Kawasaki KX450F & KX250F & KX85 Pro | 2015 Modelle | Infos

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Online seit: 28.08.2014

Testbericht

Kawasaki KX250F und KX450F 2015 im Test

Kawasaki Crosser 2015

Kawasaki Crosser Modelljahr 2015. Erster Test mit den neuen Modellen.

Kawasaki Crosser Modelljahr 2015








        






























        




























        








        


























Kawasaki Motocross - KX 2015


Bereits Anfang Juli hatten wir die Neuerungen der KX Crosser in
unseren Modellnews im Focus. Jetzt sind die ersten Bikes in Österreich
eingetroffen und wir durften die ersten Runden drehen.



Die wettertechnischen Vorraussetzungen für den Test könnten
nicht besser sein, leicht bedeckter Himmel und eine durch den
Regen in den Vortagen sehr griffige Strecke. Die
Vorraussetzungen des Fahrers boten hingegen guten Konter. Ein
Enduropilot, der in den letzten 2 Jahren satte sechs Stunden auf
Stollenreifen unterwegs war und Schiss vor großen Sprüngen hat.
Doch auch dafür hatte man bei Kawasaki Österreich die Lösung
parat: Meisterschaftsfahrer Michael Kratzer stand für
tatkräftige Erfahrungen im Grenzbereich zur freien Verfügung.


Der Topseller unter den grünen Crossern ist in den letzten
Jahren die KX250F. Ein harter Wandel, der sich da in den letzten
zehn Jahren vollzogen hat, speziell wenn ich mich da an so
manche Stammtischdiskussionen von früher erinnere. Vom
Einsteiger- und Mädchen-Motorrad hin zum Topseller. Doch
letztendlich siegt halt doch immer die Vernunft - Die KX250F ist
die beste Wahl für Hobbypiloten, die am Wochenende ihr
MX-Klumpert in den Bus werfen und zur nächsten Strecke düsen um
dort einfach Spaß zu haben. Sie erfordert kein permanentes
Ausdauertraining und lässt sich auch von untrainierten
Hobbyschwuchteln wie mir spielend durch die Anlieger treiben.


Im Vergleich zum Modelljahr 2014 hat sich bei der 250er wieder
einiges getan - hier die wichtigsten Neuerungen:



  • größere Bremsscheibe an der Vorderachse 270mm statt
    252mm

  • zweite Einspritzdüse für mehr Leistung im unteren bis
    mittleren Drehzahlbereich

  • neue Kolben - mit verstärkten Rippen versprechen die
    Kawa Ingeniuere eine Höhere Lebensdauer

  • geänderte Schaltwalze & Lagerung Gangrad

  • verstellbare Lenkerstellungen und Fußrastenpositionen

  • zweite Generation der SFF Gabel mit 48mm Durchmesser

  • Uni Trak Hinterradfederung

  • leichterer Heckrahmen

  • gefärbte Motorverschlüsse und Versteller

  • Design



Die wohl merklichsten Änderungen sind unter anderem der größere
Scheibendurchmesser der Bremse. Hier merkten die Testfahrer
sowohl bessere Dosierbarkeit als auch einen verringerten
Kraftaufwand beim Bremsen selbst. Durchaus positiv wurden
auch die verschiedenen Verstellpositionen von Fußrasten und
Lenker bewertet. So lässt sich der Lenker um insgesamt 35 mm und
die Rasten um 5 mm differenziert positionieren. Werte, die jetzt
eher bescheiden klingen und wahrscheinlich niemanden vom Hocker
reißen werden. Doch wer hier, wie ich, zu vorschnell urteilt,
wird beim Test eines Besseren belehrt. Denn zum einen lässt sich
das Motorrad an die eigene Körpergröße und gewünschte Position
am Motorrad sehr leicht anpassen, zum anderen verändert sich
somit auch der Gesamtschwerpunkt des Bikes etwas - ein Punkt den
man beim Fahren deutlich spürt.

Nicht neu allerdings sehr
Hilfreich für den Start ist der Launch-Kontroll Modus. Der
hilft, durch das anpassen der Drehzahl, bei schlechten Grip
Verhältnissen die bestmögliche Traktion zu finden.



Auch nicht
neu sind die DFI Stecker mit Hilfe derer man die Motorkennlinien
an seinen Fahrstil und an die Strecke anpassen kann. So wählt
der untrainierte faule arlo auf der rutschigen Strecke die
"Softe" Kennlinie, der durchtrainierte Michi Kratzer auf
griffigen Strecke die "Hard" Variante. Darüber hinaus gibt es als Zubehör noch das "Factory-spec KX
FI Calibration Kit" bei dem 7 weitere Maps zur Verfügung stehen
und man sich sogar selber eine Map basteln kann.



