Endurovergleich 450

KTM, GasGas, Husky und Husaberg im Clinch. Bei allerfeinstem Dreckswetter wurden die 4-Takt 450er ordentlich durch den Fleischwolf gedreht. Andauernder Regen, ein Profi, ein Amateur und ein Anfänger als Tester.


1000PS Endurotest
4 x 450

 

Eigentlich wollten wir ja mit den 4 Enduros auf die feine Enduro-Strecke nach Nagycenk fahren. Die Mopeds waren getankt, die Körper gestählt und Cimple Moritz stand mit der Video-Cam bereit. Doch das Wetter machte uns einen mächtigen Strich durch die Rechnung. Deshalb wichen wir mit den 4 Enduro Mopetten auf die wetterfeste Sand-Cross Strecke bei Ivan (nähe Simasag) aus. Nicht das perfekte Terrain für die Enduro-Abstimmung der Bikes, aber ein echtes Offroad Eisen muss in jeder Umgebung bestehen. Auch bei Enduro-Rennen hat man teilweise harte MX-Prüfungen dabei. Für den Enduro-Profi Hippi waren auf der MX-Strecke dann klarerweise alle Fahrwerke zu weich. Für Nudelbiker ist ein weicheres Fahrwerk auch auf der MX-Strecke kein Nachteil. So halten die Unterarme wenigstens für 5 und nicht nur für 3 Runden.
 

Die Gaststars:

Damit wir auch 2 Leute mithaben die etwas von ihrem Fach verstehen sind diesmal Norbert Hippmann (Hippi) als schneller Testpilot und Cimple Moritz als schneller Kameramann mit dabei.

Damit man auf den Videos auch etwas zu lachen hat sind der übermotivierte NastyNils und der untermotivierte meXXLa mit dabei. NastyNils erkennt ihr an der dichten Schlammpackung, meXXLa am verhaltenen Fahrstil.

Aber noch ist kein Stern vom Himmel gefallen.
Mit etwas Training ist da noch einiges drinnen.
 


 

links: der aus der Hobbyschmuddelfilmdreherszene bekannte Cimple Moritz
rechts: der aus der Endurogasgriffdrehszene bekannte Hippi.

Video Download:

Erstmals bieten wir hier auf 1000PS zu einer Story auch ein Video an. Möglich gemacht hat dies der Video-Freak Cimple Moritz von Einefetza.com. Es ist unser erstes Video - also nicht zu streng sein mit dem peinlichen Moderator. Entschuldigt auch die Regentropfen auf der Linse! Es hat den ganzen langen Tag lang ordentlich geschifft. In jeder anderen Branche hätten wir 200% Schmutzzulage kassiert.

450er Test: Reichlich Action und schnelle Anlieger, arges Schlammgemetzel.  DOWNLOAD  (ca. 19,8 MB)

Interview - Hippis Vergleich: Aufschlussreiche Interviews von Nils und Hippi 
DOWNLOAD  (ca. 29,3 MB)

 

NastyNils berichtet: Die Anreise

Ich hasse es mit Anhänger zu fahren! Besonders in Ungarn ist der Hänger während der Fahrt mehr in der Luft als am Boden. Extrem unfähig bin ich jedoch beim Zurückschieben. Die Anhänger (ein Anhänger muss einfach weiblich sein, denn Sie macht einfach was sie will) ist bei mir nicht erst einmal nach einem missglückten Retour-Manöver die Böschung runter gerutscht.

Deshalb hab ich dieses Jahr schwer investiert und für 1000PS einen neuen Lastesel angeschafft. Ein Fiat Scudo mit langem Radstand ist auch mit dem bescheidenen 1000PS Budget zu finanzieren und schluckt problemlos 2 Enduros. Doch auch hier ist das Zurückschieben mit den Spiegeln eine echte Qual. Doch der ultimative Kick ist das Fahren mit Scudo PLUS Anhänger. 4 Enduros fanden Platz am 1000PS Sattelzug und es grenzt an ein Wunder, dass wir keinen Blechsalat servierten. Liegt vermutlich daran, dass ich vorm Zurückschieben immer den Anhänger abgehängt habe...

