Honda CBR500R Supersport Test

Serie: Honda Einsteigerbikes für A2 Führerschein

Das 1000PS-Team testete glorreiche 7 Einsteigermotorräder von Honda mit maximal 48 PS. CB500F, CBR300R, CBR500R, CTX700N, NC750S, NC750X und SH300i. Mit Video zu jedem Test!

K.OTs Meinung zur CBR500R:

Auch die Einsteigerklasse will und braucht Supersport. Dass ein Modell dann nicht so radikal ausfallen kann, wie eine Fireblade oder die federleichte CBR600RR, liegt zum einen am Gesetz und zum anderen an der Klientel. Die Leistungsgrenze ist für Besitzer eines Führerscheins der Klasse A2 mit 48 PS gedeckelt. Die CBR500R erreicht diese Grenze bei einer Drehzahl von 8500 Touren, während das maximale Drehmoment von 43 Nm bei 7000 Touren ansteht. Bei einem Gewicht von 194 kg vollgetankt reicht das für beschwingliches, aber nicht schwindlig machendes Fahren. Eine radikale, stark vorderradorientierte Geometrie wünscht sich am Anfang der Motorradlaufbahn kaum jemand, entsprechend entspannt sitzt man im nur 790 mm hohen Sattel der CBR.

Der Lenker liegt auf Höhe des Tankrückens und nicht darunter, der Sitz ist besser gepolstert, die Fußrasten sind tiefer angebracht und das Windschild ist steiler und ragt weiter nach oben. Sinnvolle Abmilderungen eines Supersportler für mehr Zweckmäßigkeit und Komfort im Alltag. Der flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder-Viertaktmotor mit einer oben liegenden Nockenwelle, 8 Ventilen und einem Hubraum von 471 Kubik entspricht schon der EURO 4-Norm. Bei Abgasverhalten und Verbrauch war Honda schon immer sehr fortschrittlich und brav, leider gilt das auch für den Motorsound, der wirklich etwas an einen Rasenmäher erinnert. Ansonsten ist die CBR500R nicht nur für den Einstieg ein vielseitiges, spaßiges Motorrad für FahrerInnen mit sportlichen Anspruch.

Vaulis Meinung zur CBR500R:

Auch wenn sie technisch nicht ganz mit ihren potenten Superbike- und Supersport-Schwestern CBR1000RR Fireblade und CBR600RR mithalten kann, so sieht die CBR500R ihnen wenigstens zum Verwechseln ähnlich. Und das reicht auch schon, immerhin ist sie mit ihren 48 PS vorrangig für A2-Führrerscheinbesitzer gedacht, die genau diese PS-Zahl als Höchstgrenze fahren düfen. Dass man es mit einer so kleinen Gruppe an Pferden dennoch ordentlich krachen lassen kann, ist wiederum äußerst erfreulich und gibt der herlichen Optik eine kleine Bestätigung. Kernig dreht der 471 Kubik große Parallel-Zweizylindermotor von unten hoch, das Drehzahllimit wird erst bei rund 9000 Umdrehungen erreicht und man fühlt sich keineswegs untermotorisiert.

Dafür verzichten die Honda-Ingenieure glücklicherweise bei der Sitzposition auf supersportliche Allüren und spendieren der CBR500R vergleichsweise hohe Lenker sowie einen relativ niedrigen Sattel mit einer Sitzhöhe von 790 Millimetern. Damit macht Honda nicht den Fehler, den einige andere Hersteller machen, nämlich die CBR500R zu sehr in das sportliche Eck zu stellen und einer Klientel vorzubehalten, die eine übertrieben sportliche Sitzposition einer gemütlichen vorzieht. Stattdessen können auch so manche ältere Einsteiger die ordentliche Kraftentfaltung und die herrliche Optik der CBR500R genießen, ohne nach jeder Fahrt mit Rückenbeschwerden rechnen zu müssen.

Fazit: Honda CBR 500 R

Supersport und Alltagsnutzen sind zwei Extreme, die sich nur in einem Kompromiss vereinen lassen, der beide Seiten nur teilweise zufriedenstellt. Honda hat sich dazu entschieden, mehr auf den Alltagsnutzen zu achten und die CBR500R möglichst zugänglich und fahrbar zu machen. Optisch wirkt sie schärfer, als sie ist, der Spaß kommt trotzdem nicht zu kurz, weil Honda immer auf die Qualität und eine harmonische Abstimmung achtet. Für A2-Fahrer und alle, denen 48 PS reichen eine gute Wahl.


  • zuverlässig
  • sauber verarbeitet
  • entspannte Sitzposition
  • niedrige Sitzbank
  • ansprechendes Design
  • kein echter Supersportler
  • Leistung auf A2-Niveau

Bericht vom 08.07.2015 | 21.036 Aufrufe

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