Honda CBR300R Supersport Test

Serie: Honda Einsteigerbikes für A2 Führerschein

Das 1000PS-Team testete glorreiche 7 Einsteigermotorräder von Honda mit maximal 48 PS. CB500F, CBR300R, CBR500R, CTX700N, NC750S, NC750X und SH300i. Mit Video zu jedem Test!

K.OTs Meinung zur CBR300R:

Von keinem anderen Motorrad bei unserem Honda-Einsteigerbikes-Test war ich dermaßen positiv überrascht wie von der CBR300R. Ein griffiges Argument wäre jetzt: Was soll man sich von einem 300er Supersportler mit 4-Taktmotor auch erwarten, zumal die Konkurrenz mit mehr Hubraum und 10 PS mehr Leistung die Honda locker einsteckt. Hier sei nur kurz angemerkt, dass erstens Motorradfahren und der damit verbundene Spaß nicht nur von der Maximalleistung abhängen, und zweitens das natürlich schon ein bisschen stimmt. 31 PS sind kein Killer, weder im Pausenhof noch am Stammtisch. Doch die Gesamtabstimmung der CBR, die Präzision, die feinfühligen Bremsen, die Transparenz des Fahrwerks und die vorderradorientierte Sitzposition haben mich davon überzeugt, dass es Honda mit diesem Modell ernst meint.

164 kg vollgetankt sind schließlich ein MotoGP-Wert (zwinker). Begeistert hat mich außerdem das scharfe Design der kleinen CBR (wir hatten sie in schwarz), da muss sie sich wahrlich nicht hinter Fireblade und CBR600RR verstecken. Besonders die Instrumente haben es mir angetan. Der analoge Drehzahlmesser liegt exakt zentriert über der digitalen Geschwindigkeitsanzeige, daneben immer im Blick die Tankanzeige, Uhrzeit und die gefahrenen Kilometer; links und rechts davon die Kontroll- und Warnleuchten. Besser habe ich es noch nicht gesehen, da können sich die großen Schwestern echt noch was abschauen. Der Einzylinder-Viertaktmotor mag zwar nur 286 Kubik haben, aber ich hatte mit der CBR300R nicht weniger Spaß als mit leistungsfähigeren Modellen dieser Klasse.

Vaulis Meinung zur CBR300R:

Der Begriff Mogelpackung ist zwar in den meisten Fällen negativ behaftet, trifft auf die CBR300R aber im positiven Sinn voll und ganz zu: Einerseits wirkt sie von der Seite (wenn man die schmalen Reifen nicht sieht) wahrlich wie ein scharfes Rennstreckengerät, andererseits schließt man von dieser Optik schnell auf eine hundsgemein rückenmordende Sitzposition - die sie nicht hat. Natürlich sitzt man, dem sportlichen Gedanken geschuldet, eher vorderradorientiert auf der CBR300R, von unbequem ist sie aber immer noch weit entfernt.

Dafür kann sie dank ihres relativ niedrigen Gewichts von 164 Kilo vollgetankt mit einem unvergleichlich einfachen Handling punkten, das klarerweise wiederum von den schmalen Reifen mitbegünstigt wird. Auch die Ausstattung braucht sich vor den "echten" Supersportlern nicht zu verstecken, die Armaturen sind komplett und die Einzelscheibenbremse mit 296 Millimeter Durchmesser und lediglich einer 2-Kolben-Zange verzögert die CBR300R besser, als man es einer solchen Anlage zutrauen würde. Da lohnt es sich, dass Honda offensichtlich auf eine sportliche Fahrweise Rücksicht nimmt.

Schließlich passt auch das Triebwerk sehr gut in die sportliche und dennoch alltagstaugliche Auslegung: Der Motor will gedreht werden, damit er rund um 10.000 Touren seine Kraft ordentlich entfaltet - womit er ja ganz gut in den Club der drehzahlgierigen Supersportler passt. Dennoch überfordert er gewiss niemanden sondern eignet sich sogar bestens für ambitionierte Einsteiger. Wer also ein leichtes und handliches Motorrad mit sportlicher Optik sucht, dabei aber nicht auf ordentliche Bremsen und übersichtliche Armaturen verzichten möchte, könnte mit der CBR300R durchaus glücklich werden.

Fazit: Honda CBR 300 R

Kleine Supersportler, speziell unter der 500 Kubik-Grenze, werden leider immer noch belächelt. Dabei kommt es beim spaßig-sportlichen Fahren nicht unbedingt auf die Leistung an. Die Gesamtabstimmung muss passen und die einzelnen Komponenten, was bei der CBR 300 R der Fall ist. Das Design wirkt erwachsen, schlank und scharf, das Gewicht ist im Supersport-Sektor ein Traumwert und die Bremsen sind ebenso feinfühlig wie bissig. Wenn man die CBR 300 R ordentlich dreht und laufen lässt, wird vielen das Lachen vergehen.


  • supersportliches Design
  • sehr gute Bremsen
  • übersichtliche Armaturen
  • hoher Spaßfaktor
  • braucht ordentlich Drehzahl
  • Sitzposition auf Dauer anstrengend

Bericht vom 25.06.2015 | 42.144 Aufrufe

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