Aprilia Tuareg 660 2022 vs. Fantic Caballero Rally 500 2020
Bewertung
Aprilia Tuareg 660 2022 vs. Fantic Caballero Rally 500 2020 - Vergleich im Überblick
Der Aprilia Tuareg 660 mit ihrem 4-Takt Reihe mit Hubzapfenversatz 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 659 Kubik steht die Fantic Caballero Rally 500 mit ihrem 4-Takt 1-Zylinder-Motor mit 449 Kubik gegenüber. Die Aprilia hat mit 80 PS bei 9.250 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Fantic mit 40 PS bei 7.500 U / min.
Das maximale Drehmoment der Tuareg 660 von 70 Newtonmeter bei 6.500 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 43 Nm Drehmoment bei 6.000 Umdrehungen bei der Caballero Rally 500.
Bei der Tuareg 660 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba. Die Caballero Rally 500 setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Die Aprilia Tuareg 660 bietet mit 240 mm vorne und 240 mm hinten einen spürbar längeren Federweg als die Fantic Caballero Rally 500 mit 200 mm vorne und 200 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Aprilia vorne eine Doppelscheibe mit 300 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 260 Millimeter Durchmesser und Einkolben-Zange von Brembo. Die Fantic vertraut vorne auf eine Einzelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und. Hinten ist eine Scheibe mit 230 mm Durchmesser und verbaut.
Bei der Bereifung setzt Tuareg 660 auf Schlappen mit den Maßen 90 / 90 - 21 vorne und 150 / 70 - 18 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Caballero Rally 500 Reifen in den Größen 110/80-19 vorne und 140/80-17 hinten.
Der Radstand der Aprilia Tuareg 660 misst 1.525 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 860 Millimeter. Die Fantic Caballero Rally 500 ist von Radachse zu Radachse 1.425 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 860 Millimeter.
Mit einem Trockengewicht von 187 kg ist die Aprilia massiv schwerer als die Fantic mit 150 kg.
In den Tank der Tuareg 660 passen 18 Liter Sprit. Bei der Caballero Rally 500 sind es 12 Liter Tankvolumen.
Von der Aprilia Tuareg 660 gibt es aktuell 29 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Fantic Caballero Rally 500 sind derzeit 14 Modelle verfügbar. Damit hast du gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden.
Technische Daten im Vergleich
Aprilia Tuareg 660 2022 |
Fantic Caballero Rally 500 2020 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe mit Hubzapfenversatz | |
| Zylinderzahl | 2 | 1 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 659 ccm | 449 ccm |
| Bohrung | 81 mm | 94,5 mm |
| Hub | 63,93 mm | 64 mm |
| Leistung | 80 PS | 40 PS |
| U/min bei Leistung | 9250 U/min | 7500 U/min |
| Drehmoment | 70 Nm | 43 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 6500 U/min | 6000 U/min |
| Verdichtung | 13,5 | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping | Mehrscheiben im Ölbad |
| Antrieb | Kette | |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| A2-Drosselung möglich | ja | |
| Drosselklappendurchmesser | 40 mm | |
| Zündung | CDI | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Stahl |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | Zentralrohr |
| Lenkkopfwinkel | 63,3 Grad | |
| Nachlauf | 113,3 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Marke | Kayaba | |
| Durchmesser | 43 mm | 43 mm |
| Federweg | 240 mm | 200 mm |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Material | Aluminium | Stahl |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Aufnahme | Umlenkung | |
| Marke | Kayaba | |
| Federweg | 240 mm | 200 mm |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Zugstufe |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Einzelscheibe |
| Durchmesser | 300 mm | 320 mm |
| Kolben | Vierkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 260 mm | 230 mm |
| Kolben | Einkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Marke | Brembo | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, Fahrmodi, Launch-Control, Ride by Wire, Schaltassistent, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle | ABS |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 90 mm | 110 mm |
| Reifenhöhe vorne | 90 % | 80 % |
| Reifendurchmesser vorne | 21 Zoll | 19 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 150 mm | 140 mm |
| Reifenhöhe hinten | 70 % | 80 % |
| Reifendurchmesser hinten | 18 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2220 mm | 2080 mm |
| Breite | 965 mm | |
| Radstand | 1525 mm | 1425 mm |
| Sitzhöhe von | 860 mm | 860 mm |
| Gewicht fahrbereit | 204 kg | |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 187 kg | 150 kg |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 204 kg | |
| Tankinhalt | 18 l | 12 l |
| Führerscheinklassen | A2, A | A2 |
| Reichweite | 450 km | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 99 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 4 l/100km | |
| Ausstattung | ||
| Ausstattung | LED-Scheinwerfer | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Aprilia Tuareg 660 ist eine extrem leichtgängige Reiseenduro. Das gilt für den linear hochdrehenden Motor, die feine Kupplung und das niedrige Gewicht der Italienerin. Vor allem Offroad kann sie damit punkten. Bei der Bosnia Rally machte sie fast alles mit und konnte selbst im knackigen Gelände überzeugen. Kleine Schwachstellen, wie ein zu schnell absterbender Motor und eine bruchgefährdete Schraube am Schalthebel, können den Spaß auf ihr kaum trüben. Mit ihren mächtigen Federwegen ist das Leichtgewicht interessant für alle Reiseenduro-Piloten, die Offroad-Ambitionen besitzen, aber mehr Elektronik möchten als in der puristischen Yamaha Tenere.
Die Fantic Caballero 500 Rally positioniert sich als wendiges, spaßorientiertes Offroad-Motorrad mit starkem Charakter und überraschendem Tiefgang. Sie richtet sich nicht an jene, die kompromisslose Adventure-Tourer suchen, sondern an alle, die ein leichtes, intuitiv fahrbares und emotional aufgeladenes Bike für Geländeausflüge und Alltag suchen. Mit ihrem kräftigen Einzylinder, dem agilen Fahrverhalten und zahlreichen cleveren Detaillösungen bietet sie viel Freude – vor allem für Fahrerinnen und Fahrer mit geringer bis durchschnittlicher Körpergröße. Gleichzeitig zeigt sie Licht und Schatten: Dort, wo sie hochwertig gefräste Teile und Offroad-taugliche Lösungen bietet, begeistert sie. An anderen Stellen wie der Ergonomie für Große oder dem nicht deaktivierbaren ABS offenbart sie klare Grenzen. Doch genau das macht auch ihren Charme aus – eine kleine Italienerin mit Charakter, Ecken und Kanten.
- Lineare, fein dosierbare Leistungsentfaltung
- Fein dosierbare Kupplung
- Gelungene Ergonomie, sitzend wie stehend
- Üppiges, gut funktionierendes Elektronik-Paket
- Gutes Fahrwerk mit langen Federwegen
- Motor hat wenig Schwungmasse, neigt zum schnellen Absterben
- Hinterradbremse beißt für losen Untergrund etwas zu scharf zu
- Wenig robuste Aluguss-Schraube am Schalthebel als Schwachstelle bei Umfallern/Stürzen
- spielerisches Handling
- kräftiger, kultivierter Einzylinder
- wertige Details wie gefräste Fußrastenaufnahmen und Gabelbrücke
- gute Traktion im Gelände
- zugängliche Ergonomie für kleinere Fahrer
- Sound und Auspuffdesign emotional stimmig
- ABS nicht deaktivierbar
- Fahrwerk limitiert bei hohem Tempo und grobem Terrain
- eingeschränkte Ergonomie für große Fahrer
- Krümmer ungeschützt
- Bremshebel nicht klappbar