KTM 1190 Adventure R

Joe Pichler testet die neue KTM Adventure R auf einer 12.000 km langen Testfahrt quer durch Afrika.
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Joe Pichler - Afrika mit der neuen KTM 1190 Adventure R

Noch bevor erste Journalisten am Gasgriff der neuen KTM 1190 ADVENTURE R drehen konnten und lange bevor das Bike jetzt am Orange Day zu den KTM Händlern rollt, schickte KTM Österreich Joe Pichler sprichwörtlich in die Wüste, um das Bike unter den Bedingungen zu testen, für die es entwickelt und gebaut wurde. Abenteuer, aber richtig! Der Erfahrungsbericht einer über 12.000 Kilometer langen Testfahrt.
 
Das einheitliche Statement aller meiner Bekannten war: Du bist total verrückt! Mit einem neu entwickelten Motorrad durch Afrika zu fahren. Völlig alleine und die Hälfte der Strecke mit Renate am Sozius. Aber mein Vertrauen in die Jungs aus Mattighofen ist grenzenlos. Obwohl ich anfangs ehrlich gesagt selber skeptisch war, als mir Alois (Anm. Thaler, KTM Entwicklung) im Werk die neue Adventure erklärte. MTC (Motorcycle Traction Control) und ABS (Anti-Blockier-System) waren Fremdwörter für mich. Gerade mal 300 Kilometer bin ich vor der Abreise mit dem Bike gefahren, bevor es nach Afrika ging.

Als dann auf den ersten Kilometern in Äthiopien im dichten Stadtverkehr von Addis Abeba der Blinker und die Hupe nicht funktionierten und dazu die Bremsen erst nach mehrmaligem pumpen zupackten, wurde meine Euphorie kurzeitig etwas getrübt. Heil im Lido Hotel angekommen, machte ich mich dann aber sofort auf die Suche nach dem Fehler. Es stelIte sich schnell heraus, dass ich am Flughafen den Multifunktionsschalter schlecht zusammengebaut hatte und durch den Transport irgendwie Luft ins Bremssystem gekommen war. Schalter ordentlich zusammengebaut und die Bremsen einmal entlüftet, fertig.

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Auf den steinigen Pisten Südäthiopiens konnte die neue 1190 ADVENTURE R erstmals ihre Vorzüge voll ausspielen. Geradezu spielerisch ging es über die felsigen Passagen. Die seidenweiche Kraftentfaltung erleichterte das Fahren im schwierigen Gelände enorm. Ein weiterer großer Pluspunkt war das Temperaturmanagement des Motors. Die beiden Lüfter sorgten auch bei tropischen 40 Grad und tiefem Sand am Ufer des Turkana Sees für ausreichend Kühlung.

Erst die materialmordenden Wellblechpisten im Südsudan forderten dann ihr erstes Opfer. Zwei Schrauben am Gepäcksystem rissen, kurzerhand habe ich vor Ort eine Verstärkung einschweißen lassen. Meine anfängliche Skepsis wegen des geringeren Federwegs zur Vorgängerin war unbegründet. Die fehlenden Zentimeter waren im normalen Pistenbetrieb nicht zu bemerken. Viel wichtiger war hier ein richtig abgestimmtes Fahrwerk.
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Einzig die geringere Bodenfreiheit, wegen des unter dem Motor verlegten Auspuffs, war bemerkbar. Da krachte es schon ab und zu gewaltig am Motorschutz. Aber dafür wurde er ja gebaut. Ab Mombasa war dann auch Renate am Sozius dabei und begeistert von der Sitzbank. So komfortabel sei sie noch nie durch Afrika gefahren.

Nach über 12.000 Kilometern durch Äthiopien, Südsudan, Kenia, Tansania und Mosambik wurde die KTM 1190 ADVENTURE R nun in Nairobi für die nächsten acht Wochen zwischengeparkt, bevor es bald nach Madagaskar weitergeht. Fortsetzung folgt …
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Text: 1000ps
Fotos:
Joe Pichler KTM

Autor
patrick_b

PATRICK_B

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Bericht vom 21.03.2013 | 11.168 Aufrufe

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