ACC Nagycenk 2011

ACC Lauf in Nagycenk. Hirschmugl siegt vor Pöschl und Fally.

ACC Nagycenk

Perfekte Wetter-, und Streckenbedingungen und ein dritter Sieger im dritten Lauf es bleibt mehr als spannend in der XC Pro Class. ACC Champ 2010 Mario Hirschmugl (Stmk, KTM) schlägt zurück und gewinnt vor Rudi Pöschl (Tirol, Husaberg) und Seppi Fally (Stmk., Kawasaki). Alle drei bleiben damit in Reichweite zum Titelgewinn.
 
ACC Titelverteidiger Mario Hirschmugl ließ im 3. Lauf zur ACC nichts anbrennen und fuhr einen souveränen Start-Ziel Sieg nach Hause. Dahinter fighteten die beiden Gewinner der vorangegangenen ACCs, Pöschl und Fally, um den zweiten Platz, während Hirschmugl kontinuierlich seinen Vorsprung binnen der zwei Stunden Renndistanz vergrößerte.

Keine andere ACC Strecke bietet mehr Abwechslung und eine längere, spektakulärere Kursgestaltung als diese Location. Cross-Country Racing vom Feinsten! Die Staub-Hölle wurde gebändigt und die aufgewirbelten Nebelschwaden ließ die ACC-Reiter nicht aus der Ruhe kommen: Das angenehm bewölkte und kühle Wetter, am Ende durchsetzt durch leichten Regen, erlaubte Vollgas über die zwei Stunden Rennndistanz.

Mit einem Blitzstart schob sich der amtierende ACC Champ aus der Steiermark an Pöschl vorbei und baute gleich zu Beginn seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Während die Gewinner der letzten beiden Läufe, Fally und Pöschl, einen harten Kampf um Position zwei ausfochten, baute Hirschmugl seinen Vorsprung weiter aus. Seine Kondition-, wie auch seine Nerven hielten und er brachte den Lauf als souveräner Sieger ins Ziel. Hirschmugl ist damit Führender der Meisterschaft, seine beiden Verfolger sind aber in absoluter Schlagdistanz dahinter platziert und dank des am Ende noch abzuziehenden Streichresultates wird dieses Dreigestirn der schnellsten XCC-Rider Österreichs auch in den verbleibenden zwei Läufen im September noch ordentlich Eier zeigen müssen, um am Ende als ACC-Champ 2011 zu reüssieren.

Nun folgt die verdiente Sommerpause für alle ACCler, bevor es am 3. September weitergeht. Das große Finale findet dann am 24. September in Schrems statt.

 

Bericht aus dem Mittelfeld - NastyNils mit dabei


Platz 23 von 38 Startern in der Klasse XC-Sport B sind in meinen Augen gutes Mittelfeld, wenn nicht gar vorderes Drittel. Mit der Mathematik nehme ich es keinesfalls sehr genau, wenn es um die positive Darstellung des eigenen Rennergebnisses geht. Das Rennen in Nagycenk war auch für die breite Masse an Hobbyfahrern abseits der XC PRO Klasse ein Adrenalinrausch. Bernd Hupfauf und der Flatout Crew haben mächtig gehackelt und uns eine feine Strecke ausgebandelt. Von dem riesigen Areal blieb quasi kein Meter ungenutzt und die Strecke war sowohl qualitativ als auch quantitativ schwer in Ordnung. Im Gegensatz zum Vorjahr hielt sich auch die Staubbelastung in Grenzen - da war aber nicht nur die tolle Organisation sondern auch das Wetterglück mit dafür verantwortlich.

Bunte Mischung aus spannenden Zweikämpfen und Einsamkeit

Durch die lange lange Strecke verteilte sich in allen Läufen der Fahrerpulk schon in der zweiten Runde und man konnte sein Rennen in einer bunten Mischung aus spannenden Zweikämpfen und einsamen Passagen fahren. Ich selbst war mit der Husaberg FE 390 mit am Start und der kleinen Berg war das Gelände quasi auf den Leib geschneidert. Im winkeligen Waldslalom konnte ich mit der wendigen Schwedin jene Zeit gut machen, die ich bei den Sprüngen liegen gelassen habe. Im Wald gab es quasi kein Stück glatter Erde mehr - hier waren nur noch Furchen und Dellen zu sehen und die Dämpferelemente konnten endlich mal richtig Schwerarbeit leisten. Mit entsprechendem Zug an der Kette verkamen die Endurokrater zu unscheinbaren Hügelchen und ich konnte für meine Begriffe einen tollen Speed fahren. Doch alleine in meiner Klasse waren 22 Piloten schneller als ich unterwegs. Beim Studium der Ergebnisliste fielen mir nicht nur die ersten 3 - Patrick Glettler (Yamaha), Robert Scharl (Husky) und Wolfgang Leitgeb (KTM) ins Auge. Auch ein paar alte Bekannte platzierten sich leider vor mir. Der Husaberg Händler Rameis Rudi auf seiner Berg landete auf Platz 6. Obwohl er mit Startplatz 69 nur einen Platz vor mir gestartet ist. Lag vermutlich daran, dass er mit mehr Hubraum unterwegs war als ich. Österreichs best trainierter Motorradverkäufer, Jürgen Mican, führ mit seiner Husqvarna auf Rang 8. Gibt wohl keine Offroad- oder Supermotoserie wo der Starverkäufer vom Mayerhofer aus Wr. Neustadt nicht mit dabei ist. Nur echte Werkspiloten kommen im Jahr auf mehr Fahrzeit als er. Auf Rang 14 entdeckte ich Chris Schipper, Geschäftsführer von KTM Österreich auf der Ergebnisliste. Darf doch nicht wahr sein! Ich hoffe auf heftige Überstunden im orangen Büro in den nächsten Wochen um Trainingseinheiten unmöglich zu machen. Alle Gegner sollen doch bitte brav hackeln und weniger trainieren damit mein eigenes Trainingsprogramm anständig Früchte trägt!

Achja: Um evtl. Fragen schon im Vorfeld zu beantworten. Das kunstvoll geschwungene Braunauer-Kennzeichen an der Husaberg soll das Heck etwas schlanker machen - passt perfekt zum würdevollen Auftritt vom blauen Wikinger.

 
 

Text: hupfauf, nastynils
Foto: Hupfauf oder einer seiner Freunde

Bericht vom 20.06.2011 | 2.993 Aufrufe

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