Moto Guzzi California 1400 Audace 2017 vs. Triumph Bonneville Bobber 2017
Bewertung
Moto Guzzi California 1400 Audace 2017 vs. Triumph Bonneville Bobber 2017 - Vergleich im Überblick
Der Moto Guzzi California 1400 Audace mit ihrem 4-Takt Motor und einem Hubraum von 1.380 Kubik steht die Triumph Bonneville Bobber mit ihrem 4-Takt Reihe mit Hubzapfenversatz 2-Zylinder-Motor mit 1.200 Kubik gegenüber. Die Moto Guzzi bietet mit 96 PS bei 6.500 Umdrehungen einen spürbaren Unterschied im Vergleich zur Triumph mit 77 PS bei 6.100 U / min.
Das maximale Drehmoment der California 1400 Audace von 120 Newtonmeter bei 2.750 Touren bietet etwas mehr Schub als die 106 Nm Drehmoment bei 4.000 Umdrehungen bei der Bonneville Bobber.
Die Bonneville Bobber setzt vorne auf eine Telegabel konventionell von Kayaba mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung verstellbares Monofederbein von Kayaba.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Moto Guzzi vorne eine Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe Zweikolben-Zange von Brembo. Die Triumph vertraut vorne auf eine Einzelscheibe mit 310 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Nissin. Hinten ist eine Scheibe mit 255 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Nissin verbaut.
Bei der Bereifung setzt California 1400 Audace auf Schlappen mit den Maßen 130 / 70 - 18 vorne und 200 / 65 - 16 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Bonneville Bobber Reifen in den Größen 100/90-19 vorne und 150/80-16 hinten.
Der Radstand der Moto Guzzi California 1400 Audace misst 1.685 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 740 Millimeter. Die Triumph Bonneville Bobber ist von Radachse zu Radachse 1.510 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 690 Millimeter.
In den Tank der California 1400 Audace passen 20,5 Liter Sprit.
Von der Moto Guzzi California 1400 Audace gibt es aktuell 2 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Triumph Bonneville Bobber sind derzeit 51 Modelle verfügbar.
Technische Daten im Vergleich
Moto Guzzi California 1400 Audace 2017 |
Triumph Bonneville Bobber 2017 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Kühlung | Luft | flüssig |
| Hubraum | 1380 ccm | 1200 ccm |
| Bohrung | 104 mm | |
| Hub | 81,2 mm | 80 mm |
| Leistung | 96 PS | 77 PS |
| U/min bei Leistung | 6500 U/min | 6100 U/min |
| Drehmoment | 120 Nm | 106 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 2750 U/min | 4000 U/min |
| Verdichtung | 10,5 | 10 |
| Zündung | Digital, Doppelzündung | |
| Antrieb | Kardan | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Motorbauart | Reihe mit Hubzapfenversatz | |
| Zylinderzahl | 2 | |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | OHC | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Starter | Elektro | |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Stahl |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Bremsen vorne | ||
| Kolben | Vierkolben | Zweikolben |
| Technologie | radial | |
| Marke | Brembo | Nissin |
| Bauart | Einzelscheibe | |
| Durchmesser | 310 mm | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Kolben | Zweikolben | Zweikolben |
| Marke | Brembo | Nissin |
| Durchmesser | 255 mm | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 130 mm | 100 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 90 % |
| Reifendurchmesser vorne | 18 Zoll | 19 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 200 mm | 150 mm |
| Reifenhöhe hinten | 65 % | 80 % |
| Reifendurchmesser hinten | 16 Zoll | 16 Zoll |
| Länge | 2445 mm | 2235 mm |
| Höhe | 1181 mm | 1025 mm |
| Radstand | 1685 mm | 1510 mm |
| Sitzhöhe von | 740 mm | 690 mm |
| Gewicht trocken | 300 kg | |
| Tankinhalt | 20,5 l | |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Breite | 800 mm | |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 228 kg | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Moto Guzzi Audace braucht eigentlich keine Traktionskontrolle, keine wählbaren Motormappings und keinen Tempomaten, denn ihr geht es nur um eins: Einen starken Auftritt. Doch in ihrem kräftigen Leib ist eben auch genügend Platz für moderne, elektronische Spielereien, die zweifellos auch in einem Power-Cruiser Berechtigung und Nutzen haben. Denn sie lässt sich durchaus ein wenig sportlich bewegen, die Schräglagenfreiheit ist passabel, die Bremsen der Masse gewachsen und der mächtige Motor hat ohnehin genügend Mark, um die fast 320 kg plus Fahrer druckvoll voran zu schieben. Big-Bike made in Italy.
Der Bobber ist ein weiteres Erfolgsmodell der Bonneville-Serie mit dem großartigen 1200 Kubik Parallel-Twin aus der T120 und der Thruxton. Die Gasannahme ist direkt und Dosierung wunderbar feinfühlig, auch die Transparenz zur Straße ist durch ein straff abgestimmtes Fahrwerk und die hervorragende Serienbereifung von Avon gegeben. Nur die Bremse vorne, die eine starke Hand braucht, könnte etwas kräftiger zupacken. Die Verstellmöglichkeiten von Sitz und Instrumenteneinheit sind nette Gimmicks, die Customizing-Möglichkeiten umfangreich. Dazu reicht Triumph eine wunderbar klassische Bekleidungslinie, nicht nur für Motorradfahrer. Brit Bobber at its best.
- beeindruckender, böser Look
- dicker, ikonischer Motor
- sattes Drehmoment
- schwacher Seriensound
- Sitzposition auf Dauer unbequem
- stilistisch unpassende Instrumente
- drehmoment-starker Motor
- wunderschönes Design
- straffes Fahrwerk
- harmonisches Handling
- kompaaktes Fahrgefühl
- viel Zubehör
- Bremse braucht ordentlich Handkraft
- kein Sozius möglich
- Motorsound gedämpft
- kleiner Tank