Supermoto WM St.Wendel

Van den Bosch gewinnt aber Chareyre Brüder dominieren mit neuer Husqvarna - Husaberg wieder mit Achtungserfolg, Delepine wieder auf dem Weg zur Spitze.

SUPERMOTO GROSS-EVENT WM + EM + DM + CUP IN ST. WENDEL

Optimale Wetterbedingungen für die Supermoto-Großveranstaltung in St.Wendel brachte volle Zuschauerränge. Ca. 15 000 Zuschauer bekamen spannende Zweikämpfe zu sehen. Folgende Kategorien standen in St. Wendel an: Weltmisterschaft S1, S2 . Deutsche Supermotomeisterschaft S1 S2. Europameisterschaft und Der 4. Lauf zum APRILIA-CUP. Am Freitag ging es deshalb bereits zur Sache mit Qualifikationsläufen.

Start zum 4. Lauf des Aprilia-Cup. Thomas Kredl aus Wassertrüdingen konnte 2 mal voll punkten und verwies Michael Sommer auf die Plätze.

Start zum DM-Lauf. Jerome GIRAUDO, Michi Herrman und Jochen Jasinski in der ersten Reihe, Dirk SPANIOL mit der Nr. 17 in Lauerstellung. Mit einem 2. und einem 3. Platz holt er den Tagesieg und liegt jetzt nur noch 3 Punkte hinter Jerome GIRAUDO in der Meisterschaftswertung.

Zu Beginn der WM-Rennen kam es für Verderosa zu einem schweren Unfall in der ersten Kurve. Benommen blieb MAX liegen. Mit geprellten Rippen ist er inzwischen wieder in Mailand und fragt schon nach den nächsten Rennterminen. Gerald Delepine konnte knapp vor Pignotti den ersten Lauf für sich entscheiden. Im zweiten Lauf kam er an dem cool bleibenden Testu nicht vorbei und musste sich mit dem 2. Platz zufrieden geben. Pignotti kämpfte sich mit seinem Ersatzmotorrad bis auf den 3. Platz vor.

Bei der WM Klasse S1 übernahm Thomas Chareyre die Führung vor Hiemer, bis Bosch an beiden vorbeiging. Hiemer und Thomas Chareyre kollidierten und beendeten den Lauf noch als 7. bzw. 10. Bosch schnapte sich Adrian Chareyre und gewinnt Lauf 1.

Van den Bosch vor A. Chareyre auf dem Weg zum Sieg. Im zweiten Lauf begnügte sich Bosch mit dem 4. Platz, es reicht für den Tagessieg und die eroberung der WM-Führung. Die letzten Kräfte hob er sich für die Geburtstagsparty (33) auf.

Die jungen wilden sorgen für Überraschungen. Entweder mit hübschen Begleiterinnen oder mit WM-Siegen. Bereits im Freien Training deutete sich etwas an als Maxime die schnellste Zeit fuhr. Im Zeittraing auf Platz 4, reichte es im 1. Lauf nur für Platz 9 wegen eines Sturzes im Offrod. Im 2. Lauf lief es bestens und Maxime Testu konnte seinen 1. GP-Sieg feiern.

Testu auf Husaberg fur seinen 1. GP-Sieg ein. Mit einer fehlerfreien Fahrt konnte er den drängenden Delepine im 2. Lauf hinter sich halten. Husaberg erzielte damit heuer bereits zum 2. mal einen GP-Sieg. Rechnet man den Sieg von Jochen Jasinski bei der DM dazu war es für Husaberg ein sehr erfolgreiches Wochenende.

Bernd Hiemer hatte gemischte Gefühle in St. Wendel. Sein Aufwärtstrend scheint sich fortzusetzen. Im 1. DM-Lauf konnte Hiemer nach einem Fehler von Giraudo die Führung übernehmen. Den zweiten DM-Lauf fuhr Hiemer nicht mehr um sich auf den WM Lauf zu konzentrieren. Im 1. WM-Lauf rammte Hiemer beim Kampf um den 2. Platz Thomas Chareyre und beschädigte auch seinen Kühler und es blieb nur der 7. Rang. Im 2. Lauf setzte sich Thomas Chareyre rechtzeitig ab, Hiemer konnte Adrian Chareyre überholen und sicherte sich Platz 2, sein bisher bestes Ergebniss. Van den Bosch reichte der 4. Platz um ausreichend Argumente für seine Geburtstagsparty zu haben: Tagessieg und WM-Führung und das alles am 33. Geburtstag.