 

HUSABERG FS450

Dass die Husaberg Modelle seit dem letzten Modelljahr in Mattighofen gebaut werden, merkt man an Anbauteilen, Armaturen und sonstigen Kleinteilen am Bike. Das dies kein Nachteil ist, sieht man an dem ultrafeinen Bordcomputer mit digitalem Tacho, Stoppuhr und weiteren nützlichen Funktionen. Das edle Teil kommt aus dem KTM Regal und verkörpert den "Ready to Race" Gedanken perfekt. An der Husaberg wurde dieser Gedanke noch etwas weiter gedacht. Am ganzen Motorrad hat man das Gefühl "da ist kein Gramm zuviel". Sogar das Design der "Berg" wirkt so als hätte man da wie dort ein paar Details weggespart. Zum Beispiel beim Gitterrahmen im Heck oder bei der radikalen Lösung zum Thema Luftfilterkastenabdeckung. In Österreich gibt es mittlerweile auch ein einigermaßen dichtes Händlernetz für die Individualisten-Bikes aus Schweden ähhh Mattighofen. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass Husaberg von KTM irgendwie an der kurzen Leine gehalten wird. Ich hoffe KTM dreht der kleinen Marke nicht den Geldhahn ab. Wäre schade darum! Schon alleine wegen der bärenstarken 650er Husaberg. Sowas traut sich kein 2. Hersteller zu bauen. Ein echtes PS Monster mit Leistung und Drehmoment ohne Ende.

meXXLa: "Als totales Nudelauge auf der Motocrosspiste ist mir natürlich die perfekte Stabilität im argen Gatsch sehr entgegen gekommen, selbst bei wildester Nudlerei hält die Husaberg eine leiwande Linie. Leistungsmässig kann ich eigentlich nicht viel sagen, die Reserven habe ich bei keinem der Eisen richtig ausgenutzt. Optisch finde ich die Husaberg wirklich Top - das "reduziere auf des minimale" Design kommt sehr gut rüber."

NastyNils: "An der Husaberg hat mir der superbe Geradeauslauf im tiefen Boden sehr getaugt. Auch wenn man nicht perfekt auf Zug bleibt, hält das Vorderrad sauber die Linie im tiefen Sand. Vor allem für nicht so versierte Enduristen ein echter Vorteil. "

Hippi: "Bärenstarker Motor in einem feinen Enduro-Moped. Geradeauslauf und Stabilität waren bei dem tiefen und schweren Sand sehr gut."




 

Technische Daten HUSABERG FS450

Motor: flüssiggekühlter Einzylinder - Viertakt Motor
Bohrung/Hub: 100x57,20mm
Hubraum: 449ccm
Vergaser: Keihin MX FCR 39
Antrieb: X-Ring Kette 16:40
Getriebe: Sechsgang
Rahmen: Chrom Molybdän
Radstand: 1490mm
Gabel: WP 4860MA
Federweg vorne: 295mm
Federbein: WP 5018 PDS
Federweg hinten: 320mm
Räder vorne/hinten: 1,60x21" / 2.15x18"
Reifen vorne/hinten: 90/90-21" / 140/80-18"
Bremse vorne: Brembo - Zweikolben Scheibenbremse, 260mm
Bremse hinten: Brembo - Einkolben Scheibenbremse, 220mm
Tankinhalt: 9l
Sitzhöhe: 930mm
Leergewicht: 113kg

Preis: 8.549,-


Related Husaberg Links

GASGAS FSE 450

Die Legende der Marke GasGas lebt im deutschsprachigem Enduroraum hauptsächlich von den grandiosen Chris Pfeiffer Siegen am Erzberg. Vor allem im 2-Takt Bereich hat die GasGas im Offroad-Fahrerlager mittlerweile Popularität erreicht. Mit dem elektronischen Einspritzung beim 4-Takter ist GasGas vermutlich ein bis zwei Jahre zu früh in die Serienproduktion gegangen. In vergangenen Jahren hatten 450er Gas Gas Piloten mit ihren Motorrädern leider einige Probleme - einige Fans wurden vergrault. Doch seit dem Modelljahr 2004 hat man die Sache mit dem neuen Motor im Griff und die Qualitäten des Einspritzer-Motors schätzt man sofort beim Anstarten. Alle 4 Enduros standen vor dem Test bei teilweise Minus-Graden 2 Wochen lang im Keller und wurden bei +8 Grad direkt an der Strecke zum Leben erweckt. Bei der GasGas drückten wir einfach das Knopferl und der Motor lief so als wäre er schon seit Stunden munter. Bei den anderen Bikes mussten wir erst das bekannte Spiel mit Choke und kurzen Gasstößen treiben ehe die Bikes nach einigen Minuten einen runden Motorlauf hatten.

