Ducati 1299 Panigale S 2015

Community Report Ducati 1299 Panigale S 2015

Die Community ist sich einig: Die 1299 Panigale S ist ein Traum auf zwei Rädern. Fast einstimmige Begeisterung fürs Design, heftige Diskussionen über den Sound und viele sehnsuchtsvoll-realistische Kommentare zum Preis. Ein Rückblick auf ein 1000PS Video aus dem Jahr 2015!

Kurzüberblick 1000PS Community Review Ducati 1299 Panigale S 2015

Die Community ist sich einig: Die 1299 Panigale S ist ein Traum auf zwei Rädern. Fast einstimmige Begeisterung fürs Design, heftige Diskussionen über den Sound und viele sehnsuchtsvoll-realistische Kommentare zum Preis. Bei 25.000 Euro in Deutschland blieb sie für die meisten Fans ein Poster an der Garagenwand. Doch was damals vor 11 Jahren als richtig teuer galt wäre heute vermutlich ganz normal. Wir warfen einen Blick auf ein YouTube Video zur Panigale 1299 S aus dem Jahr 2015 und analysierten das Video und die Kommentare!


Denn die Community diskutiert nicht nur oberflächlich über Preis und Design. Ein 1299-Besitzer liefert konkrete Setup-Tipps ab, andere vergleichen sachlich mit der BMW S1000RR. Zwischen "würde ich am liebsten abschlecken" und nüchternen Rennstrecken-Analysen zeigt sich das ganze Spektrum der Ducati-Faszination.


Erfahrungen mit Ducati 1299 Panigale S im 1000PS TV Video

Unser Tester war von Anfang an begeistert - selten habe er sich so auf einen Test gefreut. Das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung, aber selbst im Wet-Mode auf rutschigem Asphalt in Portimão blieb die Faszination spürbar.


Design und Verarbeitung standen im Fokus. Die 1299 bekam gegenüber der 1199 subtile aber wichtige Updates: neue Front, überarbeitete Seitenverkleidung, modifiziertes Heck - alles für besseren Airflow. Das höhere Windschild schützt den Fahrer besser.


Die technischen Daten beeindruckten: 205 PS aus 1285 Kubik Superquadro-Motor, extrem kurzhubig mit 116 mm Bohrung. Das elektronische Öhlins-Fahrwerk der S-Version, Brembo Monoblock-Bremsen, Marchesini Schmiederäder - alles vom Feinsten.


Fahrdynamik offenbarte den Charakter: Nicht einfach zu fahren. Der V2 zeigt sich ruppig, mag es nicht wenn die Drehzahl zu weit fällt. Aber wenn er auf Touren kommt, dann richtig - in drei Wellen baut sich die Kraft auf. Ohne Wheelie Control und Traktionskontrolle wäre der Test nicht möglich gewesen.


Der Praxistest brachte gemischte Gefühle. Trotz verbessertem Sitz bleibt die Ergonomie auf Langstrecke problematisch. Die unendlichen Elektronik-Einstellungen brauchen mindestens zwei Rennstrecken-Tage zum sinnvollen Nutzen.


Das Fazit war eindeutig: Damals im Jahr 2015 schönstes und wahrscheinlich brachialste Motorrad am Markt. Super leicht, super handlich, schlank. Nur der Preis schmerzte.


Das sagt die 1000PS Community - Erfahrung und Meinung Ducati 1299 Panigale S

Ducati Panigale 1299S im Jahr 2015
Ducati Panigale 1299S im Jahr 2015

Designkonsens bei den Fans


Fast religiöse Verehrung fürs Design. "Das schönste Superbike am Markt?" bekam 73 Likes - der absolute Spitzenreiter unter den Kommentaren. "Definitiv!" und "Mit Abstand!" die Antworten. Ein User bringt es auf den Punkt: "Design 420/10 - alter sieht das Ding geil aus, italienisches Design."


