E-Racer Edge und Rugged Mark2 2020

E-Racer Edge und Rugged Mark2 2020

Zwei Elektro-Schönheiten auf Zero Motorcycles-Basis!

Bei E-Racer ist vieles anders – und damit meine ich nicht nur, dass die beiden bildhübschen Modelle Edge und Rugged Mark2 per (doch noch) exotischem Elektroantrieb auf Basis zweier Zero Motorcycles vorwärts katapultiert werden, sondern auch, dass sie keine extravaganten Studien sind und bereits im Frühjahr 2020 in den Verkauf gehen!

Wer sich so wie ich wundert, warum Zero keine optisch aufregenden Maschinen baut (immerhin ist das Unternehmen im sonnigen Kalifornien in den USA angesiedelt und gerade dort sollten doch gute Designer wie Sand am Meer herumliegen) wurde von der neuen SR/F weitestgehend entschädigt. Das Naked Bike beweist Stil und Eleganz, wenn auch nicht unbedingt unverwechselbare Eigenständigkeit. Für dieses gewisse Etwas sorgt nun das italienische Unternehmen E-Racer, das der SR/F in Form der Edge ein atemberaubendes Äußeres spendiert.

Von der Zero SR/F zur E-Racer Edge mit wenig Aufwand

Falls nun jemand glaubt, dass für diese ordentliche optische Verwandlung Änderungen bis in die Eingeweide der SR/F notwendig waren, liegt völlig falsch. Die Teile der Edge werden ohne jegliche Umbau-, Anbau- oder Schweißarbeiten an den Befestigungspunkten der herkömmlichen SR/F angebracht. Aufgeteilt in die drei Bereiche Frontpartie, Tankabdeckung und Sitzbank lässt sich eine SR/F also mit relativ wenig Aufwand in eine E-Racer Edge verwandeln und behält bei höchster Qualität (alle Teile Made in Germany!) sogar die, für die SR/F erteilte Zulassung.

Schönheitschirurgie war schon immer kostspielig

Hingucker sind bei der Edge außerdem der Wechsel auf eine Bremsanlage in auffälliger Wave-Optik, passende Lenkerstummel, Voll-LED-Scheinwerfer, der aufwändige, handgefertigte Sattel und ein hochwertiges Federbein von AirTender. Besonders ist auch der Lack, der unterhalb vom Sattel verwendet wird. Ursprünglich ein Militärpatent erweist sich die LineX-Lackierung nun auch auf der Edge als besonders robust. Dass dies alles nicht ganz billig ist, kann man bei dieser geilen Optik wohl verstehen, der Umbau kostet stolze 6000 Euro – die Zero SR/F ist da klarerweise noch nicht dabei.

Die E-Racer Edge besitzt sogar ein Audio-Warnsystem

Sogar soundtechnisch hat die E-Racer Edge einen Trumpf im Ärmel, das sogenannte E-Racer Audio Forceback-System, kurz E-RAF. Von Sound-Ingenieuren zusammen mit Audiosystem-Experten und Programmierern entwickelt, sendet E-RAF sowohl niedrige als auch hohe Frequenzen aus, um Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, dass gleich ein ansonsten ziemlich lautloses Motorrad daher kommt.

Elektro-Power + weniger Gewicht = noch mehr Fahrspaß!

Als Basis die potente SR/F zu wählen ist natürlich schlau, kann das Elektro-Naked Bike, das von E-Racer verheißungsvoll als „Hypersport Zero SR/F Cafe Racer“ bezeichnet wird, doch mit ordentlichen Werten aufwarten: 190 Newtonmeter, 110 PS und 200 km/h Topspeed stehen bei vergleichsweise leichten 220 Kilo zur Verfügung und sorgen bei der Edge für ordentlich Fahrspaß. Als Antrieb fungieren der Zero Motorcycles Motor ZF75-10 und der Lithium-Ionen-Akku ZF14.4. Der kompakte Antriebsstrang weist eine innovative Luftkühlung auf, die für eine längere Lebensdauer sorgt, routinemäßige Wartung wird beinahe überflüssig. Eine einzige Ladung (95 Prozent in nur einer Stunde) sollen für eine Reichweite von 259 Kilometer in der Stadt und 132 Kilometer bei 113 km/h sorgen.

Die E-Racer Rugged Mark2 – Elektropower wie aus einem Guss

Beim zweiten Modell hatte es E-Racer noch einfacher – und doch schwerer. Denn die FXS als Basis für die Rugged Mark2 ist als Zero ziemlich unauffällig gestaltet, sodass es relativ einfach scheint, dieses Modell besser aussehen zu lassen. Andererseits ist es dann doch als Kunstwerk zu werten, dass die Version von E-Racer so fesch und wie aus einem Guss daher kommt. Das liegt unter anderem an dem auffälligen Alu-Rahmen, der mit seinen vielen Ösen für eine besonders schnelle und einfache Verzurrung der Rugged Mark2 auf Pick-ups, in Bussen oder auf Booten sorgt.

Auf die praktische E-Racer Rugged Mark2 passen vier Personen!

Auch auf der Rugged Mark2 findet sich, wie auf der Edge LED-Beleuchtung rundum, und die resistente LineX-Lackierung – diesmal aber an der gesamten Maschine. Anders als die FXS besitzt die Rugged Mark2 ein Staufach unter dem Sattel, der im Übrigen durch seine Länge locker drei Personen, laut E-Racer sogar vier Schlanke aufnehmen kann – wohin mit vier Fußpaaren ist da eher Nebensache. Für drei Personen würde bestimmt auch das hohe Drehmoment des Elektromotors reichen: 106 Newtonmeter, 46 PS und 137 km/h Höchstgeschwindigkeit bei einer Reichweite von 161 Kilometer in der Stadt oder 64 Kilometer bei 113 km/h sind solide Werte. Vor allem wenn innerhalb von 1,8 Stunden der Akku wieder auf 100 Prozent geladen werden kann, 95 Prozent in gar nur 1,3 Stunden. Bei den Preisen gibt sich E-Racer weit weniger kreativ, als bei der Optik – auch die Rugged Mark2 kostet 6000 Euro, ohne Grundmotorrad Zero FXS versteht sich.

Mehr Info über E-Racer Edge und Rugged Mark2 auf www.e-racer.it

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Bericht vom 29.11.2019 | 8.678 Aufrufe

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