Suzuki RM-Z 450 Test in Bitche

Suzuki RM-Z 450 Test in Bitche

Neue Geometrie

Suzuki brachte 2005 ihre erste RM-Z450 auf den Markt, für 2008 brachten die Gelben als erstes überhaupt eine elektronische Einspritzung und dann wurde es etwas still um die MX1 Waffe! Bis 2017 waren leider keine wirklich einschneidende Entwicklungsschritte mehr erkennbar und das ist bei der 2018 RM-Z450 nicht mehr der Fall!

Das ganze Chassis zeigt sich von Grund auf neu konzipiert. Rahmen, Schwinge, Rahmenheck, Airbox und die Sitzbank sind komplett neu und das kann man an der TankSitzbank-Line an der neuen RM-Z450 gegenüber den zehn Modelljahren davor gut erkennen!

Bessere Beweglichkeit

Neben einer veränderten Geometrie besitzt die 2018 RM-Z450 eine andere Struktur der Rahmenzüge, was beim fahren die Präzision verbessert und zugleich den Komfort beim Fahren optimiert hat. Das Handling und Balance wurde durch Gewichtseinsparung optimiert. Der Radstand verkürzt und die Sitzhöhe leicht erhöht. Das Lenk-Kopfrohr ist zehn Millimeter zurück und die Lenkerposition sieben Millimeter nach vorne gerückt. Das Bike spürt sich durch diese Maßnahmen nicht nur schmaler an, sondern lässt sich in allen Belangen besser bewegen.

Für ein gutes Chassis ist natürlich auch ein gutes Fahrwerk wichtig und da gehen die Gelben wieder in die richtige Richtung, zurück zur konventionellen Closed-Catridge-Gabel. Erstens ist die Handhabung leichter und zweitens funktioniert sie wieder sehr gut! Natürlich muss sich jeder Fahrer das Bike auf seine Bedürfnisse abstimmen und einstellen.

Fakt ist, in jedem Gabelholm befindet sich wieder eine Gabelfeder. Aus dem Hause Showa stammenden vorderen Federungselement wurde der Durchmesser Innen- als auch der Außenrohre erhöht. Die Gabel hat ein sehr schönes Ansprechverhalten! Leider hat es in Bitche Frankreich über Nacht sehr geregnet und die Strecke war dadurch etwas aufgeweicht, von da wäre ein Test auf hart Boden noch interessant!

Updates beim Motor

Im Gegensatz zum Chassis ist der Motor nicht komplett neu. Dieser ist zum Vergleich zum Vorjahr lediglich mit einigen Updates versehen. Von der neuen Airbox strömt die Luft nun gerader ins komplett neue Mikuni- Drosselklappengehäuse, das nun einen Durchmesser von 44 Millimetter aufweist. Darin wird der Kraftstoff nun von unten nach oben gespritzt, so das die Drosselklappe direkt getroffen wird. Das ganze passiert mit der neuen Kraftstoffpumpe nun mit einem um 17 Prozent erhöhten Einspritzdruck.

Neu bearbeitet sind die Einlasskanäle am Zylinderkopf, damit im Zylinder das Kraftstoff Luftgemisch besser verteilt wird. Einlassnockenwelle wurde mit anderen Steuerzeiten versehen und die Elektronik auf der ECU verändert. Die ECU selber rechnet schneller und ein Update für das Suzuki Holeshot Assist Control (S-HAC)-System ist ebenfalls vorhanden, damit die Starts auf rutschigen Untergrund besser funktionieren. Kolben wurde mit einem zusätzlichen Steg versehen, damit die Haltbarkeit nicht beeinträchtigt wird.

Fazit: Suzuki RM-Z450

Die Suzuki RM-Z 450 ist von der Balance Handlicher geworden, dadurch agiler und mehr Spaß. Motor ist von der Gasannahme sehr spontan und daher etwas aggressiv, was wir mit einem Stecker Plug- System für die ECU um einiges verbesserten. Fahrwerk hat vor Ort sehr schön angesprochen und gearbeitet.

1
Vorteile
  • Handling
  • Balance
  • Fahrwerk
1
Nachteile
  • Einstellmöglichkeiten für ECU

Bericht vom 31.07.2017 | 3.626 Aufrufe

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