Die beliebtesten Motorradmarken 2026 in Österreich

Verkaufsrekorde? Faktencheck!

Die Zulassungen steigen im Vergleich zu 2025 um 11,44 Prozent. Klingt nach Feierabendbier für die Branche. Der Blick auf 2024 bremst die Euphorie allerdings ein: Österreich holt vor allem ein schwaches Vorjahr auf. Bei den einzelnen Marken wird es deutlich spannender.

Motorradmarkt Österreich: Bitte noch mit dem Jubel warten

Zweistelliges Wachstum. Endlich wieder eine Zahl, die man in einer Branchenpräsentation gerne groß und grün auf die Folie schreibt. Von Jänner bis September 2026 wurden im österreichischen Gesamtmarkt 42.251 Fahrzeuge zugelassen, um 11,44 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind 4.336 zusätzliche Zulassungen. Erfreulich? Durchaus. Ein neuer Boom? Da würde ich den Sekt vorerst im Kühlschrank lassen.


Denn 2025 ist ein ausgesprochen dankbarer Vergleichspartner. Damals standen nach neun Monaten 37.915 Zulassungen in der Statistik. Im starken Vergleichszeitraum 2024 waren es noch 42.640 gewesen. Der Markt hatte also zunächst 11,08 Prozent verloren und holt diesen Rückgang jetzt weitgehend auf.


Gegenüber 2024 liegt Österreich weiterhin um 389 Fahrzeuge beziehungsweise 0,91 Prozent zurück. Die Branche ist damit beinahe wieder dort, wo sie vor zwei Jahren schon einmal war. Das ist eine Erholung, aber noch kein Grund, sich wegen eines neuen Wachstumsschubs gegenseitig auf die Schulter zu klopfen.


Spannender als die Gesamtzahl ist ohnehin die Frage, wer diese Erholung trägt. Einige Marken wachsen tatsächlich über ihr Niveau von 2024 hinaus. Andere feiern ein Plus, das vor allem verrät, wie schlecht das Vorjahr war. Und manche verlieren auch noch in einem Markt, der gerade wieder zulegt.


Info vorab: Alle Zahlen beziehen sich auf Jänner bis September des jeweiligen Jahres und auf die übermittelte Gesamtmarktstatistik. Es geht um Zulassungen, die nicht automatisch Verkäufen an private Endkunden entsprechen. Die Jahresabrechnung folgt erst nach Dezember.


Die Top 30 Marken: Drei Jahre statt einer schönen Prozentzahl

Die Rangfolge richtet sich nach den Zulassungen 2026. Diese 30 Marken stehen zusammen für 38.936 Fahrzeuge und damit für 92,15 Prozent des Gesamtmarkts.


Die beliebtesten Motorradmarken Österreichs 2026

RangMarke2024202520262026 zu 20252026 zu 2024
1Vespa6.9306.1186.187+1,13 %-10,72 %
2Honda5.8015.5095.279-4,17 %-9,00 %
3Beta3.6153.2254.039+25,24 %+11,73 %
4Yamaha2.3322.7262.709-0,62 %+16,17 %
5KTM2.9801.3642.413+76,91 %-19,03 %
6Kawasaki2.0732.4082.378-1,25 %+14,71 %
7BMW2.2232.2712.284+0,57 %+2,74 %
8Rieju2.2182.0522.016-1,75 %-9,11 %
9Aprilia7838171.016+24,36 %+29,76 %
10Suzuki952891961+7,86 %+0,95 %
11Piaggio1.062929943+1,51 %-11,21 %
12Triumph884982887-9,67 %+0,34 %
13Voge104425866+103,76 %+732,69 %
14CFMOTO315296858+189,86 %+172,38 %
15Sanyang-SYM615631661+4,75 %+7,48 %
16Ducati603638618-3,13 %+2,49 %
17QJ108191519+171,73 %+380,56 %
18Harley-Davidson531419498+18,85 %-6,21 %
19NIU140226477+111,06 %+240,71 %
20Kymco287298394+32,21 %+37,28 %
21Husqvarna850426366-14,08 %-56,94 %
22Stark0173340+96,53 %n. b.
23Benda124251303+20,72 %+144,35 %
24Vent158293297+1,37 %+87,97 %
25Talaria7778296+279,49 %+284,42 %
26Zontes180243289+18,93 %+60,56 %
27Surron / Sur-Ron301247278+12,55 %-7,64 %
28Fantic-Motor414231277+19,91 %-33,09 %
29Moto Guzzi353252256+1,59 %-27,48 %
30Sherco624272231-15,07 %-62,98 %

n. b.: Bei einer Ausgangsbasis von null lässt sich keine prozentuale Veränderung berechnen.

