Kawasaki Ninja ZX-6R 636 2016 vs. MV Agusta F3 800 2020
Bewertung
Kawasaki Ninja ZX-6R 636 2016 vs. MV Agusta F3 800 2020 - Vergleich im Überblick
Der Kawasaki Ninja ZX-6R 636 mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 636 Kubik steht die MV Agusta F3 800 mit ihrem 4-Takt 3-Zylinder-Motor mit 798 Kubik gegenüber.
Das maximale Drehmoment der F3 800 von 88 Newtonmeter bei 10.600 Touren bietet etwas mehr Schub als die 71 Nm Drehmoment bei 11.500 Umdrehungen bei der Ninja ZX-6R 636.
Bei der Ninja ZX-6R 636 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down. Die F3 800 setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Marzocchi mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Kawasaki vorne eine Doppelscheibe Vierkolben-Zange von Nissin und hinten eine Scheibe Einkolben-Zange von Nissin. Die MV Agusta vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 220 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo verbaut.
Bei der Bereifung setzt Ninja ZX-6R 636 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der F3 800 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der Kawasaki Ninja ZX-6R 636 misst 1.395 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 830 Millimeter. Die MV Agusta F3 800 ist von Radachse zu Radachse 1.380 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 805 Millimeter.
In den Tank der Ninja ZX-6R 636 passen 17 Liter Sprit. Bei der F3 800 sind es 16,5 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Kawasaki Ninja ZX-6R 636 beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 11.028 Euro und ist damit spürbar günstiger als der Preis der MV Agusta F3 800 mit 15.687 Euro im Durchschnitt.
Von der Kawasaki Ninja ZX-6R 636 gibt es aktuell 10 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der MV Agusta F3 800 sind derzeit 8 Modelle verfügbar. Für die Kawasaki gibt es aktuell 70 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, MV Agusta wurde derzeit 8 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Kawasaki Ninja ZX-6R 636 2016 |
MV Agusta F3 800 2020 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe | |
| Zylinderzahl | 4 | 3 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 636 ccm | 798 ccm |
| Bohrung | 67 mm | 79 mm |
| Hub | 45,1 mm | 54,3 mm |
| Leistung | 131 PS | 148 PS |
| U/min bei Leistung | 13500 U/min | 13000 U/min |
| Drehmoment | 71 Nm | 88 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 11500 U/min | 10600 U/min |
| Verdichtung | 12,9 | 13,3 |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Zündung | Digital | |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Starter | Elektro | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Stahl |
| Rahmenbauart | Brücken, Perimeter, Strangpressprofil | Gitterrohr |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Marke | Marzocchi | |
| Durchmesser | 43 mm | |
| Federweg | 125 mm | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Aufhängung | Einarmschwinge | |
| Material | Aluminium | |
| Federbein | Monofederbein | |
| Marke | Sachs | |
| Federweg | 123 mm | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Kolben | Vierkolben | Vierkolben |
| Aufnahme | Semi-Schwimmsattel | Schwimmsattel |
| Technologie | radial, Monoblock, Petal | |
| Marke | Nissin | Brembo |
| Durchmesser | 320 mm | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Kolben | Einkolben | Zweikolben |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Marke | Nissin | Brembo |
| Durchmesser | 220 mm | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | Traktionskontrolle | ABS, Fahrmodi, Ride by Wire, Schaltassistent, Traktionskontrolle |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 180 mm | 180 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2085 mm | 2060 mm |
| Breite | 705 mm | 725 mm |
| Höhe | 1115 mm | |
| Radstand | 1395 mm | 1380 mm |
| Sitzhöhe von | 830 mm | 805 mm |
| Gewicht fahrbereit | 192 kg | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 194 kg | |
| Tankinhalt | 17 l | 16,5 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 173 kg | |
| Höchstgeschwindigkeit | 240 km/h | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Kawa kann alles gut; ob nun die Bremserei, das Umlegen in schnellen Wechselkurven, oder das Vermitteln von Sicherheit auf der Strecke - Doch die Yamaha kann alles einfach noch einen Tick besser. Wo die Kawasaki ganz klar punktet, ist der Motor! Der kleine aber feine Hubraumzuwachs von 37 ccm im Vergleich zur Yamaha bringt ein echtes Plus an Leistung! Fast 10 Nm mehr Drehmoment macht sich einfach stark bemerkbar und ist vor allem im Landstraßenbetrieb, bei geringeren Drehzahlbereichen spürbar! Die ZX-6R braucht sich jedoch keinesfalls zu verstecken, denn sie ist zum einen deutlich günstiger (was finanziellen Spielraum für Tuning bereitstellt), zum anderen stellt sie in einigen Belangen den alltagstauglichen Kompromiss dar. Die Kawasaki ist eine gutes Rennstreckenmotorrad aber wohl einfach das viel bessere Landstraßenbike.
Erstaunlich ausgereift fahrendes Motorrad. Die mechanische Soundkulisse klingt zwar sehr exotisch, doch das Fahrverhalten war famos. Die MV schafft das, was andere „Midsize“ Supersportler nicht schaffen. Sie hat die Ausstattung der großen 1000er in Kombination mit einfachem Handling und umsetzbarer Leistung. Schon im Stand verzaubert die F3, im Sattel hat man sich dann endgültig verliebt.
- Moderne LED Beleuchtung an Bord
- Durchzugsstarker Motor im unterem und mittleren Drehzahlband dank Hubraumerweiterung
- Spürbares Leistungplus im Vergleich zur R6
- Das landstraßenfreundlichere von beiden Modellen
- Günstiger als die Yamaha
- Fahrwerk etwas "schwammig" und zu soft
- Schnelles Umlegen der Kawasaki kostet Kraft und viel Körpereinsatz
- Leider kein E-Gas - Und das spürt man auch..
- mittlerweile makellos abgestimmter Motor mit sauberen Ansprechverhalten und gutem Durchzug
- tolle Bremsen
- Motorrad wirkt ultrakompakt, trotzdem akzeptable Sitzposition
- tolles Chassis macht Umlegen und Einlenken zum Kinderspiel
- zeitlos geile Optik
- mechanisch raue Soundkulisse
- Etwas wenig Platz für Knie
- Händlernetz und Ersatzteilversorgung „Zitterpartie“