Derbi DRD 125 SM

Derbi Senda DRD 125 SM im Test.
 

Derbi Senda DRD 125

Derbi als Einstiegsdroge in die Welt des Motorrades.
 
Ui, muss das damals eine Qual gewesen sein als wir 16jährige Burschen mit den 50er Hobeln durch die Prärie schleichten. Ohne beherzte Eingriffe in die Technik, die mein Vater aber ohnehin untersagte, war da nicht viel mehr drin als 60 Kilometer pro Stunde. Etwas besser hat es da schon die Jugend von heute: die in diesem Jahr in Kraft getretene neue Führerscheinregelung erlaubt den bereits 16jährigen das Fahren von 125ern mit maximal 15PS.

Ein Bike das diesen Vorraussetzungen entspricht ist die spanische Derbi DRD 125 SM. Den Typ Senda kennen wir bereits in der 50 ccm Variante wo er noch bis vor kurzen der Traum vieler Pickelgesichter war. Die DRD 125 gibt sich im optischen Auftritt ähnlich - das sportlich, spartanische Design lässt ein quirliges, wendiges und kleines Spaßbike vermuten. Wendig ist die DRD allemal, zum quirlig sein fehlt es der DRD doch dann doch etwas am nötigen Schmalz. Zwar wurden mit den 15 PS das erlaubte Leistungsmaximum bereits ausgereizt, zu hohe Erwartungen sollte man aber an den Viertellieter Viertakter aber trotzdem nicht richten. Drehzahlmässig mag es die Derbi eher im oberen Bereich, dort fühlt sie sich wohl und bringt annehmbare Leistung
 

Starke Leistung - die Leistung der Bremsen ist beachtlich Machen wir uns nix vor - 125 Viertakt Kubik werden nie arg anreißen.
Sportlich minimalistisch, passend zum SuperMoto Konzept Nicht zu straff nicht zu weich - das Fahrwerk passt genau.

Dass die DRD 125 SM allerdings nicht nur was für die 16 bis 18 jährigen ist, davon konnten wir uns bei einigen Stadtfahrten überzeugen. Auf kaum einen anderen Bike genießt man so viel Überblick über den Verkehr in Kombination mit der schmalen Linie. Das vorbeihuschen am Stau oder zäh fließenden Kolonnen meistert kaum jemand besser als die DRD SM. Auch kurze Überlandfahrten sind für die DRD kaum ein Problem, mit einem Topspeed von 110km/h läuft man auch der Landstrasse definitiv nicht Gefahr eine Stau zu provozieren. Läuft man allerdings auf einen LKW auf sollte man die Fahrt hinter ihm fortsetzen, denn ein Überholmanöver ist nur in Slow Motion möglich.

Von längeren Ausfahrten sollte man aber Absehen. Denn die Sitzbank ist zwar auf den ersten Blick relativ weich,  drückt sich aber nach kurzer Zeit soweit zusammen, dass man auf den Rahmenrohren sitzt. Alles andere als weich ist aber die Bremse. Greift man beherzt in die Eisen, verzögert die DRD recht ordentlich. Verantwortlich dafür ist die 300mm Scheibe die an der Front hervorragende Leistungen bringt.
 

 
 
   
Unterm Strich ist die DRD ein feines Einsteigerbike, das zwar mit der Sitzhöhe (unter 170cm Körpergröße wird's etwas mühsam) und dem fehlenden Komfort die Käuferschicht etwas aussiebt. Dennoch kann sie mit ihrem einfachen Handling der guten Übersicht den mächtigen Bremsen und nicht zuletzt mit dem derzeitigen Aktionspreis von 3.699€ (Liste: 4.100€) überzeugen.

 
Interessante Links:

Text: Patrick Auer "arlo"
Fotos:
cptkuk

   

 

Bericht vom 11.09.2013 | 53.555 Aufrufe

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