Bilder: KTM RC390 Test - Details und Technik

In Modena, der Heimat des originalen Aceto Balsamico, das Dörfer wie Maranello "Ferrari) oder Sant'Agata Bolognese (Lamborghini) als Vororte bezeichnen darf, präsentierte KTM den neuen Superleicht-Supersportler RC390.

KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 1
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Auf einer kleinen Test- und Rennstrecke in Modena präsentierte KTM seinen neuen, schlanken Supersportler RC390. Nachdem bereits die RC390 Cup-Edition und die keine Schwester RC125 vorgestellt worden waren, konnte die Fachpresse endlich das lang erwartete Topmodell dieser Baureihe testen.


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KTM RC390 Test - Details und Technik

Mit einer ebenso mutigen wie gewöhnungsbedürftigen Front hat Kiska-Design wieder ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, woran die RC-Modelle sofort als solche zu erkennen sind. Ein rudimentärer Schnabel mit integrierten LED-Standlichtern und versenkte Rundscheinwerfer, die von einer klaren Windschildscheibe umrahmt sind, entweder ein Hui oder ein Pfui. Wir beginnen bereits, uns daran zu gewöhnen und finden es mittlerweile eh-irgenwie-arg.


KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 3
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Während der orange Gitterrohrrahmen und die gleichfarbigen, zehnspeichigen Felgen schöner nicht sein könnten, sind wir uns bei der großzügigen Verwendung der Nichtfarbe Weiß nicht so sicher. Das KTM Logo in verschiedenen Schattierungen und Größen dynamisiert die Seitenverkleidung aber ein wenig. Die Cupe-Decals gibt's in den Power Parts.


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KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 4
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Wie die 125er basiert auch die RC390 auf der Duke. Die Geometrie wurde natürlich wieder angepasst. So hat man z.B. die Fußrasten nicht nur nach hinten, sondern auch nach innen versetzt, um mehr Schräglagenfreiheit zu schaffen. Auf der Rennstrecke war uns das trotzdem etwas zu wenig, die Rasten schliffen sehr oft und irgendwann kam auch noch der Bugspitz dazu.


KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 5
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Die feine Leichtbau-Schwinge ist bekannt, das Auspuffsystem neu und patentiert. Der Auspuff ist optisch fast nicht zu erkennen, weil er sich als Bugspitz perfekt getarnt in die Verkleidung integriert. Wer den Cup-Auspuff von Akrapovic integriert, der hat zwar keinen Bugspitz mehr, sondern ein konventionelles Rohr auf der rechten Seite, aber auch mehr Schäglagenfreiheit und natürlich mehr Sound.


KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 6
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Angetrieben wird die RC390 von einem flüssigkeitsgekühlten Einzylinder-Viertaktmotor, der maximal 44 PS leistet. Um für den A2-Führerschein noch zugelassen zu sein, dürfte das Fahrzeug zwar eine Spitzenleistung von 48 PS haben, das Leistungsgewicht muss aber unter 0,2 kw/kg liegen. Und diesen Wert erreicht die 390er, da sie trocken nur 147 kg wiegt. Der Motor selbst bringt es übrigens auf gerademal 36 kg.


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KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 7
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Was die Brems-Hardware betrifft, ist die RC390 zwar nicht schlecht ausgestattet - eine 300er Scheibe vorne mit Vierkolbensattel und eine 230er Scheibe hinten mit Einkolbenzange hinten sollten normalerweise reichen - aber am Hebel fühlt sich die Bremse leider schwammig und nicht kräftig genug an. Dies bezieht sich vor allem auf die Erfahrungen auf der Rennstrecke. Im Alltag O.K., vor allem, weil das serienmäßige ABS sehr gut funktioniert, aber Ready-To-Race ist sie in der Bremszone nicht. Hier kann ebenfalls Technik aus dem Cup nachgerüstet werden.


KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 8
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Eines der besten Ausstattungsmerkmale der RC ist das Dashboard, das an jenes der RC8-Reihe erinnert. Ein richtiger Boardcomputer, der neben Geschwindigkeit und Drehzahl auch über Uhrzeit, gefahrene Zeit, Kilometer, Reichweite, Tankinhalt, Durchschnittsgeschwindigkeit, Durchschnittsverbrauch etc. informiert. Neben der LCD-Anzeige gibt es einen geheimen Knopf, mit dem sich das ABS außer Kraft setzen läßt.


KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 9
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Wie die 125er basiert auch die RC390 auf der Duke. Geometrie und Fahrwerk wurden auch hier supersportlichen Wesenszügen angepasst. Die Upside-Down Gabel verfügt über 125 mm Federweg, das Federbein über 150mm. Die straffe Abstimmung, die noch genügend Komfortreserven für den Alltagsbetrieb bereitstellt, geht auch bei den hohen Belastungen am Ring nicht in die Knie.


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KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 10
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Zu straff fiel die "Abstimmung" beim Fahrersitz aus. Die Sitzbank besteht nämlich aus einer harten und einer weichen Seite. Die weiche ist das Heck selbst, das zwar aussieht wie ein Monoposto, aber einen vollwertigen Soziussitz bietet. So weich gepolstert sitzt man selten auf einem Supersportler. Das komplette Gegenteil darf der Fahrer von seinem Sitzplatz behaupten, der so bretthart ist wie nichts, woran ich mich in den letzten Jahren erinnern kann. Für die Rennstrecke eigentlich ideal, weil man jedes Körnchen, jeden Haarriß, jede Unregelmäßigkeit mit dem Popo erfühlen kann, aber für den Alltag eine kleine Herausforderung.


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KTM RC390 Test - Details und Technik

Auch die integrierten Haltegriffe in Form von Ausnehmungen im Heck sind ein Novum, dass durchaus Nachahmer finden könnte. Das Rücklicht ist schlicht und orientiert sich noch am RC8-Design.


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KTM RC390 Test - Details und Technik

Ein neues Element sind hingegen die in den Spiegelarmen integrierten Blinker, die sehr gut sichtbar sind und so die Sicherheit des Fahrers erhöhen, so wie das serienmäßige ABS-System.


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KTM RC390 Test - Details und Technik

Insgesamt machte die RC390 extrem viel Spaß, auf der Straße wie auf der Rennstrecke. Für Einsatz auf Letzterer würde ich zwar Fußrasten, Bremsen und Auspuff tunen, aber das würde ich auch bei fast jedem Supersportler. Nie gedacht hätte ich, dass ich mit der Leistung voll zufrieden sein würde, weil ich mich auf die richtige Linie konzentrieren musste und die Duelle so knapp waren wie nie zuvor. Das Handling ist ein Hochgenuss und die Geometrie auch für Großgewachsene geeignet.


KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 14
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Ab ca. 7000 Touren spürt man sogar noch im 6. Gang einen kleinen zusätzlichen Schub und eine Geschwindigkeit von 140 km/h erreicht die 390er spielend. KTM-Testfahrer wollen schon 178 km/h vom Display abgelesen haben, wir beschleunigten auf der Rennstrecke bis 155-160, obwohl die Start-Ziel-Gerade nicht sehr lang war.


KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 15
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KTM RC390 Test - Details und Technik

Dass ich mich bei diesem Modell um einen Dauertester für 2015 bemühen würde, hielt ich vor der Testfahrt für einen absurden Gedanken. Geld und Leistung sind eben nicht automatisch Glücksgaranten.


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KTM RC390 Test - Details und Technik - Bild 16
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KTM RC390 Test - Details und Technik


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KTM RC390 Test - Details und Technik


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Galerie von: 1000PS Internet GmbH
hochgeladen am 01.09.2014

Gebrauchte und neue KTM RC 390 Motorräder