GasGas verbaut an den Enduroeisen herrliche Fahrwerkskomponenten. An der FSE 450 wurde vorne eine Marzocchi USD-Gabel mit schwarz beschichteten Standrohren und hinten ein Öhlins-Monoshock montiert. Auch bei der Kupplung hat man zu einem besonders hochwertigen Teil gegriffen. Das Teil ist so sensibel und leicht zu bedienen wie eine Trial-Kupplung aus dem Hause GasGas.

meXXLa: "Sehr in Ordnung ist für mich als fauler Sack die Einspritzung, kein Herumgefummel am Choke und Gasgriff, einfach starten und los. Zum Fahren bin ich eigentlich nicht gekommen, der Nils hat die Gas so arg im Schlamm versenkt das das ganze Moped eine einzige Schlammpartie war und man zum betätigen des Gasgriffes Hände wie Klodeckel gebraucht hätte."

NastyNils: "An der GasGas gefiel mir die saubere Gasannahme und die weiche Leistungsentfaltung. Bei den miesen Bedingungen kein Nachteil. Im Kurveneingang hab ich mir mit der GasGas jedoch etwas schwer getan das Bike auf Linie zu halten."

Hippi: "Seidenweicher Motor - leistungsmäßig vom Gefühl her etwas unter den anderen 3 Kandidaten. Auf dem sandigen Terrain wirkte das Bike etwas kopflastig."

 

Technische Daten GASGAS FSE 450

Motor: Flüssigkeitsgekühlter Einzylinder Viertaktmotor, mit Ausgleichswelle, E-Starter und Kickstarter, zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile, Tassenstößel, Trockensumpfschmierung 1,2 Ltr.
Bohrung/Hub: 95,0 * 62,6 mm
Hubraum: 443ccm
Motormanagement: Saugrohreinspritzung Ø 42 mm, mit elektronischem Motormanagement von Magneti Marelli
Antrieb: Primär- Sekundärantrieb: Gerade verzahnte Räder / O-Ring Kette 5/8" * 1/4"
Getriebe: Klauengeschaltetes Sechsganggetriebe
Rahmen: Deltabox Chrommolybdän- Stahlrahmen mit doppeltem Unterzug
Radstand: 1480mm
Gabel: Marzocchi 45 mm USD Telegabel, Zug- und Druckstufe mehrfach einstellbar, geschmiedete Gabelbrücken
Federweg vorne: 295mm
Federbein: Leichtmetall- Schwinge mit progressivem GAS GAS System und Öhlins Federbein mit Ausgleichsbehälter, Dämpferdruck- und Zugstufe mehrfach, Federvorspannung stufenlos einstellbar
Federweg hinten: 320mm
Räder vorne/hinten: Drahtspeichenräder mit Alu- Felgen, 1,60 * 21" / 2,15 * 18"
Reifen vorne/hinten: 90 / 90 - 21" ; 140 / 80 - 18"
Bremse vorne: Hydraulische Nissin Zweikolben- Scheibenbremse Ø 260 mm, Sattel schwimmend gelagert
Bremse hinten: Hydraulische Nissin Einkolben- Scheibenbremse Ø 220 mm, Sattel schwimmend gelagert
Tankinhalt: 6,5l
Sitzhöhe: 960mm
Leergewicht: 122kg

Preis: 8.395,- Euro


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HUSQVARNA TE 450

Husqvarna hat ein paar harte Jahre hinter sich. Die gesamte Cagiva Gruppe in welche Husqvarna eingegliedert ist, war quasi pleite. Die Modellentwicklung stand still und die Offroad- und Supermoto Fahrer der ehemals schwedischen Marke waren schwer verunsichert. Hinzu kam noch die schwierige Situation des ebenfalls angeschlagenen österreichischen Importeurs in den vergangenen Jahren. Für die Husky-Piloten im Lande ergaben sich aus diesen Rahmenbedingungen unendlich lange Lieferzeiten bei Ersatzteilen. Hier wurden einige Husky-Fans verjagt. Doch seit der Saison 2004 geht es wieder aufwärts. Die Cagiva Gruppe hat in Form des  malaysischen Konzerns Proton einen potenten Investor gefunden und den österreichischen Import hat die Firma Zupin übernommen. Bei der Motorradproduktion geht nun endlich wieder was weiter und die Ersatzteilversorgung funktioniert sehr gut. Husky-Fans können also wieder beruhigt sein. Trotzdem gehen die Husky-Enduros in Österreich nicht gerade weg wie die warmen Semmeln. Dies liegt vermutlich zum Teil an denen im Vergleich zur Enduro-Referenz KTM doch spürbar höheren Preisen. Im Fahrverhalten sind sich die beiden ehemaligen schwedischen Brüder - Husky und Husaberg sehr ähnlich. Auch die Husky lag im tiefen Boden perfekt und überzeugte durch vertrauenserweckende Stabilität im Morast. Auf der MX-Sonderprüfung dafür nicht ganz so agil wie die EXC von KTM. Eh klar! Stabilität geht meist auf Kosten des Handlings und umgekehrt. Auch der Husky Motor hat  bereits beängstigende Leistungswerte erreicht. Auch hier ist die 450er keine kräfteschonende Alternative zur großen Klasse mehr. Hobbypiloten ohne dichtem Trainingsplan sind mit der 250er TE vermutlich nicht nur länger sondern auch schneller unterwegs.

