Kawasaki Z1000 Test

Das grüne Monster gibt es wirklich. Noch. Die Z1000 verbreitet Angst und Schrecken.
Kawasaki Z1000 Test
 

Kawasaki Z1000 Roadshow-Test

Die vielleicht letzte echte Z1000. Wir klammern uns an ein Motorrad aus der Generation Provokation und haben vor 142 PS mehr Angst als vor 180.
 
Unser 1000PS-Videofuzzy (er hat sich diesen Namen selbst gegeben) traut sich so einiges zu. Im Jahre seiner A-Führerscheinprüfung, das war erst Ende 2012, zeigte er auf der INTERMOT mit dem Finger auf die damals vorgestellte Z800 von Kawasaki (113 PS, 229 kg) und schrie "Die will ich, die will, die will ich!" Er bekam sie und überstand seine erste Saison schadlos, weshalb er keinen Grund sah, sich im nächsten Jahr in Bescheidenheit zu üben. Deshalb zeigte er Ende 2013 auf der EICMA auf die neue Z1000 (142 PS, 221 kg) und schrie, diesmal noch etwas intensiver: "Die will ich, die will ich, die will ich!" Und auch diesmal sollte er sie bekommen. Aufmagaziniert mit edlem Zubehör von Rizoma und zwei Endtöpfen von Remus versucht er derzeit, auch seine zweite Saison schadlos zu überstehen. Sollte er es schaffen, möchte ich nicht wissen, worauf der auf der INTERMOT 2014 zeigt.

Kawasaki Z1000 Bildergalerie (25 Fotos) - hier klicken!

Statements der Fahrer, Details, weitere Stunts
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Die Z800 lasse ich für einen Erstklässler noch durchgehen, zumal Videomann KuK bei 1000PS ja auch die Möglichkeit hatte und hat, andere Motorräder auszuprobieren und seine Fahrtechnik auf unseren Gripparties zu verbessern. Dadurch wurde in relativ kurzer Zeit ein relativ guter und sicherer Fahrer aus ihm. Die Z1000 mag jetzt angesichts perverser PS-Monster wie die BMW S 1000 R und die KTM 1290 Super Duke R gerademal wie ein Mittelgewicht wirken, ist aber ein ebenso abnormal aggressives Ungetüm wie seine Mitstreiter und eher was für ein Leben nach der Reifeprüfung.

Kawasaki Z1000 Test


Wir wissen selber nicht, wann und wie es geschehen konnte, dass wir angefangen haben, alles unter 150 PS nicht mehr voll ernst zu nehmen. Deshalb danken wir Motorrädern wie der Z1000 (oder auch der Yamaha MT-09) für den Wink mit dem Zaunpfal, der uns an ein Sprichwort des großen Mark Twain erinnert: "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." Mit ganz anderen Worten: Die Leistung ist nicht der Wert am Papier, der Wert ist die Leistung am Asphalt.

Kawasaki Z1000 Test
 

+ Stärken:
extrem antrittsstarkes Triebwerk; brachiale Optik; guter Sound; starkes Image
; eine der letzten Kompromisslosen

- Schwächen:
Handling erfordert Routine; keine Traktionskontrolle; Fahrwerkssetup in Serie sehr hart, muss unbedingt eingestellt werden; leichtes Nicken beim Einlenken

 

Vaulis Fazit:
Die Z1000 ist wohl wirklich das letzte Männermotorrad, das auf Elektronik-Firlefanz pfeift - abgesehen vom optionalen ABS: Die abartig coole Streetfighter-Optik passt da bestens dazu. Insgesamt für mich eines der coolsten Naked Bikes der Saison.
kotKots Fazit:
Die berühmt-berüchtigten Geschichten und Legenden über die Z1000 nähren ihr böses Image vom Rowdybike für Organspender. Das taugt mir als Agent Provocateur sehr!

Nasty Nils´ Fazit:
Auch wenn die Z 1000 am Papier und in der Ausstattungsliste nicht die Nummer 1 ist, so inhaliert man im Sattel die pure Freude. Manches Wesen eines Motorrads kann man nicht mit "Kilo" oder "PS" umschreiben, es ist einfach dieser starke Charakter, der die Seele des Fahrers berührt.

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Kawasaki Z1000 Test

Text: Kot, Vauli, Nils
Fotos:
Erwin Haiden

 

Bericht vom 31.07.2014 | 27.130 Aufrufe

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