Testbericht Suzuki V-Strom 800 DE: Souveränes Universaltalent

5 Piloten fahren die Suzuki V-Strom 800DE

Die neue muss erstmal einsortiert werden! Die Suzuki V-Strom 800DE erweitert die V-Strom Palette und rührt die Reiseenduro Liga kräftig um. Sie fährt gut! Wie gut? Wir schickten gleich 5 Testpiloten um das zu klären!

Im Juli 2023 fand der Reiseenduro Vergleich statt, bei dem das MoHo Motorradhotel Deixelberger in Kärnten als Basis diente. In dieser Kategorie wurde auch die Suzuki V-Strom 800 DE getestet. Reden wir nicht um den heißen Brei herum - legen wir gleich los! Im Vergleich zu anderen Reiseenduros dieser Klasse wurde ein leicht erhöhter Verbrauch festgestellt. Zudem wirkte der Motor oben raus etwas schwach und der Windschutz für Kopf und Oberkörper könnte verbessert werden. Ein weiterer Kritikpunkt war das Fehlen einer IMU, was den Einstellbereich und die Präzision der Traktionskontrolle und des ABS einschränkte.

Trotz dieser Schwächen konnte die Suzuki V-Strom 800 DE mit vielen Stärken überzeugen. Das Getriebe erwies sich als hervorragend, und das Fahrverhalten war äußerst stabil. Der breite Endurolenker sorgte für eine prächtige Handhabung, und der Einstellbereich des Fahrwerks erwies sich als sehr praxistauglich. Die Gesamterscheinung des Motorrads war robust, und die Kupplung sowie die Schalter wirkten robust und gut dosierbar. Die Bremse war angenehm dosierbar, und der Quickshifter funktionierte einwandfrei. Die Sitzbank war äußerst komfortabel, und das Fahrwerk erwies sich als gut.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Suzuki mit der neuen V-Strom 800 DE ein wunderbares Universaltalent geschaffen hat. Das Motorrad präsentiert sich eigenständig und punktet in nahezu allen relevanten Bewertungskriterien. Es wirkt robust, modern und gut durchdacht. Besonders gut steht ihm die gelbe Lackierung, die dem Motorrad das Maß an Coolness verleiht, das es verdient. Mit einem Hubraum von 776 ccm, einer Leistung von 83 PS und einem Drehmoment von 78 Nm bietet die Suzuki V-Strom 800 DE technische Daten, die sich in der Praxis sehr gut dimensioniert anfühlen.

Suzuki V-Strom 800 DE - Fahreindrücke

Das Fahrverhalten der Suzuki V-Strom 800 DE wurde intensiv getestet und lieferte das Testprotokoll interessante Ergebnisse. Die Dosierbarkeit der vorderen Bremse erwies sich als angenehm und die Wirkung der Bremse als gut. In Bezug auf die Schräglagenfreiheit und das Fahrverhalten zeigte die V-Strom 800 DE eine gute Performance. Das Motorrad erwies sich als stabil in schnellen Kurven und das Handling in engen Kurven wurde durch den breiten Lenker als handlich wahrgenommen, obwohl das Motorrad grundsätzlich sehr stabil war. Bei Wechselkurven wirkte die V-Strom 800 DE stabil, aber der breite Lenker verlieh ihr dennoch eine gewisse Agilität.

Die Stabilität beim Bremsen und auf der Autobahn wurde als sehr gut bewertet, und das Grundsetup des Fahrwerks erwies sich als sehr weich und komfortabel. Doch auf Anpassungen beim Setup reagierte das Fahrwerk sofort und der Einstellbereich vom Fahrwerk präsentierte sich praxistauglich und breit. Das Schaltverhalten und das Getriebe sowie der Quickshifter wurden als sehr gut empfunden. Die Anti-Hopping-Funktion der Kupplung erhielt ebenfalls gute Bewertungen.

Das Ansprechverhalten des Motors zeigte eine große Spreizung der unterschiedlichen Riding-Modi, wobei der A-Modus scharf und die B- und C-Modi weicher waren. Oben raus wirkte der Motor etwas lahm, aber im unteren Drehzahlbereich zeigte er eine gute Durchzugskraft. Die Leistung des Motors wurde als praxistauglich beurteilt, und im Schiebebetrieb verhielt sich der Motor vorbildlich.

Die Regelung der Traktionskontrolle erhielt gute Bewertungen, obwohl das Fehlen einer IMU die Perfektion des Systems einschränkte. Die Einstellmöglichkeiten der Traktionskontrolle wurden ebenfalls als gut bewertet, obwohl der fehlende IMU einen breiteren Einstellbereich verhinderte.