Vespa und Honda: Vorne dabei, aber nicht auf Wachstumskurs

Der Dauerbrenner Vespa bleibt mit 6.187 Zulassungen auf Platz eins. Die Konkurrenz ist auf Abstand, das eigene Ergebnis von 2024 allerdings auch. Gegenüber 2025 kommen gerade einmal 69 Fahrzeuge hinzu. Das ergibt 1,13 Prozent Wachstum in einem Markt, der um 11,44 Prozent zulegt. Gegenüber 2024 fehlen 743 Zulassungen. Der Marktanteil sinkt von 16,25 auf 14,64 Prozent. Die Krone sitzt noch, aber etwas lockerer.


Honda folgt mit 5.279 Fahrzeugen auf Rang zwei: Nach 5.801 Zulassungen 2024 und 5.509 im Jahr 2025 geht es erneut nach unten. Honda verliert 4,17 Prozent gegenüber 2025 und liegt neun Prozent unter 2024. Die Platzierung ist stark, die Richtung der Entwicklung jedoch leicht negativ.


Beta zeigt auf Rang drei, dass es auch anders geht. Nach dem Rückgang von 3.615 auf 3.225 Zulassungen steigt die Marke auf 4.039 Fahrzeuge. Das Plus von 25,24 Prozent gegenüber 2025 enthält einen Aufholeffekt, geht aber darüber hinaus: Gegenüber 2024 bleiben 424 zusätzliche Zulassungen und 11,73 Prozent Wachstum. Hier darf die grüne Zahl tatsächlich grün bleiben.


Yamaha und Kawasaki: Ein kleines Minus ist nicht gleich eine schlechte Nachricht

Bei Yamaha steht ein Minus von 0,62 Prozent. Wer nur auf diese Zahl schaut, verpasst die interessantere Geschichte. Yamaha hatte bereits 2025 von 2.332 auf 2.726 Fahrzeuge zugelegt und hält dieses Niveau nun mit 2.709 Zulassungen beinahe. Gegenüber 2024 beträgt das Plus weiterhin 16,17 Prozent. Während andere jetzt aufholen, hatte Yamaha den Zuwachs schon im Vorjahr.


Kawasaki liefert ein ähnliches Bild. Auf 2.073 Zulassungen 2024 folgten 2.408 im Jahr 2025 und nun 2.378. Das aktuelle Minus von 1,25 Prozent ist eine kleine Korrektur nach dem vorherigen Wachstum. Gegenüber 2024 bleiben 14,71 Prozent Plus. Ein rotes Vorzeichen macht also noch keine schlechte Zweijahresbilanz.


KTM: Fast 77 Prozent Plus sind ein wichtiges Signal nach dem harten Jahr 2025

KTM ist das Lehrbeispiel dafür, warum man auf - nach den turbulenten Monaten verständlichen - Jubelmeldungen immer auch mit einem kritischen Auge blicken sollte. 2.413 Zulassungen bedeuten gegenüber 2025 ein Plus von 76,91 Prozent. Das klingt nach ordentlich Vortrieb und ist mit 1.049 zusätzlichen Fahrzeugen auch in absoluten Zahlen relevant, Stichwort Lagerabbau. Rein rechnerisch entspricht dieser Zuwachs knapp einem Viertel des gesamten Marktplus gegenüber 2025.


Der Haken steht in der Spalte 2024. Damals wurden noch 2.980 KTM zugelassen. Trotz des aktuellen Sprungs fehlen somit 567 Fahrzeuge beziehungsweise 19,03 Prozent. KTM arbeitet sich deutlich sichtbar aus dem Tief heraus. Auf dem Niveau von 2024 ist die Marke aber noch nicht.


BMW, Suzuki und Triumph: Stabilität hat verschiedene Gesichter

BMW liefert Zahlen, bei denen der Taschenrechner nicht ins Schwitzen kommt: 2.223, 2.271 und nun 2.284 Zulassungen. Das ergibt 0,57 Prozent Plus gegenüber 2025 und 2,74 Prozent gegenüber 2024. Während der Gesamtmarkt eine Senke durchfahren hat, blieb BMW vergleichsweise konstant. Wenig Drama kann wirtschaftlich durchaus angenehm sein.


