Motorrad-Quartett: BMW F 800 GS Test

Motorrad-Quartett: BMW F 800 GS Test

4 Fahrer, 1 Motorrad. Die 1000PS-Redaktion testet

Das 1000PS Motorrad Quartett: 4 Fahrer, 10 Motorräder. K.OT, NastyNils, Vauli und Zonko fahren die Bikes der Roadshow on Tour 2016.

Husqvarna 701 Supermoto, Aprilia V4 1100 R, Triumph Speed Triple…Wenn man an einem Tag ziemlich viele ziemlich leiwande, aber im Alltag nur bedingt „nützliche“ Motorräder fährt, vergisst man fast, dass es auch die nützlichen, die zweckorientierten geben muss und bemerkt nach kurzer Zeit, dass auch diese Spaß machen.

Wildkatze greift GS an

Spaß machen sie vor allem deshalb, weil sie ein sehr breites Einsatzspektrum abdecken, im Falle der BMW F 800 GS reicht dieses von der A1 bis nach Zentralafrika. Ausgestattet mit einem 21“ Reifen vorne, einer Sitzhöhe von 880 mm (Sonderaustattung von 820 bis 920 mm möglich) und Federwegen von 230 und 215 mm kann die GS ihr Werbeprospektversprechen in der Wildnis auch halten. Dort hat sie nur einen natürlichen Feind: Tiger 800.

Triumph hat seine beiden Tiger, die es als 800er und 1200er in insgesamt 14 Ausführungen gibt, gezüchtet und scharf gemacht, um auf die beiden deutschen Schäferhunde loszugehen. Die große GS ist durch ihre jahrzehntelange Weiterentwicklung beinahe unantastbar, doch die kleine Tiger ist der F 800 GS dicht auf den Fersen, wenn nicht sogar eine Schrittlänge voraus. Das sehen manche so, manche so und es kommt stark darauf an, ob man einen Drei- oder Reihenzweizylinder bevorzugt.

85 PS bei 214 kg vollgetankt

Mit 85 PS ist die GS ordentlich motorisiert, mit 214 kg Leergewicht angenehm leicht. Ein Reise- und Abenteuermotorrad könnte aber mehr Tankvolumen als 16 l vertragen. Die kleine GS ist nicht nur ein treuer Begleiter im Alltag, sondern dehnt bei entsprechender Ausstattung auch die Dauer der Motorradsaison deutlich aus.

Nicht nur Pflichterfüller

Was so klingt, als würde die GS einfach brav ihre Pflicht erfüllen, macht deshalb so viel Spaß, weil sie sehr einfach zu fahren ist und schnell ein Vertrauensverhältnis zum Fahrer aufbaut. Man hat nach kurzer Zeit den Umgang mit ihr verstanden und kann eine sportliche Fahrweise mit einem hohen Sicherheitsgefühl verbinden.

Es zieht einen förmlich ins Gelände, wobei echte Hardenduro-Erde nicht zu ihrem Repertoire gehört. Aber das milde Abenteuer abseits befestigter Straßen und Verkehrsschilder sollte man sich und seiner vielseitigen Begleiterin unbedingt gönnen, denn erst so lernt man ihre Qualitäten richtig kennen.

Siebenkämpferin

Man könnte auch mit einem 50 Kubik Roller um die Welt und mit einem Cruiser auf der Rennstrecke fahren, braucht für einen Schotterweg keine Stollenreifen und für den Herbst keine Sitzheizung. Aber es ist schon ein großer Vorteil, wenn ein Motorrad nicht nur eins kann. Und die F 800 GS ist definitiv eine talentierte Siebenkämpferin.

Motorrad-Quartett 2016: Alle Berichte

Bericht vom 27.06.2016 | 15.860 Aufrufe

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