Suzuki V-Strom 800 DE - Erfahrungen in der Praxis

Die Suzuki V-Strom 800 DE erwies sich in Bezug auf die Praxistauglichkeit als äußerst benutzerfreundlich. Obwohl die Tasten nicht hinterleuchtet waren, war die Haptik der Schalter gut und ihre Erreichbarkeit wurde als gut empfunden. Die Bedienlogik des Motorrads war sehr einfach und intuitiv.

Der Komfort der V-Strom 800 DE wurde ebenfalls positiv bewertet. Die Sitzhöhe und Ergonomie waren angenehm, und der Kniewinkel wurde als gut empfunden. Der Windschutz im Rumpfbereich erwies sich als sehr gut, und das Windschild war einstellbar, wenn auch mit Werkzeug. Es wurden keine Verwirbelungen spürbar, obwohl der Windschutz für große Piloten im Kopfbereich nicht vollständig war. Der Wetterschutz für Hände, Beine und Rumpf wurde als gut und praxistauglich eingestuft.

Das Fahrwerk der V-Strom 800 DE bot einen hohen Komfort, und die Sitzbank wurde als ausgezeichnet bewertet. Die breite Sitzbank und die Sitzposition waren besonders für große Piloten sehr angenehm.

Bei der Kupplung wurde eine relativ hohe Handkraft festgestellt, obwohl die Dosierbarkeit als gut empfunden wurde. Die Haptik der Kupplungshebel wurde ebenfalls als gut bewertet, obwohl sie nicht einstellbar waren. Insgesamt erwies sich die Suzuki V-Strom 800 DE als praxistaugliches Motorrad, das Komfort, Bedienbarkeit und Wetterschutz bietet.

Suzuki V-Strom 800 DE - Was muss noch besser werden?

Obwohl die Suzuki V-Strom 800 DE viele positive Eigenschaften aufweist, gibt es dennoch Bereiche, in denen Verbesserungen möglich wären. Ein Aspekt, der hervorgehoben wurde, ist die Drehzahlreserve des Motors. In bestimmten Situationen könnte die V-Strom 800 DE von mehr Drehzahlreserven profitieren, um einfach mehr ins Herz zu fahren. Darüber hinaus wurde beim Test oft angemerkt, dass die Integration einer IMU möglicherweise von Vorteil wäre, um die Fahrhilfen noch sensibler abstimmen zu können. Eine IMU würde es ermöglichen, die Traktionskontrolle und andere Assistenzsysteme präziser und effektiver einzusetzen. Diese potenziellen Verbesserungen könnten dazu beitragen, dass die V-Strom 800 DE in einem Vergleichstests noch besser abschneidet.

Suzuki V-Strom 800 DE - Ausstattung und Features

Die Suzuki V-Strom 800DE ist mit einem 2-Zylinder-Reihenmotor ausgestattet, der einen Hubraum von 776 ccm aufweist. Die Bohrung beträgt 81 mm, während der Hub bei 62,6 mm liegt. Die Maschine liefert eine Leistung von 83 PS bei 8500 U/min und ein Drehmoment von 78 Nm bei 6800 U/min. Der Rahmen besteht aus Stahl, und der Lenkkopf weist einen Winkel von 62° und einen Nachlauf von 114 mm auf. Die Vordergabel hat einen Durchmesser von 43 mm und einen Federweg von 220 mm. Die Einstellmöglichkeiten umfassen Zugstufe, Druckstufe und Federvorspannung. Das Federbein stammt von Showa und bietet ebenfalls einen Federweg von 220 mm sowie Einstellmöglichkeiten für Zugstufe, Druckstufe und Federvorspannung über ein Handrad. Die vordere Bremse verfügt über einen Bremsscheiben-Durchmesser von 310 mm und stammt von Nissin. Die Reifen haben die Größe 90/90-21 vorne und 150/70-17 hinten. Der Radstand beträgt 1570 mm, während die Sitzhöhe mindesten 855 mm beträgt. Der Tank hat ein Fassungsvermögen von 20 Litern. Das fahrbereite Gewicht laut Werk beträgt 230 kg, während das gewogene Gewicht vollgetankt 236 kg beträgt (mit massiven Sturzbügeln). Die V-Strom 800DE ist für die Führerscheinklassen A2 und A zugelassen. Die Reichweite laut Werk wird mit 454 km angegeben, und der Verbrauch laut Werk beträgt 4,4 l/100 km. Der gemessene Verbrauchswerte beim Test beläuft sich auf 5,39 l/100 km.

