Ducati Monster Dark 2027: Schwarzer Auftritt mit 111 PS
Reduzierter Look, V2 und Ventilcheck erst bei 45.000 km
Schwarze Räder, dunkle Lackierung und bewusst sichtbare Bauteile: Die Monster Dark führt Ducatis Naked Bike auf das Wesentliche zurück. Unter dem reduzierten Auftritt steckt moderne Technik. Was ist dabei, was bleibt Zubehör?
Die Monster Dark greift ihre Wurzeln auf
1993 beginnt die Geschichte der Ducati Monster. Ein kräftiger V2, ein vom Superbike abgeleiteter Rahmen und möglichst wenig Drumherum bilden damals das Rezept. Für das Modelljahr 2027 greift Ducati mit der Monster Dark auch die dunkle Optik auf, die bereits zur ersten Monster-Generation gehört. Die Idee dahinter: ein auf das Wesentliche konzentriertes Naked Bike für erfahrene Monsteristi und alle, die erstmals in die Ducati-Welt einsteigen.
890er-V2 mit 111 PS und langen Intervallen
Im Zentrum steht der Ducati-V2 mit 890 cm³ und variabler Einlassventilsteuerung IVT, ausgeschrieben Intake Valve Timing. Ducati nennt 111 PS bei 9.000 U/min und 91,1 Nm bei 7.250 U/min. Über 80 Prozent des maximalen Drehmoments sollen zwischen 4.000 und 10.000 U/min anliegen. Damit verspricht Ducati einen breiten nutzbaren Bereich für die Landstraße. Für Inhaber des A2-Führerscheins ist außerdem eine auf 35 kW gedrosselte Version angekündigt.
Auch der Werkstattkalender gehört zur Geschichte dieses Motors. Die Kontrolle des Ventilspiels samt gegebenenfalls nötiger Einstellung ist laut Ducati erst alle 45.000 km vorgesehen. Diese Angabe bezieht sich ausdrücklich auf den Ventilcheck, nicht auf sämtliche Wartungsarbeiten. Sportliche Leistungsdaten und lange Ventilspielintervalle bringt die Dark damit auf dem Papier zusammen.
Monocoque, Showa und Brembo als Basis
Der Aluminium-Monocoque-Rahmen führt das von Ducati betonte Superbike-Prinzip fort. Am Heck kombiniert die Konstruktion eine Technopolymer-Struktur mit einem Stahl-Gitterrohrrahmen. Ducati gibt das Gewicht mit 175 kg fahrbereit ohne Kraftstoff an. Eine vollgetankte Gewichtsangabe ist das also nicht. Die Sitzhöhe beträgt 815 mm. Zusammen mit der schmalen Bauform soll sie den Bodenkontakt erleichtern, während die Anordnung von Lenker und Fußrasten sportliches Fahren und eine entspannte Haltung miteinander verbinden soll.
Vorne arbeitet eine 43-mm-Upside-down-Gabel von Showa, hinten ein Showa-Federbein mit einstellbarer Federvorspannung. Fürs Verzögern nennt Ducati Brembo-M4.32-Bremssättel und eine radiale PR16/21-Bremspumpe. Auf den schwarzen Rädern sitzen Pirelli Diablo Rosso IV in den Dimensionen 120/70 vorne und 180/55 hinten.
Vier Fahrmodi und Assistenz mit Sechsachsen-IMU
Bei der Elektronik fällt die Dark keineswegs spartanisch aus. Eine Sechsachsen-IMU bildet die Grundlage für das Assistenzpaket. Serienmäßig nennt Ducati Kurven-ABS, Ducati Traction Control, Ducati Wheelie Control und Engine Brake Control mit jeweils mehrstufig einstellbarem Eingriff. Die vier Fahrmodi heißen Sport, Road, Urban und Wet. Urban soll besonders im Stadtverkehr und beim Eingewöhnen helfen, Sport ist für dynamisches Fahren vorgesehen. Als Option steht Ducati Power Launch für unterstützte Starts bereit.
Die Bedienung erfolgt über einen Joystick am Lenker. Das 5-Zoll-Farb-TFT bietet ein 16:9-Format und eine Auflösung von 800 x 400 Pixeln. Vorbereitungen für das Ducati Multimedia System und die Turn-by-turn-Navigation sind vorhanden. Dazu kommen eine Voll-LED-Beleuchtung mit Tagfahrlicht und statische Blinker.
Schwarze Optik mit sichtbarer Konstruktion
Die Dark-Lackierung, komplett schwarze Räder und eine Sitzbank aus einem einheitlichen Bezugsmaterial bestimmen den Auftritt. Front Frame, Auspuff-Endkappen und Ansaugschnorchel bleiben unlackiert sichtbar. Die typischen Konturen bewahrt Ducati: Der Scheinwerfer sitzt zwischen den markanten Schultern des an einen Bisonrücken angelehnten Tanks. Eine durchgehende Sitzbank für Fahrer und Sozius sowie ein kurzes, leicht gehaltenes Heck ergänzen die Silhouette. Die Reduktion betrifft damit vor allem die Gestaltung, während das Elektronikpaket umfangreich bleibt.
Zubehör, Verfügbarkeit und offene Preisfrage
Wer seine Monster Dark ergänzen möchte, findet laut Ducati unter anderem einen Tempomaten, eine Soziussitzabdeckung und ein Windschild im Zubehörangebot. Auch Ducati Quick Shift wird dort genannt. Die Auswahl ist im Konfigurator auf Ducati.com vorgesehen. Ergänzend verweist Ducati auf Helme, Jacken und Hosen für Monster-Fahrer. Einen konkreten Liefertermin für Österreich oder Deutschland nennt man noch nicht. Der deutsche Listenpreis liegt bei 11.990€ inkl. 19% MwSt. zzgl. Liefernebenkosten (i.H.v. 305), in Österreich kostet sie 13.995,00 inkl. 17% NoVA.
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Häufige Fragen zur Monster Dark 2027
Wie viel Leistung hat die Ducati Monster Dark? Der 890-cm³-V2 leistet laut Ducati 111 PS bei 9.000 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt 91,1 Nm bei 7.250 U/min.
Gibt es eine Version für den A2-Führerschein? Ja, Ducati kündigt eine auf 35 kW gedrosselte Ausführung an.
Was bedeuten die genannten 175 kg? Ducati bezeichnet damit das fahrbereite Gewicht ohne Kraftstoff. Die Sitzhöhe beträgt 815 mm.
Wann ist die Ventilspielkontrolle fällig? Laut Hersteller alle 45.000 km. Daraus lässt sich kein ebenso langes Intervall für sämtliche Servicearbeiten ableiten.
Was kostet die Monster Dark? Der deutsche Listenpreis liegt bei 11.990€ inkl. 19% MwSt. zzgl. Liefernebenkosten (i.H.v. 305), in Österreich kostet sie 13.995,00 inkl. 17% NoVA.
Bericht vom 29.10.2026 | 1.867 Aufrufe