18 Monate Sperre für Andrea Iannone

Der Skandal findet sein Ende

Der monatelange Prozess rund um Andrea Iannones Dopingskandal scheint ein Ende zu finden. Die FIM-Richter haben nun eine 18-monatige Sperre gegen den Italiener ausgesprochen.

Es war bereits bekannt, dass sich das Aprilia MotoGP Team nach anderen Fahrern umsieht, sollte es zu einer Verurteilung kommen. Nun wurde die Befürchtung für das Team rund um Manager Massimo Rivola Realität. Andrea Iannone ist bis 16. Juni 2021 gesperrt.

Positiver Dopingtest wegen Lebensmittelverunreinigung

Der Stein geriet nach einer Routine-Dopingkontrolle nach dem GP von Sepang ins Rollen, als Drostanolon, ein anaboles Steroid, in Andrea Iannones Urinprobe gefunden wurde. Sowohl die FIM, als auch die Anti-Doping-Agentur WADA listen diesen Stoff unter den verbotenen Substanzen. Ab der ersten Sekunde zeigte sich Iannone unwissend, wie der Stoff in seinen Körper gelangte, doch selbst die Gegenanalyse (Probe B) brachte ein positives Ergebnis auf Drostanolon.

Während der gesamten Verhandlung plädierte Iannone und das Aprilia Team auf eine Lebensmittelverunreinigung, die den Stoff in seinen Körper brachte. Das Gericht akzeptierte zwar die Erklärung, dass er nicht bewusst dopte, da die Richter aber der Meinung sind, ein Sportler müsse prüfen, was er zu sich nimmt, wurde trotzdem die Strafe ausgesprochen. Iannone wehrt sich gegen den Vorwurf und erklärte, dass seine Kollegen und er in Restaurants unmöglich prüfen könnten, ob, oder wie das Essen verunreinigt wurde.

Andrea Iannone: Sperre bis 16. Juni 2021

Seit dem 17. Dezember 2019 gilt Iannone bereits als gesperrt, doch durch die positiven Drogentests und die Entscheidung der Richter wird der Italiener rückwirkend auch aus der Wertung der 2019er Rennen in Sepang und Valencia genommen. Letztendlich darf Iannone bis 26. Juni 2021 an keine FIM-Veranstaltung mehr teilnehmen - länger als sein aktueller Vertrag bei Aprilia.

"Das Urteil kam überraschend. Wir haben nicht erwartet, dass es so läuft", erklärt der Iannone gegenüber 'Sky Sport 24'. "Wir sehen das Urteil positiv, meine Unschuld wurde anerkannt, auch wenn wir im Grunde genommen verloren haben, weil wir für 18 Monate disqualifiziert wurden."

Aprilia Team steht hinter Iannone

"Nach einer ersten Analyse ist es zufriedenstellend zu sehen, wie das völlige Fehlen einer Absicht und die zufällige Natur der Einnahme von Steroiden erkannt wurde", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Aprilia Teammanager Massimo Rivola stellt sich jedoch gegen das Urteil der Richter: "Die Richter erkannten Andreas völlige Gutgläubigkeit und Unwissenheit bei der Einnahme der Substanz an und bestätigten damit das Argument der Lebensmittelverunreinigung. Aus diesem Grund macht die verhängte Strafe keinen Sinn. In Anbetracht der von den Richtern selbst verfassten Beweggründe hätte Andrea freigesprochen werden müssen, wie dies bei anderen betroffenen Sportlern immer der Fall war"

Letzte Chance beim Sportgerichtshof CAS

Nach dem Urteil sieht Andrea Iannone seine letzte Chance beim Sportgerichtshof CAS, wo er das Urteil anfechten wird. Wie lange dieser Prozess nun dauert und bis wann ein weiteres Urteil gesprochen wird, ist unklar. Die Verzögerung der Saison 2020 spielt ihm natürlich in die Hände. "Wir wollen, dass Andrea wieder auf seine Aprilia RS-GP steigt. Wir werden bis zum Ende dieser Angelegenheit an seiner Seite sein und ihn bei seiner Berufung unterstützen", fügt Rivola hinzu.

Bericht vom 02.04.2020 | 3.261 Aufrufe

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