Die Suzuki V-Strom 800 DE, bietet eine umfangreiche serienmäßige Ausstattung. Dazu gehören ein USB-Anschluss im Cockpit, eine Anti-Hopping-Kupplung und ein Ride-by-Wire-System. Der Schaltassistent ermöglicht ein einfaches und schnelles Schalten, während der Blipper ein sanftes Herunterschalten ermöglicht. Das 5-Zoll-TFT-Display liefert klare Informationen, und die Serviceintervalle liegen bei 12.000 km. Die V-Strom 800 DE bietet verschiedene Motor- und Traktionskontrolleinstellungen sowie ABS-Optionen für unterschiedliche Fahrsituationen. Das Motorrad verfügt über einen neuen Parallel-Zweizylinder-Motor mit einer Leistung von 84 PS und einem maximalen Drehmoment von 78 Nm. Das Fahrwerk bietet lange Federwege und eine hohe Bodenfreiheit. Die elektronischen Features umfassen auch einen Quickshifter, der das Schalten erleichtert. Mit einem Preis von 11.500 Euro in Deutschland, 12.790 Euro in Österreich und 11.895 CHF in der Schweiz bietet die Suzuki V-Strom 800 DE eine gute Ausstattung und Features für Reise- und Offroad-Abenteuer.

Die Suzuki V-Strom 800DE beim Reiseenduro Vergleich 2023
Die Suzuki V-Strom 800DE beim Reiseenduro Vergleich 2023

Im Vergleich zum Vorgänger

Die Suzuki V-Strom 800 DE präsentiert sich als grundlegend neues Motorrad und positioniert sich zwischen der V-Strom 650 und der V-Strom 1050 DE. Im Vergleich zu beiden Vorgängermodellen wirkt die V-Strom 800 DE moderner und zeitgemäßer. Obwohl sie im Vergleich zur größeren Schwester kein IMU-System besitzt, verfügt sie über ein modernes Aggregat und bietet für das Jahr 2023 ein stimmiges Gesamtkonzept.

Die Suzuki V-Strom 800 DE erweist sich als souveränes Universaltalent, das ein hohes Maß an Fahrkomfort bietet, ohne dabei langweilig zu wirken. Ihre Alltagstauglichkeit ist beeindruckend und sie kann zurecht als echtes Universaltalent bezeichnet werden. Der geilste Moment während des Tests war die Präsentation des Gesamtergebnisses der 1000PS Wertungstabelle. Die V-Strom mag zwar keine spektakulären Werte vorweisen, schnitt aber insgesamt sehr gut ab. Sie sammelte in vielen Bereichen viele Punkte und Suzuki hat hier punktgenau abgeliefert. Die V-Strom hat im Test sehr positiv überrascht und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Alternativen zur Suzuki V-Strom 800 DE

Als Alternative zur Suzuki V-Strom 800 DE gibt es verschiedene Motorradmodelle, die in Betracht gezogen werden können. Die Aprilia Tuareg 660 bietet eine Leistung von 80 PS und ein Drehmoment von 70 Nm bei einem Hubraum von 659 ccm. Sie wiegt vollgetankt 205,5 kg und ist in Deutschland für 11.999 Euro erhältlich. Die Honda XL 750 Transalp hingegen bietet 92 PS Leistung und 75 Nm Drehmoment bei einem Hubraum von 755 ccm. Ihr Gewicht beträgt 211 kg und der Preis in Deutschland liegt bei 10.890 Euro. Die KTM 790 Adventure punktet mit 95 PS Leistung und 88 Nm Drehmoment bei einem Hubraum von 799 ccm. Sie wiegt vollgetankt 216 kg und kostet in Deutschland 11.474 Euro. Die Yamaha Tenere 700 bietet 73,4 PS Leistung und 68 Nm Drehmoment bei einem Hubraum von 689 ccm. Ihr Gewicht beträgt 219 kg und der Preis in Deutschland liegt bei 11.374 Euro.

