Yamaha XSR900 2016 vs. BMW S 1000 XR 2024
Bewertung
Yamaha XSR900 2016 vs. BMW S 1000 XR 2024 - Vergleich im Überblick
Der Yamaha XSR900 mit ihrem 4-Takt Reihe 3-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 847 Kubik steht die BMW S 1000 XR mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor mit 999 Kubik gegenüber. Die BMW hat mit 170 PS bei 11.000 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Yamaha mit 115 PS bei 10.000 U / min.
Das maximale Drehmoment der S 1000 XR von 114 Newtonmeter bei 9.250 Touren bietet ordentlich mehr Schmalz als die 88 Nm Drehmoment bei 8.500 Umdrehungen bei der XSR900.
Bei der XSR900 federt vorne eine Telegabel Upside-Down und hinten ein Monofederbein. Die S 1000 XR setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 45 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Die BMW S 1000 XR bietet mit 150 mm vorne und 150 mm hinten einen spürbar längeren Federweg als die Yamaha XSR900 mit 137 mm vorne und 130 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Yamaha vorne eine Doppelscheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und. Die BMW vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 220 mm Durchmesser und Einkolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt XSR900 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der S 1000 XR Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 190/55-17 hinten.
Der Radstand der Yamaha XSR900 misst 1.440 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 815 Millimeter. Die BMW S 1000 XR ist von Radachse zu Radachse 1.552 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 850 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 226 kg ist die BMW massiv schwerer als die Yamaha mit 191 kg.
In den Tank der XSR900 passen 14 Liter Sprit. Bei der S 1000 XR sind es 20 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Yamaha XSR900 beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 9.571 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Preis der BMW S 1000 XR mit 14.707 Euro im Durchschnitt.
Von der Yamaha XSR900 gibt es aktuell 58 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der BMW S 1000 XR sind derzeit 101 Modelle verfügbar. Damit hast du sehr gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden. Für die Yamaha gibt es aktuell 55 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, BMW wurde derzeit 54 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Yamaha XSR900 2016 |
BMW S 1000 XR 2024 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe | Reihe |
| Zylinderzahl | 3 | 4 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 847 ccm | 999 ccm |
| Bohrung | 78 mm | 80 mm |
| Hub | 59,1 mm | 49,7 mm |
| Leistung | 115 PS | 170 PS |
| U/min bei Leistung | 10000 U/min | 11000 U/min |
| Drehmoment | 87,5 Nm | 114 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 8500 U/min | 9250 U/min |
| Verdichtung | 11,5 | 12,5 |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping |
| Zündung | Transistor | |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Aluminium |
| Rahmenbauart | Brücken | Brücken, Motor mittragend |
| Lenkkopfwinkel | 65 Grad | 65,1 Grad |
| Nachlauf | 103 mm | 116 mm |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Federweg | 137 mm | 150 mm |
| Durchmesser | 45 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Federweg | 130 mm | 150 mm |
| Material | Aluminium | |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 298 mm | 320 mm |
| Kolben | Vierkolben | |
| Technologie | radial | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 245 mm | 220 mm |
| Kolben | Einkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS | elektronisch einstellbares Fahrwerk, Fahrmodi, Kurven-ABS, Ride by Wire, Traktionskontrolle |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 180 mm | 190 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2075 mm | 2333 mm |
| Breite | 815 mm | 850 mm |
| Höhe | 1135 mm | 1411 mm |
| Radstand | 1440 mm | 1552 mm |
| Sitzhöhe von | 815 mm | 850 mm |
| Gewicht fahrbereit | 188 kg | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 191 kg | 226 kg |
| Tankinhalt | 14 l | 20 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Gewicht trocken | 205 kg | |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h | |
| Reichweite | 322 km | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 144 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 6,2 l/100km | |
| Standgeräusch | 94 db | |
| Standgeräusch über 95dB | nein | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Yamaha XSR900 ist eine klassische optische Täuschung - mit ihrem Rundscheinwerfer, dem kantigen Tank und dem aufgesetzten Rücklicht geht sie eindeutig als Retrobike durch. Die Fahrleistungen erinnern aber nicht durch Zufall an das potente Mittelklasse-Naked Bike Yamaha MT-09, denn die ist die überaus sportliche Basis für die XSR900. Der Motor ist also eine Wucht und die Bremsen gehen dazu passend sehr giftig ans Werk. Beim Fahrwerk übertreiben es die Techniker glücklicherweise nicht, die XSR900 bietet ausreichend Komfort und auch die aufrechte Sitzposition ist gemütlicher, als es der antrittsstarke Motor erwarten ließe. In der Riege der Retrobikes ist die XSR900 insgesamt dennoch eines der sportlichsten Modelle.
Die BMW S 1000 XR bietet ein angenehmes Tourenmotorrad auf der Basis eines Supersportlers. Klingt nach einem Kompromiss - fährt aber wie eine punktgenau getroffene Entwicklung. Das Motorrad ist praxistauglich und ausgereift. Wind- und Wetterschutz sind sehr gut, die Integration vom Handy ist gut erprobt und intuitiv und der Motor macht einfach immer Freude. Das Fahrwerk passt sich zwar gut auf den Beladungszustand an, feinfühlig und wirklich komfortabel wird es jedoch nie. Der Sitzkomfort ist gut, doch der Kniewinkel wird bei langen Touren etwas spitz. Trotzdem: Ein großartiges Motorrad mit dem man gerne sportlich aber auch sehr weit fährt.
- extrem sportlicher und drehfreudiger Motor
- hervorragende Bremsen
- Fahren auf Naked Bike-Niveau
- angenehme Sitzposition
- hochwertige Verarbeitung
- Preis-Leistungsverhältnis
- fast schon zu direktes Ansprechverhalten
- Retro-Stil nicht bis ins letzte Detail durchdacht
- Riding Modi verändern Ansprechverhalten praxistauglich
- toller drehfreudiger Vierzylindermotor mit einem breit nutzbaren Drehzahlband
- gut ausbalanciertes Fahrzeug - auch mit Sozius - dank elektronischem Fahrwerk mit automatischer Erkennung von Beladungszustand
- gute Bremsen
- Kniewinkel auf langen Touren für große Leute etwas eng
- Fahrwerk dämpft nicht feinfühlig genug - kein wirklich komfortables Setup möglich
- Verbrauch hoch