24h Passschrauben Pt.2

The Saga continues. Mausi defloriert zwei rote Italienerinnen, der Imker fährt ständig im roten Bereich und Harrys Schwiegermutter säuft ab.

24 Stunden Passschrauben Teil:2

Reisebericht Südtirol 24 Stunden Passtour und "Bloshittn"

Autor: Mag. Harald T. mit seiner Schwiegermutter (einer auf- und ausgebohrten XJR 1300) 

Der Imker weigerte sich den Schminkspiegel zurückzugeben, zumal er sich dadurch beim Fortgehen am Abend in der "Bloshüttn" (Apres Mitternacht IN- Lokal auf der Bundesstrasse zwischen Sexten und Innichen) beste Chancen auf einen Infight ausrechnete. Nach kurzem Stoßhandel gingen wir die Stellarunde bereits schwer übermüdet an, die Stellagruppe schlägt leider alles:

Bombastische Landschaft, Reisebusse voll mit Pensionisten (die das vierte Schnippo zu sich genommen haben) , bei denen wegen der zugestuhlten WCs keine Radkasten mehr sichtbar sind und die dir die Freude am Leben nehmen, wenn du nach einer lang gezogenen Kurve am Auspuffgestänge auf 20km/h runter zangeln musst. Souvenierläden, 65-jährige japanische Geishas (die beim Anblick des vollkommen wahnsinnig lachenden Imkers verstört die Flucht ergriffen) und ein Verkehr, dass ich vor Zorn auf der Raststation am Rif. Passo Stella meine Schwiegermutter mit dem Einser vor den Bussen und Campingwägen auf und ab nagelte, um die Touristen und osteuropäischen Campierer am Aussteigen zu hindern.

Nachdem ich mich weigerte zum Stellajoch angesichts dieser Menschentrauben weiterzufahren, drehten wir um und druckten zum Marsch auf das Grödner Joch an. Ich war so haß, dass ich in meinem kindlichen Übermut auf den Blinker eines Katzelmachers mit einem 18 Tonner ohne Bodenplatte vertraute. In einer unübersichtlichen ca. 90 Grad Kurve legte ich an zum Durchreichen, als mir ein übermotivierter lichthupender 83er Alfetta entgegenblies.

Der wahnsinnige Imker

Trotz des schweren Auges macht man intuitiv trotzdem das Richtige, ist sozial, nimmt Rücksicht auf die hinterherfahrende Meute. Anstatt den Alfetta in den Straßengraben ( und damit 200m weiter nach unten) zu fäusteln, entschied ich mich dafür den Windschatten des 18 Tonners auszunutzen. Ich war bereits soweit bei den Zwillingen, dass ich das Wummern der vollkommen abgefahrenen Reifen des Katzelmachers hören konnte, zur Schadenfreude meiner guten Freunde.

 

Am Grödner Joch schmiß ich daraufhin vollkommen die Nerven, als eine 25 er Viragogruppe mit Indianertascherl und lustigen Fahnen 4 Kurven vor uns "umherkrebsten" (Übersetzung: Mehrmaliges Auf und Abwippen in der Kurve) und unseren Schnitt und den Rhythmus gehörig verhauten. Seither kriegt jeder Viragofahrer nach dem Durchreichen einen (angedeuteten) Tritt. Was sich zwischen Corvara und Bruneck abgespielt hat würde sich nur mehr unter Beiziehung des bremsenden Notars wiedergeben lassen. Mausi mittlerweile nach dem 6. Red Bull und mit dem Kopf bereits in der "Bloshittn", machte sich in der Nähe von Abtei in der Abenddämmerung mit 2 Kilo 50 auf Rotwildjagd, trotz meiner noch ausgeprägten Aggression gelang es mir nicht die Matre über 240 zu würgen.