5 Reiseenduros im Vergleich

Beim Test fuhren wir insgesamt 5 Motorräder im direkten Vergleich: Die KTM 790 Adventure, die Honda Transalp 750, die Suzuki V-Strom 800 DE, die Yamaha Tenere 700 und die Aprilia Tuareg 660. Fünf 1000PS Testpiloten füllten unabhängig voneinander ihre Testprotokolle aus. Die Kategorien im Testprotokoll umfassen Aspekte wie Motor-Komfort und Dosierung, Drehfreudigkeit des Motors, Durchzug, Motorleistung, Getriebe, Quickshifter, Kupplung, Regelung der Traktionskontrolle, Einstellmöglichkeiten der Traktionskontrolle, Qualität der Schalter und Logik der Bedienelemente. Zudem wurden Aspekte wie Offroad-Fähigkeiten, Stabilität, Handling, Präzision, Fahrwerk-Qualität und Einstellbereich, Bremse Dosierbarkeit und Wirkung, Verbrauch, Windschutz-Wirkung und Einstellbereich, Sitzbank-Komfort sowie die Ergonomie im Offroad- und Onroad-Bereich bewertet. Jeder Testpilot hat seine individuelle Bewertung abgegeben, die dann zu einem Durchschnittswert für jede Kategorie und schließlich zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt wurde.

Im direkten Vergleich mit den anderen Enduros schnitt die V-Strom in sehr folgenden Bereichen überdurchschnittlich gut ab: Getriebe, Stabilität, Fahrwerk Einstellbereich, Kupplung, Qualität Schalter, Bremse Dosierbarkeit, Quickshifter, Sitzbank, Fahrwerk Qualität, Logik Bedienlemente, Motor Komfort und Dosierung, Präzision, Motor Durchzug.

In folgenden Bereichen wurde sie etwas unterdurchschnittlich bewertet: Offroad Fähigkeiten, Einstellmöglichkeiten Traktionskontrolle, Windschutz Wirkung und Einstellbereich, Drehfreudigkeit Motor. Verbrauch

5 Reiseenduros im Vergleich
5 Reiseenduros im Vergleich

Blick hinter die Kulissen

Ein besonderer Dank geht an den MoHo Gasthof Deixlberger, der uns als hervorragende Unterkunft für unsere Motorradtouren gedient hat. Ihr Engagement für Motorradfahrer und ihre erstklassige Gastfreundschaft haben unseren Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Wir haben auf Calimoto einen groben Überblick über die gefahrene Strecke für euch. Allerdings sind hier die Offroadpassagen nicht mit inkludiert. Die Smartphones haben wir mit den Halterungen von Quadlock montiert.

Ein weiterer Dank geht an HJC für die rasche Lieferung des Touren-Klapphelms HJC RPHA 91. Wir genossen den tollen Komfort und die leichtgängige Klappmechanik sehr.

Weniger Gepäck, trotzdem kein Gestank! 1000PS vertraut auf Bamigo.

Beim Test verwendeten wir Tankrucksäcke von Hepco & Becker.

Treue Begleiter beim Reiseenduro Test 2023: HJC RPHA 91
Treue Begleiter beim Reiseenduro Test 2023: HJC RPHA 91

Die 1000PS Crew beim Test

Die 1000PS Crew beim Test
Die 1000PS Crew beim Test
Praktisch: Der neue Hepco & Becker Tankrucksack für die V-Strom 800 DE
Praktisch: Der neue Hepco & Becker Tankrucksack für die V-Strom 800 DE

Preisvergleich Reiseenduros 2023

Fazit: Suzuki V-Strom 800DE 2023

Suzuki hat mit der neuen V-Strom 800 DE ein wunderbares Universaltalent hingelegt. Sie präsentiert sich eigenständig und punktet in nahezu allen relevanten Bewertungskritieren. Sie wirkt robust, modern und gut durchdacht. Die gelbe Lackierung steht ihr besonders gut. Die spendiert ihr jenes Maß an Coolness das dieses Motorrad verdient.


  • Tolles Getriebe
  • Sehr stabiles Fahrverhalten
  • prächtier breiter Endurolenker
  • sehr praxistauglicher Einstellbereich vom Fahrwerk
  • Robust Gesamterscheinung
  • Gut dosierbare Kupplung
  • Schalter wirken robust
  • Angenehm dosierbare Bremse
  • guter Quickshifter
  • sehr komfortable Sitzbank
  • Gutes Fahrwerk
  • Im Vergleich mit anderen Reiseenduros dieser Klasse leicht erhöhter Verbrauch
  • Motor wirkt oben raus etwas schwach
  • Windschutz für Kopf und Oberkörper könnte besser sein
  • keine IMU - dadurch sind dem Einstellbereich und der Präzision der Traktionskontrolle und dem ABS Grenzen gesetzt

Bericht vom 11.09.2023 | 26.327 Aufrufe

Empfohlene Berichte

Pfeil links Pfeil rechts