Honda CB1000R/CBF1000F

Zu 1% ähnlich, zu 100% verwandt. CB1000R und CBF1000F beim Vaterschaftstest.
Honda CB1000R und CBF1000F
 

Schwestermodelle: Honda CB1000R und CBF1000F

Keine eineiigen Zwillinge, aber die selben Gene.
Nur ganz tief im Herzen sind die beiden Schwestern Honda CB1000R und CBF1000F verwandt, denn außer dem gleichen Motor teilen die beiden Modelle relativ wenig. Die seit 2008 gebaute CB1000R tritt schon rein optisch viel stylischer auf, kann mit ihrem Alien-Scheinwerfer, den einzigartigen Vierspeichen-Felgen und dem schmalen Heck durchaus als Design-Leckerbissen bezeichnet werden. Die Bremse ist gut, die Ergonomie sportlich aufrecht und das Fahrwerk erstaunlich komfortabel.

Der absolute Kracher ist allerdings der Motor, den sowohl CB1000R als auch CBF1000F aus der potenten Honda CBR1000RR Fireblade übernehmen. Wer enttäuscht darüber ist, dass auf der CB1000R lediglich 125 PS bei 10.000 Touren übrig bleiben und auf der CBF1000F gar nur 107 PS bei 9000 Umdrehungen, sollte die beiden Modelle einmal fahren. Unglaublich, wie kräftig der Motor zur Sache geht, wie seidig von weit unten hoch gedreht werden kann und wie herrlich dumpf er röhrt, wenn man ihn voll ausdreht.




 

Honda CB1000R und CBF1000F
Honda CB1000R und CBF1000F
Honda CB1000R und CBF1000F Honda CB1000R und CBF1000F
Bei den Farben könnte mehr gehen, nur die traditionelle Tricolore flasht ins Auge. Jetzt schon ein Klassiker ist die Einarmschwinge, auch der Auspuff ist ein Block der Perfektion. Nur die Instrumente hätte man gleich weglassen können, so schlecht ablesbar sind sie.
Honda CB1000R und CBF1000F Honda CB1000R und CBF1000F

Als direkte Vorgängerin der CB1000R kann zwar die Hornet 900 gesehen werden, der Schnitt in Sachen Technik und Design war aber sehr hart. Bei der seit 2010 gebauten CBF1000F sind die Unterschiede zur Vorgängerin CBF1000 weder optisch noch technisch so weitreichend, dementsprechend erzielt sie auf dem Gebrauchtmarkt immer noch gute Preise.

Beim Fahrwerk muss man als sportlicher Fahrer auf der CBF1000F natürlich mehr Abstriche machen, ganz so zackig wie die CB1000R lässt sie sich nicht um die Ecken zirkeln. Dafür ist ihr Komfort schwer zu toppen, die Sitzposition ist absolut langstreckentauglich, der Windschutz ist gut. Durch den unaufgeregten Motor bekommt auch der Fahrer plötzlich eine ruhigere Fahrweise und ärgert sich über jeden Tankstopp – man könnte doch so schön weiter fahren…

Testbericht Honda CB1000R (mro)

Testbericht Honda CBF1000F

Honda CB1000R und CBF1000F
Honda CB1000R und CBF1000F

Man soll die CBF1000F nicht nieder schimpfen, nicht jeder Kraftprotz trägt ein Muskelshirt. Das meiste Moach der CBF liegt im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Teilweise mehr Druck als Fireblade.

Honda CB1000R und CBF1000F Honda CB1000R und CBF1000F

Honda CB1000R und CBF1000F
Hondas Volksmotorräder haben immer einen Hauch Auto an sich. Ist aber sehr gemütlich.

Technische Daten CB1000R

Technische Daten CBF1000F


Interessante Links:

Fotos: Honda
Text: Vauli

Bericht vom 08.06.2012 | 28.800 Aufrufe

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