 

Dass Mausi keinen Hirschen abgeschossen hat, lag daran, dass der Imker bei 225 in einem lächerlichen Db- Bereich (vergleichbar mit der Bauerndisco in Silian) operierte, sodass im Umkreis von 15 km kein Wild jemals mehr Einkehr hält. Zur Aufheiterung meiner miesen Laune konnten wir bei Sankt Martin zwei italienische Zweizylinder ausmachen, die offenbar gerade ihre italienischen Tussen und Ihrer Ragazzas (hinten lüstern spreizend) auf den Supersportlern ausführten. Die Damen mit den Stonewashed Jeans waren hinten aufgespannt wie bei einer Gang Bang Party, was Mausi zusätzlich motivierte von hinten ganz grauslich vorzugehen
   

Eine Ducati 916 (ein Freund von mir erzählte mir was für einen satten Andruck das Eisen von unten an sich hat) und eine Ducati 750 (oder 900 eh Wurscht) SS. 
Mausi hat (siehe unter Hobbies Teil 1) zwei Arten von Deflorierungen

  • Kleinhubraumige Supersportler überholen lassen, dann nachpressen und genüsslich, bevorzugter Weise in langgezogenen schnellen Linkskurven, erniedrigen und misshandeln (guter Tipp für Anfänger im Bezirk Eisenstadt ((Hof und Stozing)) - Mausi (jetzt mit einer roten R1 unterwegs- gleich vorlassen, sonst sucht man weinend seine Verkleidungsteile) 

  • Bei italienischen Zweizylindern von hinten mit Jessicas Rießenvorbau (siehe Foto Teil 1.: Honda 1100XX) unfassbaren Druck ausüben (wenn du am Kurvenausgang nicht den 2 er voll rausreißt wird man von Ing. G. -Punkt einer schmerzhaften Rektoskopie unterzogen) 

 

Die Maßregelung war in Ihrer Derbheit nicht mehr zu überbieten, man merkte, wie die Damen am Campingklo (Anmerkung: Sozius) vor Angst schon ganz unruhig den Popsch zum Hin und Her Schieben und Rausdrucken anfingen, in freudiger Erwartung auf die bevorstehende Exekution von hinten. 

Zuerst ließen sie den Mausi geschmeidig gewähren, dann tobte sich der Phantast aus (endlich wieder nach einer 6- monatigen Abstinenz zuhause), der Blonde stieß ungefähr 50 cm neben den Espandratschen (Espandrillo) Fahrern mit weit über 2 Kilo vorbei (und beschwerte sich danach lautstark, dass kein Widerstand zu bemerken war) , dann erfolgte die Degradierung durch die Schwiegermutter, wobei ich zu meiner Freude feststellte, dass sich die 916 er Tussen heftigst wehrte (dann macht es erst so richtig Freude!!!!) 

Zur Strafe wurden Sie zum Abschluss noch vom verrückten Imker mit 12 500 durchgerissen (unter dem Helm immer wieder stammelnd: "mich interessiert aber nur mehr der Endtopf), danach das übliche Procedere auf der nächsten Tankstelle: schnell runterhupfen, eine Marlboro anwerfen und dankend für die erduldete Deflorierung nicken. 

 

 

Zwischen Bruneck und Silian bin ich dann abgefallen, als sich der Blonde und der Mausi einen grenzwertigen Fight um die erste Dusche lieferten, wo ich nicht mehr bereit war unter Vollast die Waldgeraden zu nehmen, und Dynomäne ( Anmerkung: Gefahrensituationen) hinter Kuppen zu ignorieren. 

Gesamtfazit der Tour: 18 Pässe (das Stellajoch mit der Jausenstation wird nicht eingerechnet), 5 Pausen (davon 3 Pippi inklusive Tanken: Imkers Hornisse brauchte angesichts der 15 - stündigen Mehrfachvergewaltigungen alle 130 km eine Tankstelle zum Ausbluten) - eine 20 minütige Mittagspause und 10 min Fotografieren, ca. 500 Überholmanöver pro Teilnehmer, 1 Gegenüberholmanöver (siehe Teil 1: das wunderbare Geschöpf), einen Schminkspiegel verloren, 10000 Schaltmanöver (außer der Imker), 30 Rutscher, 50 Euro Bußgeld pro Mann und Nase (ein Geschenk für diese Schlacht), 10 mal auf der anderen Strassenseite, und ich weiss net wie vielen Tourenfahrern die Freude am Leben genommen.

Über das nächtliche Gelage gibt's es nicht viel zu berichten, außer dass der Phantast (wird zuhause von seiner Frau auf Sparflamme gehalten) nach der "Bloshittn" in seinem Rausch in Silian eine ausgestellte Schaufensterpuppe (zugegebenermaßen fesch) ausgreifen wollte. 