Interessant wird es bei der Rangliste. Ein Kenner ordnet ein: 1. MV Agusta F4, 2. Aprilia RSV4, 3. Panigale 1199, 4. 1299. Trotzdem bleibt die Mehrheit bei der 1299 als Schönheitskönigin. "Zeitlos und fesselnd zugleich. Unnötig, Schön und Teuer" - diese drei Adjektive treffen den Kern. Das hat sich in den letzten 10 Jahren nicht verändert. Auch im Laufe der Jahre äußerten sich die Fans immer noch sehr positiv über die 1299er!


Sound spaltet die Gemeinde


Hier wird es kontrovers. "Kein Lautsprecher kann diesen infernalischen Power Sound wiedergeben, diesen Druck direkt in den Magen" - 58 Likes für pure Begeisterung.


Aber: "Ich komm auf den schrecklichen Sound nicht klar" bekommt immerhin 5 Likes. "Hört sich an wie ne 125er" provoziert die Antwort: "Das liegt am Video, live klingt sie super." Der klassische V2-gegen-Vierzylinder-Streit entbrennt in den Kommentaren.


Die Performance-Version mit Akrapovic-Auspuff erntet mehr Zustimmung. Unser Tester schwärmte von den "Explosionen" - das kommt in der Community an.


Preisrealismus trifft Träumerei


25.000 Euro in Deutschland, fast 30.000 in Österreich. Die Community kennt die Zahlen und ist ehrlich: "Für einen Normalverbraucher unerreichbar." So die Analyse damals zum Motorrad und zur Preisgestaltung.


"Unglaublich schön, unglaublicher Sound und leider ein unglaublicher Preis" bringt es mit 17 Likes auf den Punkt. Ein rührender Kommentar: "Bin leider zu alt und viel zu dick, bleibe also bei meiner Harley" - 20 Likes für ehrliche Selbsteinschätzung.


Zwischen den Zeilen schwingt Sehnsucht mit: "Nehmt ihr Weihnachtswünsche an?" und "Ich suche den Kobold mit dem Goldtopf." Die Ducati bleibt für viele der Lottogewinn auf zwei Rädern.


Praxistipp von einem echten Besitzer


Gold wert ist der Kommentar eines 1299-Besitzers. Sein Rat: Standard-Version kaufen, dann Öhlins TTX GP Racefahrwerk für rund 5.000 Euro und Thyssenkrupp Carbonfelgen für weitere 5.000 Euro nachrüsten. Ergebnis: Bessere Performance als die S-Version für nur 4.000 Euro mehr als der S-Preis. So seine Einschätzung!


Seine Begründung ist schlüssig: "Die S hat auf der Rennstrecke ein zu langsam arbeitendes elektronisches Fahrwerk. Ein manuelles Fahrwerk hat mehr Vorteile." Das ist Expertise aus der Praxis, nicht Marketing-Geschwätz.


BMW S1000RR als Benchmark


Mehrere User fragen nach dem Vergleich zur BMW S1000RR. Unsere Antwort damals: "Auf der Rennstrecke würde ich nach wie vor einen 4-Zylinder bevorzugen, der verlangt mir nicht so viel ab. Aber die Duc ist nicht so steril und berührt auch die Seele."


Diese Einschätzung spaltet weniger als erwartet. Viele sehen die BMW als das rationalere Werkzeug, die Ducati als die emotionalere Wahl.


Elektronik-Skepsis bei den Puristen


"Für mich einfach zu viel Power und noch mehr Elektronik! Ich will das Motorrad fahren und nicht als Passagier drauf sitzen." Der Kommentar trifft einen Nerv bei den Traditionalisten.


Die Gegenposition ist pragmatisch: Bei 205 PS braucht man die Elektronik schlicht zum Überleben. Unser Tester war ehrlich - ohne Wheelie Control hätte er in Portimão nicht angetreten.


Zuverlässigkeit bleibt Fragezeichen


Vereinzelt kommen kritische Töne: "Mein Kollege hatte nach 10 Runden Motorschaden!" - 9 Likes zeigen, dass Zuverlässigkeitssorgen berechtigt sind. Die Frage "Wie bewährt sie sich über 50.000 km?" blieb unbeantwortet.


