Harley Fat Bob Test

Die Stunts haben wir ihr erspart. Harley Davidson Fat Bob Test bei der Roadshow.
Harley Fat Bob
 

Harley Davidson Fat Bob Roadshow-Test

Das Dickerchen bei den Roadshows on Tour kann zwar auch ein bisschen flotter, verlangt aber nicht danach. (Fort-)Bewegung in der Dimension Harley.

 
Man möchte annehmen, dass Fat Bob und Fat Boy Brüder sind, aber sie entstammen zwei verschiedenen Familien, den Dynas und den Softails; Fat Bob und Street Bob sind Brüder. Wobei eine Frage immer noch offen bleibt: Sind es nicht eigentlich Schwestern? Einigen wir uns auf Töchtersöhne, denn einer Harley ist es egal, ob ein weiblicher oder männlicher Popo auf ihr sitzt, nur wir Menschen glauben, immer einen Unterschied machen zu müssen. Also Macho-Mode off und einen neutralen Blick auf die Fat Bob geworfen. Neutral geht bei einer Harley natürlich kaum, es ist einfach eine Marke, die Emotionen hervorruft, gute wie schlechte und das meist im Extrem. Der markanteste Unterschied zwischen einer Dyna und einer Softail sind übrigens die zwei aussenliegenden Federbeine, wie man sie auch an der Fat Bob findet. Die Federn selbst sind bei diesem "less-is-more"-Motorrad schwarz verschalt, so wie auch der grosse Rest im Dunkeln liegt, oben drauf nur ein wenig Sand. Die neue Farbe, die auch von der Fat Boy Special getragen wird, heisst nämlich Sand Cammo Denim, wobei Demin wahrscheinlich sowas wie matt bedeutet. Die zwei markenten Rundscheinwerfer finden ihre Entsprechung in den beiden Rücklichtern im gekürzten, verglasten Heck und machen auch diese Harley zu einem individuellen Original.

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BMW S 1000 R

Der Lenker ist fast gerade, die Fussrasten vorverlegt, so entsteht zwansläufig eine ungezwungene Sitzposition, während einem der Twin Cam 103 Motor (1690 ccm) die Spannung aus Körper und Seele massiert. Bei einem Gewicht von 320 kg vollgetankt sorgen maximal 132 Nm Drehmoment, das schon bei 3250 U/min. ansteht, für souveränen Vortrieb und satte Beschleunigung. Die ohnehin schon veraltete Angabe der Leistung in PS interessiert die Klientel solcher Motorräder schon lange nicht mehr. So viel zum Thema hoffnungslose Romantiker, Nostalgiker und Fortschrittsverweigerer.

Harley Fat Bob


Wie so ein Motorrad, dessen Schräglage bei 30° endet, dessen Wendigkeit an einem Radstand von 1620 mm scheitert und dessen Ansehen bei einem grossen Teil der Motorradfahrer nicht über die schlichte Duldung hinausgeht, neben Allzweckwaffen wie einer KTM 1190 Adventure, BMW S 1000 R oder Suzuki V-Strom 1000 bestehen kann? Durch eine über 110-jährige Geschichte, durch amerikanisches Selbstvertrauen, durch Einzigartigkeit. Denn während man die meisten anderen Motorräder auf der Roadshow on Tour gut miteinander vergleichen und Vorteile und Nachteile gegeneinander abwägen kann, bleibt eine Harley unvergleichlich. Love ist or leave it!

Harley Fat Bob
 

+ Stärken:
minimalistische Optik; coole, matte Lackierung; bequeme Sitzposition; niedriger Schwerpunkt; angenehmes Fahrverhalten auch für Harley-Neulinge; hoher Wiederverkaufswert
, satte Beschleunigung bei niedrigen Drehzahlen

- Schwächen:
Zu dezenter Sound im Serientrimm; hoher Anschaffungspreis; hohes Gewicht

 

Vaulis Fazit:
Ich bin zwar kein eingeschworener Harley-Fan, sobald ich aber eine fahren darf, fühle ich mich ziemlich cool darauf - man wirkt sofort reicher als man wirklich ist! Die Street Bob wäre aber nicht meine erste Wahl, dann schon lieber eine Sportster 48 mit prickelndem Tank!
kotKots Fazit:
Ich bin immer stolz, wenn ich eine Harley fahren darf. Leisten könnte ich mir nur eine Sportster als Totalschaden oder Bastlerfahrzeug, eine neue Fat Bob wäre also utopisch. Ausserdem geniesse ich auf einer Harley jede Sekunde, ohne zu rasen.

Nasty Nils´ Fazit:
Bei unseren 1000PS Roadshows on Tour 2014 fährt die Harley auch mit - im Pulk mit Super Duke R und S 1000 R. Es ist erstaunlich, dass die dabei nicht zur Last wird sondern von den Fahrern als Bereicherung empfunden wird. Gelungenes Bike!

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BMW S 1000 R
Harley Fat Bob


Text: Kot, Vauli, Nils
Fotos:
Erwin Haiden

 

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Bericht vom 13.08.2014 | 38.179 Aufrufe

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