Honda CBR250R (2011 - 2013) Gebrauchtberatung

Kompakter Sportler zum kleinen Preis

Die CBR250R wurde entwickelt, um den Stufenführerschein-Markt in Europa und die schnell expandierende asiatische Szene anzusprechen. Jetzt ist sie schon einige Zeit vom Markt und Gebrauchte sind attraktiv. Worauf muss man achten? Hier die Antwort.

2011 wurde die CBR250R als eine Alternative zu den in diesem Segment üblicheren Parallel-Twin Nakeds auf den Markt gebracht. Der billiger zu produzierende Einzylinder sorgte für einen niedrigen Verkaufspreis, während die Tatsache, dass sie weniger Metall mit sich herumschleppen musste, der CBR ein agileres Handling als ihre Rivalen verlieh. Wenn man dazu noch einige sehr coole, von Rennbikes inspirierte Designs, einschließlich der Repsol-Lackierung, hinzufügt, ergibt sich für jeden, der neu auf zwei Rädern ist, mit der CBR sicherlich ein verlockendes Budget-Bike für den Alltag.

Honda CBR250R (2011-2013) Preis

Je nach Markt ist die Honda CBR250R schon für unter 2.500 Euro zu haben. Hier alle Angebote: Gebrauchte Honda CBR250R kaufen.

Leistung und Drehmoment der CBR 250 R

Der Einzylindermotor der CBR leistet recht akzeptable 26 PS, was ausreicht, um auf offener Straße 120 Kilometer pro Stunde zu fahren. Es ist kein schlechter Motor, aber ein paar zusätzliche Ponys, um näher an die A2-Schwelle von 48 PS zu kommen, wären schön. Damals, als die CBR eingeführt wurde, lag die Lerngrenze bei 33 PS, das kann man ihr also nicht allzu sehr übel nehmen. Der Einzylinder hat genügend Leistung im mittleren Drehzahlbereich, aber mit nur 22,9 Nm Drehmoment wird die CBR auch hier keine Rennen gewinnen. Am oberen Ende ihres Drehzahlbereichs kann sie aber recht schwungvoll sein.

Honda CB250R Motor, Getriebe und Auspuff

Honda weiß, wie man einen soliden Motor baut und der völlig neue Motor in der CBR ist eine sehr gut produzierte Einheit mit wenig gemeldeten Ausfällen. Neben den zwei Nockenwellen gibt es vier Ventile, Kraftstoffeinspritzung und Flüssigkeitskühlung, was für ein preisgünstiges Motorrad eine hochwertige Spezifikation ist. Die Serviceintervalle liegen bei über 6.000 Kilometer, was für ein Motorrad mit kleinem Hubraum etwa normal ist und im Allgemeinen steht man nie vor hohen Rechnungen nach einem Service. Das Ventilspiel wird in Abständen von 24.000 Kilometer überprüft, was die Rechnung ein wenig in die Höhe treibt.

Bei Motorrädern mit kleinem Hubraum ist ein gewisses Maß an mechanischer Sympathie seitens des Besitzers Gold wert. Kontrolliert immer den Kühler auf Beschädigungen, da dieser teuer zu ersetzen ist und überprüft auch Verbrauchsteile wie Kette und Kettenräder, Reifen, Bremsbeläge usw., da diese die Rechnung dramatisch erhöhen können, falls sie ersetzt werden müssen. Das Getriebe der CBR ist solide, die Kupplungswirkung schön und leicht, aber der Auspuff, in dessen Innerem sich eine ganze Reihe von Emissionskanälen befindet, kann durchrosten, also untersucht ihn auf Undichtigkeiten. Alles in allem ist die CBR250R mechanisch ein sicherer Kauf.