meXXLa: "Sehr positiv überrascht war ich von der Husky. Die Husky bringt meine 90kg wunderbar sanft durch die schlimmsten Schlammgruben und ohne Probleme den Steilhang hinauf. Die 2005er Husky- Enduros sind sowohl technisch als auch optisch wirklich leiwand -  gibts nichts zu meckern."

NastyNils: "Die Husky hat ordentlich Leistung - vermutlich wäre es für mich vernünftiger zur 250er zu greifen - aber was man hat, das hat man. Das ich mit der Husky am Steilhang schwer versagt habe, lag weder am Bike noch an mir - sondern natürlich an den Reifen. Die abgeranzten Schlapfen wurden vermutlich noch vom 2003er Pressebike montiert. Merkwürdig nur, dass meXXLa und Hippi damit problemlos den Steilhang packten..."

Hippi: "Sehr kraftvoller Motor und gute Performance in der MX-Sonderprüfung. Sauberer Geradeauslauf im tiefen Boden. Schwedenstahl is back!"

 

Technische Daten HUSQVARNA TE 450

Motor: Flüssiggekühlter Einzylinder Viertaktmotor, E-Starter / Kickstarter
Bohrung/Hub: 97mm / 60,76mm
Hubraum: 449ccm
Vergaser: Keihin MX 41
Antrieb: Kette
Getriebe: Sechsgang
Gabel: Marzocchi USD 45 
Federweg vorne: 300mm
Federbein: Sachs 
Federweg hinten: 320mm
Radstand: 1460mm
Räder vorne/hinten: 1,60" x 21", 90/90-21"
Reifen vorne/hinten: 2,15" x 18", 140/80-18"
Bremse vorne: Brembo-Doppelkolben, 260 mm Scheibe
Bremse hinten: Brembo, 220 mm Scheibe
Tankinhalt: 9l
Sitzhöhe: 975mm
Leergewicht: 118kg

Preis: 9.280,-


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KTM 450 EXC RACING

Die 450er EXC von KTM ist mittlerweile die Referenz in der ehemals kleinen Enduroklasse. Denn mittlerweile sind die 450er Motore so stark wie es früher die 500er und 600er Geräte waren und die Ärmeln von 450er Piloten werden hart ran genommen. An der KTM begeistert besonders die perfekte und bis ins Detail durchgedachte "Ready to Race" Linie. Man merkt dies erst an den Kleinigkeiten im Laufe einer harten Endurosaison. Wie zum Beispiel die Tatsache dass man für die standardmäßigen Wartungsarbeiten an der KTM im Fahrerlager nicht mehr als 3-4 Werkzeug Trümmer braucht. Oder so Kleinigkeiten wie der besonders edle digitale Tacho an dem orangenen Offroad Racer aus Mattighofen. Bei Husky und GasGas sind hier einfach angeschraubte Fahrrad Tachos montiert, welche in der Praxis natürlich auch funktionieren aber in der Fahrerlager-Wertung ist damit gegen das KTM Teil kein Kraut gewachsen. Unschlagbar auch das überkomplette Zubehör-Programm bei KTM. Wer im orange dominierten Fahrerlager etwas auffallen möchte, kann sich aus der Power-Parts Palette ein echtes Individualisten Bike aufbauen. Zusätzlich dazu noch die mörderische KTM Power-Wear Wäsche und der Auftritt im Fahrerlager ist absolut unschlagbar.

Im Modelljahr 04 gab es bei der 450er KTM bei vielen Motorrädern Probleme mit rinnenden Gabeln. Im Modelljahr 05 wurde dieses Problem mit neuen Doppellippen Simmerringen gelöst. NastyNils hat seine nicht gerade perfekt gewartete 400er EXC seit mehreren Rennen im Einsatz - bisher ohne irgendeinem lockeren Schrauben oder Tropfen Öl an der falschen Stelle.

