Motorradhelm und Ausrüstung richtig reinigen
Pflege-Tipps für Visier, Helmpolster und Bekleidung
Insekten am Visier, Schweiß im Innenfutter und Staub und Schmutz auf der Ausrüstung gehören zum Motorradfahren dazu. Wer Helm und Gear regelmäßig pflegt, sorgt aber nicht nur für eine saubere Optik. Vor allem beim Visier können wenige Minuten Pflege auch einen spürbaren Unterschied bei Sicht und Fahrkomfort machen.
Ein sauberer Helm fährt nicht automatisch besser. Aber spätestens wenn bei tief stehender Sonne die Überreste der letzten Insektenpopulation auf dem Visier beginnen, das Licht in alle Richtungen zu streuen, wird klar: Ein bisschen Pflege hat durchaus praktische Vorteile.
Motorradhelm und Bekleidung bekommen während einer Saison schließlich einiges ab. Außen treffen Staub, Straßenschmutz und Insekten auf die Oberflächen, innen sammeln sich Schweiß, Feuchtigkeit und Hautfette. Das alles ist völlig normal. Entscheidend ist eher, wie lange man die Rückstände dort arbeiten lässt.
Lieber regelmäßig reinigen als später schrubben
Gerade beim Helm gilt: Gewalt ist selten eine gute Lösung.
Je länger Insektenreste und anderer Schmutz eintrocknen, desto schwieriger lassen sie sich später entfernen. Wer dann mit viel Druck und einem trockenen Tuch loslegt, kann mehr Schaden anrichten, als man vielleicht vermutet.
Staub, Sand und andere kleine Partikel wirken beim Reiben im schlimmsten Fall wie Schleifmittel. Auf einer Helmschale ist das unschön, beim Visier noch problematischer. Dort können feine Mikrokratzer entstehen, die man bei Tageslicht kaum wahrnimmt, die sich bei Dunkelheit oder Gegenlicht aber durchaus bemerkbar machen können.
Deshalb die deutlich bessere Strategie: Schmutz zunächst anlösen und erst anschließend mit einem weichen Tuch abnehmen. Gerade bei hartnäckigen Insektenresten zahlt sich etwas Geduld aus.
Das Innenleben des Helms nicht vergessen
Während man einen schmutzigen Helm von außen sofort erkennt, passiert im Inneren vieles im Verborgenen.
An heißen Tagen oder bei sportlicher Fahrweise landet zwangsläufig Schweiß im Innenpolster. Dazu kommen Hautfette und Feuchtigkeit. Wird der Helm anschließend immer wieder einfach geschlossen ins Regal gestellt, kann sich mit der Zeit jener charakteristische Duft entwickeln, den vermutlich jeder Vielfahrer kennt.
Für solche Anwendungen bietet Motorex mit Helmet & Gear Care einen Aktivschaum an, der laut Hersteller sowohl für Helmschalen und Polster als auch für weitere Ausrüstungsgegenstände wie Protektoren, Schuhe oder Handschuhe gedacht ist. Der Vorteil eines Schaums liegt darin, dass das Reinigungsmittel an der behandelten Stelle bleibt und den Schmutz zunächst anlösen kann, bevor dieser mit einem Tuch entfernt wird.
Zusätzlich besitzt das Produkt desodorierende Eigenschaften. Das löst zwar nicht sämtliche Pflegeprobleme eines jahrelang intensiv verwendeten Helms, kann bei regelmäßiger Anwendung aber dabei helfen, das Innenleben sauberer und angenehmer zu halten.
Sauberes Visier: Kleine Maßnahme, großer Effekt
Beim Visier geht es nicht nur darum, dass der Helm auf dem nächsten Instagram-Foto sauber aussieht.
Bereits ein dünner Film aus Staub, Fett oder Insektenresten kann Licht streuen und Kontraste reduzieren. Tagsüber fällt das oft kaum auf. Interessanter wird es bei tief stehender Sonne, Gegenlicht oder in der Nacht, wenn entgegenkommende Scheinwerfer plötzlich deutlich stärker streuen.
Dann wird aus Reinigung tatsächlich ein Thema, das Einfluss auf die Wahrnehmung während der Fahrt haben kann. Motorex empfiehlt für die schnelle Reinigung der Visieraußenseite Viso-Clean. Durch die kompakte Verpackung lässt sich der Reiniger auch unterwegs mitnehmen – beispielsweise auf längeren Touren, wenn nach einigen hundert Kilometern mehr Insekten als klare Fläche auf dem Visier zu sehen sind.
Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen Außen- und Innenseite. Viele moderne Visiere besitzen Beschichtungen, etwa gegen Beschlagen, oder werden mit einem Pinlock-System kombiniert. Hier sollte man nicht einfach irgendeinen Reiniger verwenden, sondern sich an die Pflegehinweise des jeweiligen Helmherstellers halten.
Nach der Tour: Helm offen trocknen lassen
Mindestens so wichtig wie die eigentliche Reinigung ist das Trocknen danach.
Wer nach einer heißen oder verregneten Tour den Helm sofort schließt und irgendwo verstaut, schafft keine idealen Bedingungen. Feuchtigkeit kann aus Polstern und Textilien nur langsam entweichen.
Besser ist es, dem Helm an einem gut belüfteten Ort Zeit zum Trocknen zu geben. Das Gleiche gilt natürlich auch für Handschuhe, Stiefel und andere Ausrüstung.
Wer seinen Helm ohnehin gerade in der Hand hat, kann die Gelegenheit außerdem für einen kurzen Check nutzen: Funktioniert der Verschluss sauber? Ist das Visier beschädigt? Sitzen die Polster korrekt? Gibt es auffällige Nähte oder andere Verschleißspuren?
Damit wird aus dem Putzen nebenbei ein kleiner Ausrüstungscheck.
Fazit: Wenige Minuten Pflege können sich auszahlen
Niemand muss nach jeder Sonntagsrunde mit Wattestäbchen und Detailer vor dem Motorradhelm sitzen. Regelmäßige, schonende Reinigung ist aber deutlich sinnvoller, als Schmutz wochenlang eintrocknen zu lassen und ihn später mit Gewalt entfernen zu müssen.
Vor allem beim Visier lohnt sich die Pflege unmittelbar: Eine saubere Oberfläche verbessert die Sicht und verhindert, dass unnötige Verschmutzungen bei Gegenlicht oder Dunkelheit stören.
Beim Innenfutter geht es dagegen hauptsächlich um Komfort, Hygiene und darum, Schweiß und Feuchtigkeit nicht dauerhaft in den Materialien zu belassen.
Motorex bietet mit Helmet & Gear Care sowie Viso-Clean zwei speziell auf diese Bereiche abgestimmte Produkte an. Noch wichtiger als der Name auf der Dose bleibt aber die grundsätzliche Routine: Schmutz anlösen statt wegschrubben, empfindliche Oberflächen vorsichtig behandeln und die Ausrüstung nach der Fahrt ordentlich trocknen lassen.
Dann steht beim nächsten Mal tatsächlich wieder das im Mittelpunkt, worum es eigentlich gehen sollte: Motorradfahren.