Z1000 am Großglockner

Von Teesdorf zum Glockner und zurück mit unserem Dauertester Kawasaki Z1000.
 

Kawasaki Z1000 Dauertester- Am Großglockner

Unser Kameramann Capt. Kuk wagt die große Reise mit der Kawasaki Z1000 zum Großglockner. Autobahn, Landstrasse, Regen, dichter Nebel, Schneefall, überfahrene Murmeltiere, schmerzende Schultern uvm....

 
Eingeladen zum ÖAMTC Fahrtechniktraining am Großglockner machte ich mich auf die 850km lange Tour mit unserem nackten Dauertester der Z1000. Natürlich ohne zu ahnen welche Strapazen auf mich zukommen würden. Mit meinem Rucksack, voll gepackt mit Klamotten für jegliche Wetterlage und einer Kamera ging es um 8:00 Uhr los, zum Fahrsicherheitszentrum nach Teesdorf, wo in ein paar kurzen Worten die Reiseroute und die Abläufe der kommenden zwei Tage durchbesprochen wurden. Der Motorrad-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik Georg Scheiblauer informierte uns über Verhaltensregeln zum Fahren in der Gruppe und gab Tipps zum Tourenfahren im Allgemeinen.
Z1000 am Großglockner Bilder (17 Fotos) - hier klicken!

Um 9:00 Uhr ging es rauf auf die Autobahn mit dem 136 km entfernten Sankt Michael in der Obersteiermark als Ziel. Ab da an ging die Reise auf der Landstrasse weiter. Punkt 12 Uhr, so wie es sich gehört, hieß es erst einmal Mittagspause mit deftiger Blunzen, Surschnitzel und Eispalatschinken. Gut gestärkt sattelten wir wieder auf und machten uns auf den Weg Richtung "Berg".


Die Z100 leistete bis dato einen souveränen Job und durch die, für meine Größe (178cm) perfekte Sitzposition und gute Sitzpolsterung hielten sich die körperlichen Schmerzen in Grenzen. Bloß ein tourentauglicheres Windschild wäre für solche Trips durchaus empfehlenswert!


Endlich in Fusch an der Großglocknerstrasse angekommen ging der eigentliche Zweck der Reise los. Hinter dem Instruktor ging es auf der Ideallinie den Berg hoch. Die Positionen innerhalb der Gruppe wurden regelmäßig gewechselt damit das wachsame Auge des Chefinstruktors keine Fehler des Hinterherfahrenden verpassen konnte.


Die Z1000 lässt sich dank des Bridgestone S20 Evo perfekt in die Spitzkehren "werfen" und mit dem potenten 1000er Aggregat schiebt sie wieder mächtig heraus.

Die Richtige Blicktechnik in engen Kurven sollte jeder Motorradfahrer innerhalb der darauffolgenden 36 Kehren bestens beherrschen.
Oben im dichten Nebel angekommen, gibt es sofort Feedback vom Instruktor zu jedem Gruppenmitglied, damit beim Runterfahren und nochmaligen "hochkurven" das eben gelernte verfestigt werden konnte.
Von der Höhenluft auf rund 3000m Höhe vollkommen "beduselt", kehrten wir auf die 500m tiefer liegende Edelweissspitze ein, wo bereits Schnitzel und Bier auf uns warteten.

Beim gemütlichen Beisammensitzen ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren, bevor es ins Bett ging. Aufgrund der ungewohnte Höhenluft und dem dadurch resultierenden Sauerstoffmangel konnte keiner der Teilnehmer besonders gut schlafen.
Bei dem Herzrasen und Kopfweh in der Nacht erinnerte ich mich wieder zurück wie es mir mit 16 Jahren nach 5 Wodka-Bull ergangen ist....schön wars!
Um 8 Uhr Morgens ging es zum Frühstück, danach durfte ich zum Glück meine vom Vortag schmerzenden Schultern entlasten, indem ich den Rucksack auf der "Packesel-GS" vom Instruktor verstaute. Unter dichtem Nebel und Schneefall verließen wir bei 4 Grad unsere Unterkunft und fuhren geradewegs in einen starken Regenschauer hinein.

Mittlerweile richteten sich meine Blicke sehnsüchtig auf meine 4 Kollegen die alle samt mit Reiseenduros unterwegs waren. Kreuz und Schultern schmerzten mittlerweile so stark, dass jede Drückbewegung auf dem nassen Untergrund zur absoluten Tortur wurden.
Alle 30 min etwa mussten wir auf dem 400km langen Rückweg eine Pause einlegen. Um 17:00 Uhr kamen wir dann wieder im Fahrsicherheitszentrum in Teesdorf an.

Der Trip war durchaus eine tolle Erfahrung, sowohl landschaftlich als auch fahrsicherheitstechnisch.
Die Z1000 ist und bleibt allerdings ein perfektes Nakedbike für die Hausstrecke.
Als tourentauglich mit bis zu 850 km in 2 Tagen würde ich sie allerdings nicht bezeichnen.

 
 
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Text: Capt. KuK
Fotos:
Capt. KuK

Autor
chriskuk

CHRISKUK

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Bericht vom 09.06.2014 | 9.222 Aufrufe

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