Im tiefen Boden beim MX-Test auf der Sandstrecke bei Simasag war die KTM vor allem für nicht so versierte Piloten nicht so einfach zu beherrschen wie z.B die Husky oder die Husaberg. Die KTM legt man zwar extrem einfach und zielsicher in den Anlieger, in den tiefen Rillen war die Front der KTM aber etwas Nervös.

Schnelle Piloten mit sauberer Technik und hohem Speed können die Handling Vorteile der KTM natürlich sofort ausnützen und legen in der Sonderprüfung damit die besten Zeiten hin. Unser Enduro-Tester Hippi war vom agilen Handling der KTM im Anlieger begeistert und hat mit großem Druck am Gasgriff natürlich auch kein Problem mehr auf den geraden Stücken.

In der Praxis hat die große Verbreitung der orangen Bikes einen wesentlichen Vorteil gegenüber den anderen 3 "Exoten". Der Gebrauchtmarkt ist relativ stabil und eine 450er EXC zu einem vernünftigen Preis findet immer einen Käufer.

meXXLa: "In den Genuss der KTM bin ich leider nur sehr kurz gekommen. Der Hippi wollte partout nur mit der Orangen fahren und mir war es eigentlich wurscht mit welchem Bike ich im Dreck liege. Vom motorischen her war die 450er etwas zu aggresiv für mich, die 400er vom Nasty kommt mir da etwas mehr entgegen. Ist natürlich Geschmackssache, aber optisch bin ich immer noch ein großer Fan der Mattighofener."

NastyNils: "Die Leistung der 450er setzt für mich etwas zu hart ein. Deshalb begnüge ich mich privat NOCH mit der 400er EXC von KTM. Unschlagbar ist für mich das Einlenkverhalten der KTM in den Anlieger oder in die sanfte Kehre. Die wieselflinke Agilität geht auf der anderen Seite aber scheinbar etwas zu Lasten der Stabilität. Bei matschigen Längsrillen muss man mit der KTM fest am Gas bleiben um das Bike stabil auf Kurs zu halten - auch wenn der Körper schon um Gnade winselt."

Hippi: "Ich wollte gar nicht mehr absteigen von dem Bike. Super Motor mit genialem Drehzahlband. Bin mit der KTM hier die meisten Runden gefahren und hatte viel Spaß auf der EXC 450. Das Bike ist für schnelle Sonderprüfungszeiten wie geschaffen."

 

Technische Daten KTM 450 EXC RACING

Motor: Flüssigkeitsgekühlter Einzylinder-Viertakt Motor, mit E-Starter und Kickstarter
Bohrung/Hub: 89 x 72mm
Hubraum: 447,9ccm
Vergaser: Keihin MX FCR 39
Antrieb: X-Ring Kette 5/8 x 1/4"
Getriebe: Sechsgang
Rahmen: Chrom Molybdän
Radstand: 1481mm
Gabel: WP-USD 48 mm
Federweg vorne: 300mm
Federbein: WP-PDS-Federbein
Federweg hinten: 335mm
Räder vorne/hinten: 1,60 x 21"/ 2,15 x 18"
Reifen vorne/hinten: 90/90-21"/ 140/80-18"
Bremse vorne: Scheibenbremse 260mm
Bremse hinten: Scheibenbremse 220mm
Tankinhalt: 8l
Sitzhöhe: 925mm
Leergewicht: 115kg

Preis: 8.498,-

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ERSATZTEILKOSTEN UND SERVICEINTERVALLE

         
  HUSQVARNA HUSABERG KTM GASGAS
Luftfilter: 24,16 16,20 14,90 19,00
Ölfilter: 14,32 6,10 6,50 6,90
Kupplungshebel: 50,04 29,90 29,90 17,00
Bremshebel: 52,72 25,92 32,30 25,00
Kotflügel vorne: 23,12 23,24 21,50 30,00
Unverbindlich empfohlene Endverkaufspreise in Euro inkl. 20 % MwSt.
         