Übereinstimmungen und Differenzen

Wo Tester und Community d'accord gehen:


Das Design ist Konsens. Unser "schönstes Motorrad am Markt" deckt sich perfekt mit dem Community-Eindruck. Auch bei der Performance herrscht Einigkeit: brachialer Schub, aber nicht einfach zu beherrschen.


Der Preis schmerzt alle gleichermaßen. Tester wie Community sahen damals 25.000 bis 30.000 Euro als Hürde für die breite Masse.


Wo die Meinungen auseinandergehen:


Beim Sound ist die Community gespalten, unser Tester war durchweg positiv. Die Langstrecken-Tauglichkeit sieht der Tester kritischer als manche Community-Mitglieder - einer fuhr sogar Weltreise mit der Panigale.


Interessant: Der Praxistipp zum manuellen Fahrwerk widerspricht unserem positiven Eindruck der elektronischen Öhlins-Dämpfer. Hier zeigt sich der Unterschied zwischen Medien-Test und Langzeit-Erfahrung.


BMW-Vergleich spaltet weniger als erwartet


Sowohl Tester als auch Community sehen die S1000RR als das rationalere Werkzeug. Die 1299 punktet mit Emotion und Design. Klare Rollen-Verteilung ohne Grabenkämpfe.


Fazit

Die 1299 Panigale S vereinte 2015 alles was Ducati-Träume befeuert: Italienisches Design auf Referenz-Niveau, brachialer V2-Schub und Rennstrecken-Gene. Sie ist weniger Transportmittel als rollende Kunst.


Die Community liebt sie mit offenen Augen. Niemand macht sich Illusionen über Preis oder Alltagstauglichkeit. Aber genau das macht den Reiz aus - sie ist das Superbike für besondere Momente.


Der Praxistipp eines Besitzers zeigt: Wer sie wirklich ausreizen will, greift zur Standard-Version und rüstet nach. Die S-Version ist der Kompromiss für alle die das elektronische Fahrwerk wollen, aber nicht das Setup-Know-how haben.


25.000 Euro sind viel Geld. Aber für ein Motorrad das so aussieht, so klingt und so fährt, zahlen manche gerne den Aufpreis zur Rationalität.


Stärken:
- Unstrittiges Design-Highlight
- Brachialer V2-Charakter
- Hochwertige Komponenten (Öhlins, Brembo, Marchesini)
- Umfangreiche Elektronik-Ausstattung
- Emotionale Ausstrahlung jenseits der nackten Leistungsdaten


Schwächen:
- Happiger Preis
- Langstrecken-Ergonomie problematisch
- Elektronisches Fahrwerk arbeitet zu träge für Rennstrecke (laut Besitzer-Erfahrung)
- Sound polarisiert stark
- Zuverlässigkeits-Fragezeichen bei hoher Belastung


Fazit: Ducati 1299 Panigale S 2015

Die Panigale 1299 S ist ein deutlicher Fortschritt zur alten Panigale. Ducati Fans, welche mit dem Vorgängermodell nicht ganz zufrieden waren, könnten in der neuen Maschine nun ihre große Liebe finden. Die vielen Änderungen am Motorrad haben sie stärker, schneller und auch etwas umgänglicher gemacht. Schnelle und erfahrene Piloten die 2-Zylinder lieben, haben ohnehin keine andere Wahl und werden glücklich werden. Traktionskontrolle, Motorelektronik zur Steuerung der Motorbremse und natürlich das elektronische Fahrwerk von Öhlins sind richtig guter Stoff. Aber auch die neue Panigale ist kein Motorrad mit welchem nicht so flotte Piloten quasi von alleine zu guten Zeiten finden wie z.B. im Sattel einer BMW. Die Ducati hat ihren eigenen Charakter den nicht jeder mag, aber Ducatisti zum Teil verzaubert.


  • bärenstarker Motor
  • geile Optik
  • tolles Elektronikpaket
  • schnelle Rundenzeiten für Panigale-Kenner und Profis möglich
  • sehr anstrengend zu fahren
  • Fahrverhalten für Hobbypiloten herausfordernd

Bericht vom 22.03.2026 | 1.026 Aufrufe