Bosch der alte Fuchs verfolgt konsequent sein Ziel: WM-Titel, Familie Chareyre wird ihm das schwer machen.

Rene Esterbauer mit einem für links gefahrene Kurse optimiertes asymmetrisches Fahrwerk. Hiemer ebenfalls auf einer asymmetrischen KTM unterwegs - hier allerdings fatalerweise für Rechts-Kurse.

Christian Iddon war an diesem Wochenende komplett in der Versenkung verschwunden. Wahrscheinlich hatte er noch den Chrash vom letzten Jahr in den Knochen wo er sich bei einem spektakulären Abflug die Bänder lädierte. Sein bestes Ergebniss war Platz 7 im Warmup. In der WM liegt er hinter Gozzini auf Platz 4.

Jochen Jasinski hatte im 1. DM-Lauf großes Pech als vor ihm ein Tscheche Eingangs Start-Ziel in Folge eines Sturzes einen Strohballen auf die Strecke schleuderte. Jochen musste um eine Kollision zu vermeiden in die Boxengasse ausweichen und verlor wertvolle Plätze. Im 2. Lauf überraschte er Michi Herrmann im Offroad-Bereich und gab die Spitze nicht mehr ab. Die von MH-Motorräder präparierte Husaberg macht auch optisch einen sehr schönen Eindruck. Beim anschließenden WM-Lauf holte Jasinski ebenfalls einen respektablen 9. Platz.

Jorge Nestor aus Spanien sorgte auf der APRILIA im 1. Training mit der schnellsten Zeit für eine Überraschung. Auch im Zeittraining muss er sich nur knapp Pignotti geschlagen geben und platziert sich vor Delepine. Den 2. Platz setzte er auch im Rennen um. Im 2. Lauf kämpfte er ebenfalls um die Spitze bis er stürzte um schließlich als 13. anzukommen.

Team Kawasaki erkämpfte tapfer einen 5. Platz. Im 2. Lauf in Runde 14 kam Stefan Freyermuth beim Überrunden im Off Road vor Künzel zu Fall - ein Sturz und Künzels Hand wurde wieder dicker und er ließ deshalb auch den WM Lauf aus. Künzel: "Für Lüneburg bin ich wieder fit und es wird dann wieder besser laufen."

Das durch Verletzung eingebremste Künzel-Team. Der Gaststart bei der WM war leider nach fünf Runden durch einen Sturz zu Ende. Das Team von ORTEMA stand bereit um Orthesen anzumessen und Gipsabdrücke zu machen.

Mit vereinten Kräften holten die Aprilia-Leute die rote Platte mit der Nummer 1 für die WM-Führung zurück.

Geschlossene Leistung eines Teams unter der Führung von Aprilia Off Road’s Team Manager Ennio Marchesin.

Mehrere Gründe gab es beim Team Aprilia zu Feiern: 1. Einen Sieg von Terry van den Bosch, 2. die Zurückeroberung der WM-Führung und 3. seinen 33. Geburtstag.

Husaberg Pilot Maxime Testu stand das erste mal ganz oben mit einem Grand Prix Sieg in der Kasse S2 auf einer Husaberg. KTM Fahrer Pignotti kann mit zwei 3. Plätzen knapp seine WM-Führung verteidigen. Gerald Delepin kommt unaufhaltsam bis auf 3 Punkte an den Spitzenreiter ran.

Die neue Husqvarna SMR 450. Der neue Rahmen bringt 1,5kg weniger Gewicht auf die Waage, 100 Stück dieser rennfertigen SMR's werden bis Dezember gefertigt und zum Verkauf bereit sein. 90% der Teile am der SMR sollen neu sein.

Sherco mit Carbon-Rädern in Sandwichbauweise: 1,5kg leichter , Doppelscheibenbremse - ebenfalls weniger Gearmoment

Gozzini Davide auf Platz 4 und 8 Klasse S2 - Piva Matteo Platz 14 und Platz 18 in der Klasse S1

Nachzügler in der Klasse S2 Pierre Collery auf Beta (29/22) und Fabio Lavetti auf WRM (28/26)

Presse-Mann Christian - jobt wie ein Lock(ver)führer, immer nach vorne schauen u. gerichtliches Streikverbot.

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text / foto baunzer

Bericht vom 11.07.2007 | 6.532 Aufrufe

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