Suzuki kommt nach 952 Zulassungen 2024 und 891 im Vorjahr nun auf 961 Fahrzeuge. Die aktuellen 7,86 Prozent Wachstum führen damit praktisch zurück zum Ausgangspunkt. Gegenüber 2024 beträgt das Plus neun Fahrzeuge. Schön, dass die Richtung wieder stimmt.


Triumph nimmt den umgekehrten Weg. Von 884 ging es zunächst auf 982 Zulassungen hinauf und nun auf 887 zurück. Das Minus von 9,67 Prozent gegenüber 2025 ist deutlich. Über zwei Jahre betrachtet bleiben allerdings drei zusätzliche Fahrzeuge. Triumph verliert den Zuwachs des Vorjahres fast vollständig, liegt aber weiterhin ungefähr dort, wo die Marke 2024 stand.


Rieju, Piaggio und Aprilia: Nur einer wächst in beiden Vergleichsschritten

Rieju fällt von 2.218 über 2.052 auf 2.016 Zulassungen. Das aktuelle Minus von 1,75 Prozent wirkt harmlos, der Abstand zu 2024 beträgt inzwischen aber 9,11 Prozent. Der Rückgang erfolgt in kleineren Schritten, die Richtung bleibt dieselbe.


Bei Piaggio stehen 943 Fahrzeuge und damit 1,51 Prozent mehr als 2025 in der Statistik. Das sind 14 zusätzliche Zulassungen. Gegenüber den 1.062 Fahrzeugen von 2024 fehlen weiterhin 119. Ein kleines Plus macht aus einem Zweijahresminus von 11,21 Prozent eben noch keine Trendwende zurück zum alten Volumen.


Aprilia hat deutlich mehr Anlass zur Freude. Die Marke wächst von 783 über 817 auf 1.016 Zulassungen. Damit stehen 24,36 Prozent Plus gegenüber 2025 und 29,76 Prozent gegenüber 2024 zu Buche. Kein bloßes Zurückarbeiten nach einem Einbruch, sondern Wachstum über beide Vergleichsschritte. Die vierstellige Zulassungszahl passt dazu.


Voge, CFMOTO und QJ: Hier verschieben sich die Gewichte

Voge steigt von 104 Zulassungen 2024 über 425 im Jahr 2025 auf 866 Fahrzeuge. Das bereits deutlich gewachsene Vorjahresvolumen wird nochmals mehr als verdoppelt. Gegenüber 2024 beträgt das Plus 732,69 Prozent. Natürlich hilft die kleine Ausgangsbasis beim imposanten Prozentwert. 762 zusätzliche Fahrzeuge innerhalb von zwei Jahren lassen sich aber auch ohne Prozentzeichen schwer wegdiskutieren.


CFMOTO lag 2025 mit 296 Zulassungen noch knapp unter den 315 Fahrzeugen von 2024. Der Sprung auf 858 Fahrzeuge geht nun weit über das Aufholen dieser Lücke hinaus. 189,86 Prozent Plus gegenüber 2025 stehen 172,38 Prozent Wachstum gegenüber 2024 gegenüber. Hier wurde nicht einfach ein schlechtes Vorjahr ausgebessert. Die Modell-Offensive beflügelt den chinesischen Hersteller mit Premiumanspruch.


QJ wächst ebenfalls über beide Zeiträume: von 108 über 191 auf 519 Fahrzeuge. Das ergibt 171,73 Prozent Plus gegenüber 2025 und 380,56 Prozent gegenüber 2024. Gemeinsam kommen Voge, CFMOTO und QJ inzwischen auf 2.243 Zulassungen. Vor zwei Jahren waren es 527.


Der Gesamtmarkt ist beinahe gleich groß geblieben. Diese drei Marken nehmen darin inzwischen deutlich mehr Platz ein. Die Statistik zeigt die Verschiebung klar, erklärt für sich alleine aber noch nicht deren Ursachen.


Ducati, Harley-Davidson und Kymco: Vom Aufholen bis zum echten Zuwachs

Ducati kommt nach 603 und 638 Zulassungen nun auf 618 Fahrzeuge. Das bedeutet 3,13 Prozent weniger als 2025, aber 2,49 Prozent mehr als 2024. Stabile Marktzahlen, ohne große Veränderungen.