 
 

Der 2. Tag gestaltete sich etwas schwierig, nachdem der Imker mit seiner Hornissen 300 m vom Quartier in den Ort gefahren ist (als wären wir nicht genug gefahren) und seine Mopett'n in der Früh 1 Stunde lang nicht gefunden hat. 
Es bestand zeitweilig die Befürchtung, dass er einer Dorfblunzn als Sold für die Vereinbarung eines einmaligen Vollzuges seine Hornisse versprach. 

 
 

Toura chiuso: Innichen Sexten-Auronzo- Passo d.Mauria- Forni di Sopra-Ampezzo-Lago Sausi- Zoncolan (gesperrt bis ) Comeglians- Vila Santina -Tolmezzo- Paluzza- Monte Paulara-Passo Lanza-Mauthen-Gailbergsattel- Lienz-Sillian (290 km - davon 70 km gesperrt) 

Auf der Strecke von Innichen und Sexten saftige grüne Weiden mit Mukulis , die genauso fesch aus der Wäsch geschaut haben wie die Meute in der Früh (der Autor hat in der Nacht erstmals seit 13 Jahren im Endstadium wieder Bacardi Cola mit den ansässigen Dorfblunzn in der Disco gesoffen - lächer!), vorweggenommen sei, dass wir uns diesmal zur Abwechslung im illegalen Bereich aufhielten, aber nicht nur wegen der lächerlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen, sondern der Nutzung abgesperrter und abgerissener Fahrbahnen. 

 

Die Strecke von Auronzo nach Forno di Spora kann man angreifen wie am Pannonia , keine Leute, schöne Kurven die urplötzlich zumachen. In Ampezzo hat man ein Kurvenlabyrinth dass unvergleichlich ist.

Richtung Lago Sauris teilweise gepflasterte Strassen mit Tunnels, wo das Wasser von der Decke in Strömen runterrinnt, was den Mausi aber nicht hinderte durch jeden Tunnel wie ein Amokläufer einzufahren und mit gelben Feuerstößen aus dem Auspuff 20 mal hintereinander Jessica bis zum Anschlag durch zu reissen (jetzt weiß ich, was die Tänzerinnen in der Clubsauna mitmachen).

 

 

Nach dem Lago Sauris (ein unfassbares Wasserkraftwerk mit 300 m tiefen Wänden) fanden wir ohne Vorwarnung aufgrund des Hochwassers eine Absperrung vor, die uns aber nicht hinderte, diese auszureissen und Richtung Comeglians weiterzufahren, durch ganze enge Waldschottergasserl. 

Das liebt meine Schwiegermutter ganz heiß, wenn sie Ihren bladen Orsch auf gerippten Terrain hin und her bewegen darf , irgendwann auf der S 485 kommt dann das unglaublichste Kehrengeschraube I have ever made

 
Ca. 50 Kehren ,hintereinander gereiht wie eine Perlenkette, die ausschließlich mit dem Einser gehen , die Kehren so eng, dass man Angst haben muss in die vorherige runter zu fallen. Wir haben uns einen 10 minütigen Fight geliefert, dass wir uns oben alle wie Gipfelstürmer in die Hände fielen

(Guter Tipp für Naturliebhaber: Wandern bringt nichts!!! Guter Spruch für Unverbesserliche: Mit leerem Hirn is es leicht marschieren, bleibts zuhaus und hupfts den Bikern ja net in den Bock)

Einzig ich und der Imker hatten wieder ein leichtes Geplänkel nach dem er versucht hat, mich in einer Kehre auf die Seite zu tauchen und meine Schwiegermutter am Hintern touchierte, der Imker verteidigte sich mit den Worten : Was soll I machen, mich interessiert halt nur mehr der Auspuff? 

