nach zahlreichen Vergleichsfahrten am Ende der Trident den Vorzug gibt.

Alle technischen Daten und Details im Vergleich

Alpenmasters 2021 - Der größte Test des Jahres

Das MOTORRAD Alpenmasters ist der aufwendigste Test des Jahres der Zeitschrift MOTORRAD. 1000PS ist bei dem Test vor Ort mit dabei. Wir bringen Videos von den Duellen in den einzelnen Klassen sowie zahlreiche Fotos vom Event. Der Test fand 2021 am Großglockner statt und dauerte insgesamt über eine Woche. Die Ergebnisse vom Alpenmasters 2021 findet man in den MOTORRAD Ausgaben 15 (9. Juli 2021), 16 (23. Juli), 17. (6. August). Dort werden alle Prüfstandsdaten, Messwerte und Testergebnisse veröffentlicht. Der Test wird gemeinsam mit Magazinen aus Europa durchgeführt. Seit 2005 müssen sich vorwiegend Motorradneuheiten einem intensiven Test-Prozess in den Bergen unterziehen. Zu Beginn treten Bikes in Gruppen gegeneinander an. Am Ende wird in einem Finale der Sieger vom Alpen Masters gewählt. Im Jahr 2021 ist NastyNils von 1000PS als stimmberechtigter Testpilot beim Alpenmasters mit vor Ort.

Auf Instagram haben wir jede Menge Eindrücke vom Testgeschehen online gestellt. Doch auch unsere Community durfte mitmachen und hat bei den Duellen ihre Stimme abgegeben. Hier der Link zu den Highlights auf unserem Instagram Kanal samt den Online-Votings zum Duell Triumph Trident 660 und Yamaha MT-07 2021.

Triumph Trident 660 und Yamaha MT-07 im Preisvergleich

Auf den ersten Blick, wirken die Preise der beiden Motorräder durchaus vergleichbar. Doch in der Praxis ist die Trident inklusive Quickshifter natürlich etwas teurer als eine MT-07. Für rund 8000 Euro in Deutschland bzw. 9000 Euro in Österreich ist die Trident im Moment im Handel verfügbar. Die MT-07 ist immer noch etwas schwieriger zu kriegen. Beide Motorräder bieten jedoch ein famoses Preis/Leistungsverhältnis. Wenn man bedenkt wie hoch die Preise im Gebrauchtmarkt für viele gebrauchte Nakedbikes sind, ist man mit den aufgerufenen Preisen durchaus zufrieden. Viele Händler machen sich aktuell jedoch die knappe Liefersituation zu Nutze und verkaufen die MT-07 in eigenen Editionen wo gleich fest installiert eine Ladung Zubehör mit verkauft wird.

Hier tagesaktuelle Preise und Angebote.

Bild von NastyNils
NastyNils

"Im Sattel der Yamaha wird einem bewusst, wie wenig Firlefanz es braucht um herrlichen Fahrspaß zu inhalieren!"

Fazit: Yamaha MT-07

Einfach lässig Motorradfahren! Die MT-07 vermittelt unbekümmerte Lebensfreude und man wedelt gerne mit der quirligen Maschine durch die Kurven. Der Motor ist immer noch ein Garant für Fahrspaß. Erstaunlich wie viel Feuer in dem kleinen Teil lodert. Leider immer noch nicht richtig gut ist das Fahrwerk. Gemeinsam mit dem fehlenden Quickshifter erinnert es an das milde Preisschild der Yamaha.


  • Großartiger Motor
  • Angenehme Ergonomie
  • Transparentes Bremsgefühl
  • gutes Preis / Leistungsverhältnis
  • Durchschaubares Fahrverhalten
  • Guter Mix aus cool und praktisch
  • Fahrwerk findet seine Grenzen bei sehr sportlicher Fahrweise

Fazit: Triumph Trident 660

Man merkt, dass die Trident ein neues Motorrad ist. Hier hat Triumph die nötigen Zutaten für das Jahr 2021 punktgenau entwickelt. Frecher aber nicht aufdringlicher Sound, ein quirliger Motor und ein umfassendes Elektronikpaket samt Quickshifter machen einfach Spaß. Ein lässiges Motorrad mit dem man auch als erfahrener Motorradfahrer jede Menge Fahrspaß hat.


  • kräftiges Dreizylinder-Triebwerk
  • überraschend gutes Fahrwerk und gute Bremsen für diese Klasse
  • umfangreiche Elektronikausstattung
  • optionaler Quickshifter mit Blipper
  • einfache und zugängliche Bedienung
  • Traktionskontrolle insgesamt sehr defensiv

Bericht vom 12.10.2021 | 11.475 Aufrufe

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