Westwind Moto Pathfinder 20 im Praxistest

Wasserdichter Motorradrucksack für Adventure und Alltag

Bei einer aufwendigen Videoproduktion rund um den Newchurch Summit in Neukirchen am Großvenediger hatten wir über mehrere Tage hinweg die Gelegenheit, den wasserdichten Pathfinder 20 von Westwind Moto intensiv zu testen.

Bei einer aufwendigen Videoproduktion rund um den Newchurch Summit in Neukirchen am Großvenediger hatten wir über mehrere Tage hinweg die Gelegenheit, den Pathfinder 20 von Westwind Moto intensiv zu testen. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner typischen alpinen Seite: Sonnenschein am Vormittag, Regenschauer am Nachmittag und zwischendurch immer wieder kühle Temperaturen. Genau jene Bedingungen also, unter denen sich zeigen muss, ob ein Motorradrucksack tatsächlich praxistauglich ist oder nur eine optisches Accessoire.
Nach mehreren Tagen im Dauereinsatz fällt das Fazit erfreulich eindeutig aus: Der Pathfinder 20 hat sich in der Praxis dank vieler praktischer Features und solider Verarbeitungsqualität bewährt. Besonders positiv fiel der außergewöhnlich hohe Tragekomfort auf, der auch bei langen Arbeitstagen mit Kameraequipment, Laptop, Regengewand und persönlicher Ausrüstung nie zu Wünschen übrig ließ.


Westwind Moto Pathfinder Rucksack
Westwind Moto Pathfinder 20 Rucksack

Durchdachter Motorradrucksack mit überraschend hohem Komfort

Schon beim ersten Anlegen wird deutlich, dass sich die Entwickler Gedanken gemacht haben. Die Schultergurte lassen sich ebenso präzise in der Länge an die eigene Körpergröße anpassen wie jene im Hüftbereich. Dadurch sitzt der Rucksack stabil am Körper, ohne zu verrutschen oder unangenehm zu drücken. Gerade auf dem Motorrad ein nicht zu unterschätzender Vorteil, schließlich wird ein schlecht sitzender Rucksack nach einigen Stunden schnell zur unbequemen Belastung. Der Pathfinder 20 hingegen bleibt auch auf längeren Strecken angenehm unauffällig.
Ein echtes Highlight ist das Magnetverschluss am Brustgurt. Was auf den ersten Blick wie ein kleines Detail wirkt, entpuppt sich im Alltag als enorm praktisches Feature. Der magnetische Schnellverschluss lässt sich selbst mit Handschuhen intuitiv bedienen und rastet quasi automatisch ein, sobald sich die beiden Seiten der Schnalle annähern: Eine kurze Bewegung genügt, und der Gurt ist geschlossen oder wieder geöffnet. Eine clevere Kleinigkeit, die man nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte.
Mit seinem Fassungsvermögen von 20 Litern bietet der Westwind Pathfinder ausreichend Platz für den Alltag. Besonders praktisch ist das große Hauptfach, in dem sich problemlos ein Laptop unterbringen lässt. Laut Hersteller findet ein 13-Zoll-Gerät Platz, in der Praxis bleibt darüber hinaus noch genügend Raum für Ladegeräte, Regengewand und/oder Kameraequipment. Die wasserdichte Konstruktion schützt dabei zuverlässig vor Regen und Spritzwasser. Der Pathfinder erfüllt die Schutzklasse IPX6 und ist damit selbst für kräftige Regenschauer bestens gerüstet.


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Viele Features für erfreulich wenig Geld

Neben dem großzügigen Hauptfach mit zwei Netz-Fächern in Inneren verfügt der Rucksack über ein schnell zugängliches Außenfach. Dieses erwies sich während unseres Tests als besonders nützlich für Dinge, die man regelmäßig benötigt – etwa Smartphone, Geldbörse, Akkus oder Schlüssel. Statt jedes Mal das Hauptfach öffnen zu müssen, genügt ein kurzer Griff von außen.
Ein weiteres Ausstattungsmerkmal hebt den Pathfinder 20 von vielen Konkurrenzprodukten ab: Im Lieferumfang befindet sich ein integriertes Netz, mit dem sich ein Vollvisierhelm bei Bedarf außen am Rucksack befestigen lässt. Wer beispielsweise mit dem Motorrad jemanden abholen möchte, kann den zusätzlichen Helm für die Anreise bequem transportieren, ohne ihn umständlich am Motorrad verzurren zu müssen. Das Netz nimmt einen Integralhelm sicher auf und macht den Transport denkbar unkompliziert.
Auch die Materialwahl hinterlässt einen robusten Eindruck. Das verwendete 600D-Verbundgewebe ist laut Hersteller wasserfest, abriebresistent und reißfest ausgelegt. Die Verarbeitung vermittelt insgesamt den Eindruck, für den rauen Motorradalltag entwickelt worden zu sein und nicht bloß für den Weg vom Auto ins Büro.
Praktisch ist außerdem die Vorbereitung dafür, den Pathfinder direkt am Motorrad zu befestigen. Damit lässt sich der Rucksack bei Bedarf auch als kleine ”Gepäckrolle” auf dem Soziussitz verzurren.
Mit einem Eigengewicht von rund 1600 Gramm zählt der Pathfinder 20 nicht zu den absoluten Leichtgewichten seiner Klasse, allerdings macht sich das in der Praxis kaum bemerkbar. Verantwortlich dafür ist das hervorragend abgestimmte Tragesystem, das das Gewicht gleichmäßig verteilt und auch bei voller Beladung für hohen Komfort sorgt. Erhältlich ist der Westwind Moto Pathfinder 20 um 77,95 Euro in den Farbvarianten Grün, Beige und Schwarz.


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Fazit

Der Westwind Moto Pathfinder 20 überzeugt vor allem durch seine hohe Alltagstauglichkeit. Das durchdachte Tragesystem, die hervorragend einstellbaren Gurte, der komfortable Sitz und die cleveren Magnetverschlüsse machen ihn zu einem Begleiter, der auf dem Motorrad ebenso funktioniert wie im täglichen Einsatz abseits davon. Hinzu kommen die wasserdichte Konstruktion, der sichere Transport von Elektronik sowie die praktische Helmnetz-Lösung. Während unseres mehrtägigen Einsatzes rund um den Newchurch Summit gab sich der Rucksack jedenfalls keine Blöße und entwickelte sich schnell zu einem Ausrüstungsgegenstand, über den man nicht mehr nachdenken muss. Und genau das ist vermutlich das größte Kompliment, das man einem Motorradrucksack machen kann.


Autor

Bericht vom 07.07.2026 | 3.431 Aufrufe

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