Das nächste Problem war etwas diffiziler als knapp vor Villa Santina eine Brücke einfach weggeschwemmt war und sich die Meute zwar schon etwas gesittet, aber unvorbereitet, durch Schotter und Dreck vom Berg  näherte (ein Dank an dieser Stelle an Yamaha für den Einbau der R1 Zangen in die Schwiegermutter). 
Zur Freude meiner Schwiegermutter durfte ich sie das erste Mal über die Überbleibsel der Brücke schieben, durch meterlangen Dreck, knietiefes Wasser. Die Matre dankte es mir damit, dass der Starter mitten in der verwüsteten Friaul plötzlich im Orsch war und während dem Fahren unter dem Gelächter der Crew quietschende Geräusche machte, wie eine Hausfrau im Wechsel (wenn die Schwiegermutter von unten nicht diesen unglaublichen Anriß hätte, wäre sie bereits in der Gebrauchtbörse). So gesehen war es ein Vorteil, dass wir in der Nähe von Tolmezzo (Romantikertipp und Pärchentreff) die einzige Pause machten. 

 

Die Strasse nach Paluzzo über den Monte Paulora nach Paulara ist Welt, man hat den Eindruck, man ist allein auf dieser schönen Welt. (wobei der Gedanke keine italienischen rothaarigen Tussen durchreissen zu können stimmt mich wieder traurig). 
Der Passo Lanza gestaltet sich wie eine Landschaft in Neuseeland, sodass ich zum Genießen der Wucht den Imker ersuchte, endlich auf den Fünfer raufzuschalten und nicht so laut in seinem Getriebe herumzurühren. 
In Ponteba entbrannte ein kurzer heftiger Streit mit Mausi, nachdem er den leiwanden Vorschlag gemacht hat nach Tarvis am Banderl ein paar Sportwagen her zu fotzen, was meine Schwiegermutter mit dem kleinen Windschild besonders liebt. Nach einer kurzen Abstimmung musste Mausi darauf verzichten sich eine schnitzige Lederjacke aus Tarvis für den Lifeball zu besorgen und wir pressten wieder Richtung Heimat. 

Weitere Highlights sind der Passo di Pura und der Passo della Mauria: Schluchten, immer wieder weggerissene Brücken (werden von den Katzelmachern alle 5 Jahre provisorisch repariert), bitte auf der Straßenkarte nachschauen, vor lauter Dreck und Gestöhne meiner Schwiegermutter hab ich irgendwann die Orientierung verloren) 

 
 

Unser einziger Stopp gestaltete sich für den Wirten schwierig. Ausgehungert und entleert vom Vortag fielen wir in eine (Bracceria, Pizzeria) ein und nötigten den Patrone, uns seinen gesamten Wurscht und Käsevorrat rauszurücken. Die Schlacht dauerte 1 ½ Stunden, während der ich dem gierigen Imker dreimal mit der Gabel in die Hand stechen musste. Der Patrone teilte uns mit, dass er für heute den Laden schliessen muss, zumal er keine Pizzen mehr machen kann. 

Nach 2 großen Nastro Azzuro ging es Richtung Plöckenpass, wo wir angefressen ein paar Enduristen ausschieden. Der Imker war endweder schon wieder weg im Schädel oder so überladen, dass er abfiel und auf österreichischer Seite umherfluchte, dass er sich jetzt endlich eine gescheite Hornisse zulegen muss, die ordentlich stechen kann. (Hornisse vom Imker wurde an einen netten älteren Herren aus dem Bezirk Mödling jetzt veräußert, laut dem Imker war er bei der Probefahrt darüber außerordentlich begeistert, dass sich die Hornisse so leicht schalten lässt. Ist an sich kein Wunder nachdem der Imker nach 8.000 km alle Zacken im Getriebe weggebürstelt hat). 

Über die zweitägige Nachhausefahrt muß sich nach Rücksprache mit der Meute zur Vermeidung von Ehekrisen, Beziehungsdramen und Notständen der Autor in Schwiegen hüllen. 

Ich war der einzige, der sich fürsorglich um seine Schwiegermutter kümmern musste, in Villach bekam meine Matre wieder einen sauberen Schminkspiegel , einen neuen Starter und das Popowasser von den feuchten Federbeinen wurde abgetupft, sodass einer weiteren grauslichen Wüterei mit meiner Schwiegermutter, der Meute und einem Vertreter von 1000ps zur Verifizierung noch heuer nichts im Wege steht. 

Der Mann und seine Schwiegermutter werdenwieder unverzüglich berichten: Ziel, Zeit und Dauer wurscht , Hauptsache AUDRUCKEN.

 

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Bericht vom 18.05.2006 | 11.184 Aufrufe

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