KTM 690 Enduro R 2014

Modelljahr 2014 im Detail. 70 Pferde, 10.000 km Serviceintervall. Mehr Abenteuer geht kaum.

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KTM 690 Enduro R 2014

Der Dampfhammer für Wüste, Stadt und Autobahn. Im Modelljahr 2014 besser denn je

 
LC4 und KTM gehören einfach zusammen. Nichts passt besser zu KTM als die LC4. Die LC4 Enduro repräsentiert, was KTM gerne verkörpert. Sie fuhr nach Dakar und steht inähnlicher Güte beim Händler. Alle anderen Hersteller meinen Einzylinder seien tot, KTM beweist dass man damit tausende von Einheiten pro Jahr verkaufen kann. Ganz nebenbei erfüllt man Euro4, bietet 10.000 km Serviceintervalle und 70 harte Pferde. Eine aussterbende Gattung sieht definitiv anders aus.

Start auf der Autobahn - Vollgas und keine Gnade

Beim Test des Modelljahres 2014 - ausgehend von Barcelona - begann der Test ernüchternd. 50km Autobahn standen erstmal am Programm. Auf Stollenreifen und bei kühlen Temperaturen rückten wir mäßig motiviert aus. Ob geplant oder ein organisatorisches Missgeschick sei dahingestellt. Die LC4 hat in beeindruckender Manier bewiesen, dass sie ein irre breites Motorradspektrum abdeckt. Auf der Autobahn ließen wir den Einzylinder ordentlich schreien. Bis Tempo 180 zog das vermeintliche Gelände-Tier sauber seine Spur. Sie war auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil und vertrauenserweckend. Mit diesem Motor könnte man vermutlich von Barcelona bis nach Lissabon fahren ohne einmal Gnade walten zu lassen - das Aggregat hat die Dakar überlebt also schnupft sie diese paar läppischen Kilometer mit links.

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Bildergalerie KTM Enduro R 2014
 

Tolles Ansprechverhalten vom Eintopf in der Stadt

Nach der Autobahn folgte ein Gezuckel durch ein spanisches Provinznest. Die Verbrennung im riesigen Brennraum wird ja mittlerweile von zwei Zündkerzen eingeleitet und die Drosselklappen von einem elektrischen Stellmotor angesteuert. Ride-by-Wire nennt sich das und fühlt sich gerade beim Einzylinder richtig gut an. Das Handling vom Bike in der Stadt ist in jeder Lebenslage absolut narrensicher. Nur beim Rangieren am Stand offenbart die KTM eine kleine Schwäche. Der Lenkeinschlag ist etwas zu knapp bemessen. Gut dass die LC4 so leicht ist und das Rangieren daher sehr leicht fällt. Für den Weg zur Arbeit ist die LC4 ein treuer Begleiter und wirkt souverän.

Konkurrenzlos in Sachen Vielseitigkeit

Nach Feierabend mutiert der Lastesel dann aber zum rassigen Sporthengst. Wir bogen rechts ab in den Feldweg, welcher recht knackig wurde. Ein paar Kilometer bogen wir dann auch noch ins Bachbett mit riesigen Kieselsteinen ab. Diese Abfolge von unterschiedlichen Terrains meistert SO kein anderes Motorrad. Volle Granate auf der Autobahn, dann in die Stadt und als Nachtisch ins ECHTE Gelände. Ganz großes Kino! Positiv beeindruckten uns da vor allem das hochwertige Fahrwerk, der makellose Motor samt Getriebe und die fein dosierbare und einfach zu bedienende Kupplung. Nur in den ganz langsamen Passagen wirkte die LC4 ein wenig kippelig. Der Schwerpunkt ist hier etwas höher als bei den sportlicheren Modellen und so musste ich manchmal mit dem Fuß am Kies die Situation retten.

 


 

Detailpflege auf hohem Niveau

Die Neuerungen machen sich positiv bemerkbar. Jede Kerze wird mit einem eigenen Mapping angesteuert - was für einen weichen Motorlauf sorgt. Die neue Gabel bietet Zug und Druckstufe, getrennt im linken und rechten Gabelholm - das ermöglicht ein präziseres Setup. Das ABS kann man zwar mit einem "Dongle-Stecker" komplett deaktivieren, doch offen gesagt war dies nicht nötig. Auch im Gelände fuhr man einfach "ganz normal" und erfreute sich am zusätzlichen Sicherheitsfeature in heiklen Situationen. In der aktuellen Version bietet die LC4 übrigens ein 2-Kanal ABS mit Überschlag-Schutz.

Allein auf weiter Flur

Insgesamt fällt es aber leicht die KTM LC4 Enduro zu empfehlen. Sie ist quasi konkurrenzlos. Alle Enduros die noch sportlicher sind, haben wesentlich kürzere Serviceintervalle. Alle komfortableren Bikes mit ähnlichen Serviceintervallen bieten deutlicher weniger Einsatzbereich im Gelände. Für Hardcore Abenteurer kommt die Einspritzer-KTM mit einem anwählbaren "Bad-Fuel-Mapping". Damit schluckt die Fuhre so ziemlich alles was sich auf diesem Planeten "Benzin" nennen darf. Auch das passt zum harten Charakter der LC4. Sie hat in jeder Hinsicht volle Nehmerqualitäten
 

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Text: 1000PS
Fotos:
KTM

Bericht vom 18.04.2014 | 56.345 Aufrufe

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