Obwohl die große Schwester KX450F in den letzten drei Jahren
gemeinsam mit Ryan Villopoto in den US of A so ziemlich jedes
wichtige Moto- und Supercross Rennen dominiert hatte, legten
sich die kleinen grünen Männchen nicht auf die faule Haut,
sondern entwickelten fröhlich weiter. Deshalb finden sich auf
der KX450F 2015 zahlreiche Neuerungen. Hier der Überblick:


  • größere Bremsscheibe an der Vorderachse 270mm statt
    252mm

  • neue Kolben - höheres Verdichtungsverhältnis

  • geänderte Ölkanäle für bessere Schmierung

  • geänderte Schaltwalze

  • optimierte ECU Programmierung

  • zweite Generation der SFF TAC Gabel und Stossdämpfer

  • leichterer Heckrahmen

  • leichtere Achsen (vorne und hinten)

  • gefärbte Motorverschlüsse und Versteller

  • Design




Wie bei der kleinen Schwester hat sich also auch bei der
450er auch einiges getan. Viele kleine Änderungen, die im
Einzelnen nur schwer erkennbar sind, in Summe aber aus der 450er
ein anderes Motorrad machen. Besonders stolz sind die Kawasaki
Ingenieure auf die neue Generation des Fahrwerks. Die SFF TAC
(Separate Funtion Fork - Triple Air Chamber) wirkt auf den
ersten Blick als relativ komplexes und undurchschaubares
Konstrukt. Beschäftigt man sich aber etwas mit dieser Materie, so
wird schnell klar, warum der Trend in diese Richtung geht. Hier
eine kurze Einführung: Wie der Name SFF schon sagt, haben die
beiden Gabelholme verschiedene Funktionen. Im linken Holm
befindet sich die Dämpfung mit konventionellerFeder und
Ölfüllung. Im rechten die pneumatische Federung mit den drei
Luftkammern der TAC .

- innere Kammer: Hauptluftfeder -
der Luftdruck der inneren Kammer wirkt gegen den der äußeren
Kammer (Standardluftdruck 10-13 Bar)

- äußere Kammer: Nebenluftfeder - unterstützt die innere
Kammer (Standardluftdruck 0-1,3 Bar somit kein Ausfall bei
undichten Gabelsimmeringen)

- Balancerkammer: Balanceluftfeder (mit
Ausgleichsbehälter am unteren Ende) wirkt gegen innere und
äußere Kammer (Standartluftdruck 5,4 - 14 Bar)





Entscheidend sind die unterschiedlichen Luftdrucke der Kammern.
So lassen sich relativ schnell und einfach die verschiedensten
Einstellungen mittels einer kleinen Handpumpe am Fahrwerk
tätigen, ohne das aufwändige Wechseln von Federelementen.

Zum
besseren Verständnis hier noch ein Video, das die Funtion der
TAC veranschaulicht.


Neben der Gabel lässt sich, wie auch bei der kleinen Schwester, die Zündkurve mit den mitgelieferten Steckern optimal an
Fahrer und Streckenbedingungen anpassen. So zieht einem die
bärenstarke 450er bereits mit der Standardkurve die
Hände lang und mit der aggressiven Kurve sind untrainierte
Weicheier wie ich dann hoffnungslos überfordert. Ganz anders
dann die dritte, die sanfte Zündkurve - Mit ihr fährt man
plötzlich ein fast ganz anderes Bike, das hier seine sanfte
Seite zeigt. Natürlich gibt es auch für die 450er das
Calibration-Kit, mit dem sich Kurven ganz individuell gestalten
lassen.

Kawasaki hat in den letzten Jahren viele neue
Innovationen und Erfahrung aus diversen Rennserien in ihre KX
Modellreihe einfließen lassen. Das Ergebnis sind absolut
rennfertige Hochleistungsmaschinen, egal ob 250 oder 450, die den
Vergleich mit der Konkurrenz in keiner Situation fürchten
müssen. Wir sind schwer begeistert!




Text: arlo

Fotos:
kawasaki - Herwig Peuker


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Wir haben uns über die Kawasaki KX Modellreihe 2015 für euch informiert. Im Video findet ihr die Kawasaki KX450F, KX250F und KX85Pro für die Jugend unter uns.

Wenn ihr wissen wollt wie das neue Fahrwerk funktioniert dann schaut euch dieses Video an:
https://www.youtube.com/watch?v=eVz6o5FFRw8

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