Harley-Davidson legt gegenüber 2025 um 18,85 Prozent auf 498 Fahrzeuge zu. Das sieht zunächst erfreulich aus, nachdem im Vorjahr nur 419 Zulassungen erreicht wurden. Die 531 Fahrzeuge von 2024 bleiben allerdings außer Reichweite. Gegenüber damals fehlen 6,21 Prozent.


Kymco kann dagegen beide Vergleichsspalten vorzeigen. Von 287 über 298 geht es auf 394 Zulassungen. Das bedeutet 32,21 Prozent Wachstum gegenüber 2025 und 37,28 Prozent gegenüber 2024. Der aktuelle Sprung baut auf einem bereits leicht gewachsenen Vorjahr auf.


NIU und Stark : elektrische Vorzeigemarken stürmen Richtung Top 20 der beliebtesten Motorradmarken

NIU steigert von 140 über 226 auf 477 Zulassungen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Volumen mehr als verdoppelt, gegenüber 2024 beträgt das Plus 240,71 Prozent. In absoluten Zahlen sind es 337 zusätzliche Fahrzeuge innerhalb von zwei Jahren, NIU hat sich als klare Nummer 1 der reinen E-Hersteller eindeutig etabliert. Auch hier steckt hinter der großen Prozentzahl ein klar höheres Volumen.


Stark kommt auf 340 Zulassungen nach 173 im Jahr 2025. Das ergibt 96,53 Prozent Wachstum. Also eine Verdopplung, wir sind gespannt wohin die Reise 2027 geht.


Benda und Zontes: Starke Anstiege auch 2026

Benda steigert sich von 124 über 251 auf 303 Zulassungen. Nach der Verdoppelung im Vorjahr fällt der aktuelle Zuwachs mit 20,72 Prozent weniger spektakulär aus. Gegenüber 2024 bleiben allerdings 144,35 Prozent Wachstum. Das Volumen steigt weiter, nur das Tempo hat sich verändert, wobei man sagen muss, dass Modelle wie die Rock 707 und der 950er Cruiser mit V4 Motor einen sehr späten Marktstart 2027 haben und hier noch gar nicht erfasst sind.


Zontes wächst von 180 über 243 auf 289 Fahrzeuge. Das Plus beträgt 18,93 Prozent gegenüber 2025 und 60,56 Prozent gegenüber 2024. Die Marke legt damit in beiden Vergleichsschritten zu und wächst aktuell stärker als der Gesamtmarkt.


Husqvarna, Fantic, Moto Guzzi und Sherco: 2024 bleibt weit weg

Bei Husqvarna gibt es wenig Spielraum für freundliche Formulierungen. Auf 850 Zulassungen 2024 folgten 426 und nun 366 Fahrzeuge. Nach dem starken Rückgang im Vorjahr verliert die Marke weitere 14,08 Prozent. Gegenüber 2024 fehlen 56,94 Prozent des Volumens. Man merkt, dass der Konzern die Hauptmarke KTM aktuell stark im Fokus hat.


Fantic-Motor kann immerhin ein aktuelles Plus von 19,91 Prozent vorweisen. Die 277 Zulassungen bleiben aber deutlich unter den 414 Fahrzeugen von 2024. Über zwei Jahre beträgt das Minus 33,09 Prozent. Die Marke mit instabiler Vergangenheit holt auf, hat aber noch ein gutes Stück Weg vor sich.


Moto Guzzi steigt im Jubivon 252 auf 256 Fahrzeuge. Vier zusätzliche Zulassungen ergeben 1,59 Prozent Plus. Gegenüber den 353 Fahrzeugen von 2024 fehlen weiterhin 27,48 Prozent. Das ist zunächst eine Stabilisierung auf niedrigerem Niveau. Mehr darf man vielleicht 2027 erwarten, jetzt wo das neue Werk eröffnet hat.


Sherco fällt von 624 über 272 auf 231 Zulassungen. Das aktuelle Minus beträgt 15,07 Prozent, gegenüber 2024 fehlen 62,98 Prozent. Hier folgt auf einen bereits schwachen Vergleichszeitraum ein weiterer Rückgang.


Außerhalb der Top 30: Große Veränderungen, teilweise kleine Stückzahlen

Berücksichtigt werden weitere Marken mit mindestens 25 Zulassungen 2026 und einer Veränderung von mehr als 30 Prozent gegenüber 2025 oder 2024.