Service: -alle 16h Ölwechsel, Ölfilterwechsel -alle 15h Ölwechsel, Ölfilterwechsel -alle 15h Ventilspiel kontrollieren u. Ölwechsel -alle 30h Ventilspiel kontrollieren u. Ölwechsel
-alle 32h Ventilspiel kontrollieren, Kerzenwechsel -alle 30h Ventilspiel kontrollieren, Kerzenwechsel -alle 60h Kerzenwechsel -alle 60h Kerzenwechsel
 

DATEN INFIGHT

         
  HUSQVARNA HUSABERG KTM GASGAS
Motor: 1 Zylinder / 4-Takt 1 Zylinder / 4-Takt 1 Zylinder / 4-Takt 1 Zylinder / 4-Takt
Hubraum: 449ccm 449ccm 447,9ccm 443ccm
Bohrung/Hub: 97x60,8mm 100x57,2mm 89x72ccm 95x62,6ccm
Leergewicht**: 118kg 113kg 115kg 122kg
Leistung*: 43,8 PS 41,3 PS 42,1 PS 40,3 PS
Vergaser/Einspr. Keihin 41mm Keihin 41mm Keihin 39mm Magneti Marelli
Fahrwerk: Marzocchi/Sachs WP WP Öhlins
Preis: 9.280,- 8.549,- 8.498,- 8.395,-
auf dem Prüfstand:

*Leistung gemessen am Bogoly Prüfstand
** fahrbereit ohne Sprit gewogen

 

NastyNils berichtet: Die Abreise

Bei der Heimreise lief der Scudo mit Anhänger nicht mehr 150km/h wie bei der Anreise sondern nur noch 130. Lag vermutlich an den ca. 300 Kilo Schlamm welche wir mit im Gepäck hatten. Als meXXLa und ich der Tankstelle mit dem Kärcher immer näher kamen wurden seine Ausreden immer spektakulärer: "Du Nils! Ich würde Dir mit dem Abdampfen der Bikes echt gerne helfen, aber ich fahr heute abend noch mit so einer aufgeschlossenen Truppe von Mädels und Jungs in die Therme. Weißt eh! Im Dunkeln lässt sich gut munkeln"

Ich glaubte kein Wort - trotzdem stand ich dann alleine an der Tankstelle. Mit 4 unglaublich dreckigen Bikes, einem unglaublich dreckigem Scudo (innen wie außen) und einem unglaublich versautem Anhänger. Sage und schreibe 25 Euro schluckte der Dampfautomat ehe der gröbste Dreck von den Gefährten geblasen wurde. Ich verbrachte gestoppte 2 1/2 Stunden beim Putzen und dachte wieder einmal: "Hättest nur auf deine Oma gehört und was gscheites gelernt...

Fazit: KTM 450 EXC

Die Leistung der 450er setzt relativ hart ein. Unschlagbar ist das Einlenkverhalten der KTM in den Anlieger oder in die sanfte Kehre. Die wieselflinke Agilität geht auf der anderen Seite aber scheinbar etwas zu Lasten der Stabilität.


  • Perfekte "Ready to race" Linie
  • edler, digitaler Tacho
  • agiles Handling.
  • Relativ nervöses Fahrverhalten für Anfänger.

Fazit: Gas Gas FSE 450

An der GasGas gefällt die saubere Gasannahme und die weiche Leistungsentfaltung. Bei miesen Bedingungen kein Nachteil. Im Kurveneingang tut man sich mit der GasGas jedoch etwas schwer, das Bike auf Linie zu halten.


  • Herrliche Fahrwerkskompontenten
  • hochwertige Verarbeitung
  • sanftes Fahrverhalten.
  • Kurven teilweise schwer zu befahren.

Fazit: Husqvarna TE 450

Sehr kraftvoller Motor und gute Performance in der MX-Sonderprüfung. Sauberer Geradeauslauf im tiefen Boden. Schwedenstahl is back! Die Husky bringt auch höhere Kilos wunderbar sanft durch die schlimmsten Schlammgruben und ohne Probleme den Steilhang hinauf.


  • Positives Fahrverhalten
  • geringer Preis
  • Stabilität
  • ordentliche Leistung
  • robust.
  • Agilität
  • kompliziertes Handling - erfordet Kraft.

Fazit: Husaberg FE 450 E

Bärenstarker Motor in einem feinen Enduro-Moped. Geradeauslauf und Stabilität sind bei dem tiefen und schweren Sand sehr gut. Auch wenn man nicht perfekt auf Zug bleibt, hält das Vorderrad sauber die Linie im tiefen Sand. Vor allem für nicht so versierte Enduristen ein echter Vorteil.


  • Feiner Boardcomputer mit digitalem Tacho
  • viel Leistung und Drehmoment
  • perfekte Stabilität.
  • Einige Details scheinen gespart worden zu sein.

Bericht vom 25.03.2005 | 67.509 Aufrufe

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