KTM Offroad 2010

Detailverliebt präsentiert sich die Offroad-Palette von KTM. Große Auswahl!

KTM EXC & SX 2010

5 verschiedene Motocross Modelle, 8 verschiedene Enduros! Die Qual der Wahl 2010! Ein Überblick..

   

Was für ein Lebenszeichen! Die 125er zieht kreischend eine Spur durch die Sonderprüfung. Die vermeintlich kleine Maschine entwickelt die Power gnadenlos und beschleunigt ebenso. KTM präsentiert uns die neue Offroad Palette im Jahr 2010 in den Ausläufern der sommerlich heißen Toskana und wir Journalisten kamen kräftig ins Schwitzen. Denn es gab viel zu tun. Die Bandbreite an Modellen ist riesig und die Zweitakter bewiesen wieder einmal, wie lange Totgesagte leben können. Auf dem abwechslungsreichen Terrain offenbarten die Modelle ihren Charakter. Grundsätzlich hat sich an der Positionierung der einzelnen Motorräder nichts geändert und es kamen auch keine neuen Varianten hinzu, es wurde jedoch sehr detailverliebt weiterentwickelt.


Detailverliebte Weiterentwicklung im Fuhrpark


 

Die EXC 125 zum Beispiel ist die wendigste Enduro nach wie vor von KTM. Sehr leicht und wieselflink wedelt man mit ihr durchs Unterholz. Im aktuellen Modelljahr wurde die Geometrie leicht geändert und die 125er bietet nun ebenso wie die 200er mehr Lenkeinschlag. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil sobald es richtig eng wird. Bei beiden Modellen wurde außerdem im Getriebe der erste Gang verstärkt.

Noch beeindruckender emfpinde ich stets die Vorstellung der bärenstarken 300er. Ebenfalls sehr leicht und handlich aber viel Drehmoment und unendliche Reserven in jeder Fahrsituation. Seit Jahren schon sind die großen Zweitakt-Enduros von KTM recht einfach und irre schnell zu fahrende Motorräder. Es sind viele kleine Bausteine, welche die aktuellen Zweitakter zu solch guten Enduros machen. Der Motor an der 300er kann seidenweich dosiert werden und anders als bei der 125er gibt es mehr Möglichkeiten als 0 oder 1. Quasi als kongenialer Partner des guten Motors tritt die ebenso gute Kupplung in Erscheinung. Wenn man mit dem Gasgriff nicht mehr ausreichend sauber bzw. flink dosieren kann, erledigt die Kupplung punktgenau den Rest. In der Praxis können so auch überraschend auftauchende Hindernisse oder Steilhänge attackiert werden. Diese Spritzigkeit und Agilität erreicht im Moment kein Viertakter.


Nicht nur rauf, sondern auch runter!


Beim Thema Enduro denkt man oft an Steilhänge, Hindernisse und die Herausforderung, diese zu bezwingen. Doch wer rauf fährt, muss auch irgendwo wieder runter fahren, und dort bieten die Zweitakter den am einfachsten umzusetzenden Vorteil: das geringe Gewicht und den niedrigen Schwerpunkt. Selbst die ebenfalls leichte 250er Viertakter erfordert in den kniffligen Bergabpassagen mehr Kraft als die kräftige 300er 2-Takter. Das letzte große Manko, der fehlende Elektrostarter, wurde schon längst beseitigt und auch 2010 gibt es sowohl die 300er als auch die 250er mit einem Elektrostarter. Für das aktuelle Modelljahr wurden übrigens sowohl der Startermotor als auch das Verbindungsgetriebe zum Kurbeltrieb robuster und wartungsärmer gestaltet.


Zweitakter - günstig und leise!


Nicht unerwähnt sollen die praktischen Vorteile der mittlerweile hochmodernen Zweitakt-Enduros sein. Die 300er, aber auch die 250er kann man ausgesprochen leise fahren. Erst wenn man sie richtig dreht, entwickeln sie das bekannte Zweitaktkreischen. Allerdings ist das Geräusch nur in unmittelbarer Umgebung etwas nervig, schon ein paar Kurven weiter ist wenig zu hören. Die Zweitakter schonen auch die Geldbörse in jeder Hinsicht. Schon in der Anschaffung sind sie günstiger und der Serviceaufwand reduziert sich auf ein lächerliches Mindestmaß. Otto-Normalendurist muss in Wahrheit nur einmal im Jahr die Werkzeugkiste angreifen.

Doch auch bei den Viertaktern hat KTM in einigen Punkten weitergearbeitet um die dominante Position am Markt halten zu können. Die Auswahl ist riesig. 250, 400, 450 und 530 Kubikzentimeter Hubraum stehen zur Verfügung. Die feine Unterteilung macht absolut Sinn. Die 250er ist ganz klar als einfach zu fahrendes Einsteigermodell positioniert. Sie ist die kräfteschonendste aller KTM Enduros und muss nur dann zurückstecken, wenn richtig viel Power gefragt ist. Auf tiefem Böden zum Beispiel oder bei langen und steilen Steilhängen.

Die 400er ist das Universalgenie im Fuhrpark und macht wohl jeden Endurofahrer glücklich. Der Motor ist milder und einfacher zu fahren als die scheinbar nur geringfügig stärkere 450er. Doch bei der Abstimmung wurde bei der 450er eben mehr Wert auf eine gute Enduro-Sonderprüfungszeit gelegt, bei der 400er steht die einfache Fahrbarkeit im Vordergrund.