Wenig Einheiten - starke Veränderungen

Marke2024202520262026 zu 20252026 zu 2024
Brixton561215230+6,98 %-59,00 %
E.F.O163112214+91,07 %+31,29 %
Royal Enfield290278178-35,97 %-38,62 %
E Ride Pro052139+167,31 %n. b.
Peugeot442184135-26,63 %-69,46 %
EFUN188120116-3,33 %-38,30 %
Royal Alloy925126+404,00 %+1.300,00 %
Zero Motorcycles183998+151,28 %+444,44 %
Kove0697+1.516,67 %n. b.
Horwin1074494+113,64 %-12,15 %
TM Moto01082+720,00 %n. b.
Motron28716775-55,09 %-73,87 %
Gas Gas25374740,00 %-70,75 %
VMOTO101063+530,00 %+530,00 %
Terra Motorrad35211754-53,85 %-84,66 %
Moto Morini134852+8,33 %+300,00 %
Mangosteen333952+33,33 %+57,58 %
MV Agusta804037-7,50 %-53,75 %
Lambretta703335+6,06 %-50,00 %
Silence715535-36,36 %-50,70 %
Tianying3911433-71,05 %-15,38 %
Super Soco1125631-44,64 %-72,32 %
Benelli1106628-57,58 %-74,55 %
RFN0725+257,14 %n. b.
Segway9125+2.400,00 %+177,78 %

Horwin passt bestens zum Grundthema dieses Berichts: 113,64 Prozent Wachstum gegenüber 2025 klingen nach Durchbruch. Die 94 Zulassungen liegen trotzdem unter den 107 Fahrzeugen von 2024. Auch Brixton und Lambretta zeigen ein aktuelles Plus, während ihr Volumen über zwei Jahre stark gesunken ist. Gas Gas hält exakt die Vorjahreszahl, liegt damit aber auch oben ausgeführten Gründen 70,75 Prozent unter 2024.


Bei Royal Enfield, Peugeot, Motron, Terra Motorrad, MV Agusta, Silence, Super Soco und Benelli zeigen beide Vergleichsspalten nach unten. EFUN liegt ebenfalls in beiden Vergleichen zurück. Tianying verliert gegenüber dem hohen Vorjahreswert 71,05 Prozent, bleibt gegenüber 2024 aber bei einem wesentlich kleineren Minus von 15,38 Prozent. Auch ein kräftiger Rückgang braucht also Kontext.


Auf der anderen Seite stehen E.F.O, Royal Alloy, Zero Motorcycles, VMOTO, Moto Morini und Mangosteen mit Zuwächsen gegenüber beiden Vergleichsjahren. E Ride Pro, Kove, TM Moto und RFN wachsen deutlich gegenüber 2025; der Prozentvergleich mit 2024 scheitert jeweils an der Ausgangsbasis null.


Und dann wäre da Segway mit 2.400 Prozent Plus. Eine Zahl, die auf einer Präsentationsfolie vermutlich eine eigene Animation bekommt. In Fahrzeugen ausgedrückt geht es von einer auf 25 Zulassungen. Das Wachstum ist korrekt, die Größenordnung sollte man trotzdem dazuschreiben. Dasselbe gilt für Royal Alloy: 1.300 Prozent gegenüber 2024 bedeuten einen Anstieg von neun auf 126 Fahrzeuge.


Fazit: Zurück auf Kurs ist noch kein neuer Boom

Der österreichische Markt hat sich gegenüber 2025 deutlich erholt. Das ist erfreulich und muss nicht kleingeredet werden. Wer daraus einen neuen Boom macht, sollte allerdings erklären, warum 2026 weiterhin unter 2024 liegt.


Die interessantere Entwicklung findet innerhalb des Markts statt. Voge, CFMOTO, QJ, NIU und Talaria kommen zusammen auf 3.016 Zulassungen. 2024 waren es 744. Gegenüber 2025 liefern diese fünf Marken rechnerisch 1.800 zusätzliche Fahrzeuge und damit 41,51 Prozent des gesamten Nettozuwachses.


Andere Hersteller arbeiten sich erst zurück, halten ihr bereits erreichtes Niveau oder verlieren weiter. Ein allgemeines Marktplus macht diese Unterschiede nicht kleiner.


Die Branche darf sich über 2026 freuen. Sie sollte beim Anstoßen nur das Jahr 2024 nicht ganz vergessen.


Autor

Bericht vom 14.10.2026 | 3.866 Aufrufe

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