 

Die 530er ist auch keine wilde Bestie, hat aber wie die 300er auch eigentlich Leistung im verschwenderischen Ausmaß. Die 530er ist die richtige Maschine für stämmige Piloten oder aber auch für weitere Endurotouren, denn sie kann stehts in einem angenehmen Drehzahlniveau gefahren werden. Der starke Motor kommt auch jenen Fahrern entgegen, welche selbst eine KTM-Kupplung nicht punktgenau zum Einsatz bringen können. Die 530er hebt man alleine mit dem Gasgriff ganz einfach über jeden Baumstamm. 

KTM hat also in keinem Bereich das Rad neu erfunden, stellt aber mit der aktuellen Palette immer noch die unangefochtene Benchmark dar. Für KTM-Piloten sind die vielen "Ready-to-Race" Details eigentlich schon selbstverständlich, für alle anderen hier ein kurzer Überblick über die feinsten Features welche mitlerweile eigentlich schon KTM-Tradition haben.

  • Sehr gut zu dosierende hydraulisch betätigte Kupplung

  • Sehr gute Bremse. In Verwendung ist die neueste Version von Brembos-Offroad Bremszange. Im aktuellen Modelljahr noch mal verbessert.

  • Einfacher Zugang zum Luftfilter

  • Hochwertiger Alulenker, hochwertige Bedienelemente, hochwertige Plastics und Sitzbank


Schlechte Nachricht für die Journalisten: Auch die 450er Motocross
ist viel zu stark


Ähnlich wie bei den Enduros sieht es auch bei den Motocross-Modellen aus. Sehr breite Auswahl, saubere Modellpflege und keine Revolutionen. Die gute Nachricht für die Journalisten vor Ort: Die grausamen Motocrosser mit mehr als 500 ccm Hubraum sind nicht im Programm. Die schlechte Nachricht: Auch die 450er ist viel zu stark. Im Jahr 2010 wurde die Vergaserabstimmung ein wenig geändert. Angeblich wurde die 450er dadurch einfacher zu fahren. Bei Kolben und Kupplung wurde ebenfalls Hand angelegt und hier wurde die Ausdauer erhöht. Auf der Jagd nach den letzten Zehntelsekunden hat man nun ein 5-Gang Getriebe anstelle von vier Gängen zur Verfügung. Das wichtigste ist und bleibt jedoch der astrein funktionierende Elektrostarter an der 450er. Ja, es gab auch eine Stelle auf der Teststrecke wo ich mit der 450er Vollgas gebe konnte, doch wesentlich mehr Sinn machte für mich als Sonntagsfahrer die 250er. Diese blieb im wesentlichen unverändert, nur neue Gabelbrücken wurden der 250er SX-F wie auch allen anderen Motocross Modellen spendiert. Der einzige Wehrmutstropfen an dem idealen Hobby-Crosser sind die klassenüblichen  Wartungsintervalle.

Wesentlicher billiger und einfacher kann man Spaß auf der Motocross-Piste mit der 250er SX haben. Die bärenstarke Zweitaktmaschine ist für den Hobbyfahrer trotz der Mehrleistung bestimmt auch die bessere Wahl als eine 125er oder 150er. Man kann sie mit müden Armen auch mit etwas weniger Drehzahl oder im Teillastbereich fahren - nur zuhören darf dann halt niemand.

 
Alle 2-Takt Modelle haben nun einwandige Krümmer. Diese lassen sich nun einfacher reparieren und sind leichter. 2010 kommen die KTM Modelle wieder mit mehr orange und etwas weniger schwarz.
Der Zylinderkopf wurde verstärkt und hält damit noch länger als unsere Unterarme volles Feuer aus. Bei der 400er, 450 und 530er Enduro verläuft der Rahmen nun 10 mm tiefer in den Steuerkopf. Tank und Sitzposition rücken nun etwas nach unten.
Die neue Gabelbrücke klemmt die Gabelrohre zwar ebenso fest aber gleichmäßiger als bisher. Wie bisher ist der Luftfilter wieder sehr leicht zugänglich und ohne Werkzeug zu wechseln.
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Die neuen Graphics an den EXCs und SX Modellen sehen gut aus (Bild oben). Im Fahrerlager ist man damit aber nur so lange die Nummer 1 bis der erste Held mit einer SixDays Variante anrückt (Bild unten).

KTM 2010 - Video

 

KTM 2010 - Testtage

 

Keine Frage, die Auswahl ist groß! Zu groß, um ohne Probefahrt die richtige Wahl zu treffen. KTM bietet deshalb zwei große Testtage mit allen Offroad Modellen der Saison 2010 an.

KTM Testtag in Schrems, NÖ
Wann: 05. September 2009, 9 bis 15 Uhr
Wo: MSC Schrems, Niederschrems 122, 3942 Niederschrems, Schrems, www.msc-schrems.at
Was: 2010 Enduro und Motocross Modelle von KTM
Nähere Auskunft bei RS Schalko GmbH unter Telefonnummer 02853 76940 oder info@rsschalko.at

KTM Testtag in Ampflwang, OÖ
Wann: 13. September 2009, ab 9 Uhr
Wo: Hausruck-Park Offroad, 4843 Ampflwang, Hinterschlagen
Was: 2010 KTM Enduros, KTM Quads und die neuen Modelle von Husaberg
 

KTM 2010 - Sportminicycles

 

Bei den Motocrossern ist KTM gut dabei, bei den Enduros klarer Marktführer und bei den Sportminicycles eine absolute Macht. Ein billiges Bike fürs Kreisefahren im Garten ist nicht im Programm, dafür gilt der "Ready-to-Race" Slogan ohne Ausnahme auch für die kleinen Motocrosser. Die 50er SX arbeitet mit einem Eingang-Automatikgetriebe die 65er und die 85er haben ein Sechsganggetriebe.

 

KTM 2010 - Technische Daten

Technische Daten KTM EXC und SX Modelle 2010

 

Bericht vom 07.09.2009 | 79.749 Aufrufe

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