Handling, Chassis, Fahrwerk und Gewicht

Mit einem Gewicht von nur 161 kg ist die CBR ein sehr leichtes und wendiges Motorrad, das sich ähnlich wie eine aufgeblasene 125er fahren lässt. Durch den Einzylindermotor ist sie sehr schmal, was bedeutet, dass sich ihre niedrige Sitzhöhe von 780 mm noch näher am Boden anfühlt und sie dadurch sehr zugänglich wirkt. Aber es gibt auch eine Kehrseite. Die Leichtigkeit der CBR kann sie ein wenig nervös machen. Wenn man nur auf das Wedeln durch den Verkehr achtet, ist sie durchaus akzeptabel, allerdings ist sie nicht so gelassen und sportlich wie Konkurrenten, wie die Kawasaki Ninja 250/300/400 oder die Yamaha YZF-R3. Lasst euch nicht von ihrem coolen Aussehen täuschen, die CBR250R ist nicht wirklich ein Mini-Sportmotorrad.

Honda CBR250R (2011-2013) Bremsen

Kombiniertes ABS war ein optionales Extra für die CBR, das die Vorderradbremse mit der Hinterradbremse verbindet, um Blockierungen zu vermeiden. Es ist nicht großartig, aber auch nicht schrecklich und neue Fahrer werden es wahrscheinlich beruhigend finden, es zu haben. Die einzelne vordere Scheibe bietet eine ausreichende, wenn nicht sogar hervorragende Bremsleistung, aber der Zweikolben-Bremssattel neigt dazu, sich an seinem Schieber festzukrallen, wenn er im Winter verwendet wird und Korrosion einsetzt. Die Überholung der Einheit ist nicht so kostspielig oder schwierig zu bewerkstelligen.

Komfort auf Distanz und auf Reisen

Eine geräumige Sitzposition bedeutet, dass größere Fahrer von der Honda gemütlich aufgenommen werden können, während die Vollverkleidung überraschend effektiv ist und ein angemessenes Maß an Schutz bietet. Wenn ihr eine weite Strecke zurücklegen müsst, ist die CBR in Bezug auf den Komfort nicht schlecht, da die komfortable Federung recht weich ist. Allerdings vibriert der Motor ein wenig, wenn ihr ständig im hohen Drehzahlbereich unterwegs seid, was ärgerlich ist. Man würde damit nicht auf Tour gehen, aber wenn ihr ein neuerer Fahrer seid und Lust auf eine 300 Kilometer Ausfahrt habt, dann ist die CBR gerne bereit, das zu tun. Und das mit einer einzigen Tankfüllung!

Gebrauchte und neue Honda Motorräder

Fahrhilfen und Zubehör der Honda CBR250R

Kombiniertes ABS war ein optionales Extra, also sucht nach einem mit ABS ausgestatteten Motorrad, wenn ihr diesen Sicherheitspolster wünscht, aber seid bereit, eine Spur mehr zu bezahlen. Achtet beim Gebrauchtkauf immer darauf, dass die LCD-Anzeige des Armaturenbretts korrekt funktioniert und die Hintergrundbeleuchtung noch vorhanden ist, da es einige wenige Fälle gibt, in denen sie nicht mehr funktioniert. Erfreulicherweise erhaltet ihr bei der Honda serienmäßig eine Tankanzeige. Was das Zubehör anbelangt, so hat Honda eine Vielzahl von Karbondruck-Zubehör sowie ein Tankpad und einen Paddock-Ständer verkauft, aber ihr seid besser dran, wenn ihr Online-Auktionsseiten besucht. Denn die Popularität der CBR in Asien bedeutet, dass ihr eine Menge Goodies von Auspuffanlagen bis hin zu Verkleidungs-Kits kaufen könnt - die alle nicht die Welt kosten!

Honda CBR250R (2011-2013) Gebrauchtfazit

Die CBR250R sieht gut aus und ist eine günstige Maschine für Einsteiger. Aber sie ist nicht so cool oder sportlich wie ihre Rivalen und es mangelt ihr auch an Leistung im Vergleich zu ihnen, was bedeutet, dass die aktualisierte CBR300R für nur ein paar Euro mehr ein besserer Kauf ist. Wenn ihr billig fahren wollt und euch nicht allzu viele Sorgen um die Geschwindigkeit macht, ist sie eine gute Option.

Über Jon Urry:

Als begeisterter Motorradfahrer und Weltenbummler, der seit 2001 schon für Motorradmagazine in acht Ländern gearbeitet hat und jährlich über 30.000 Kilometer im Sattel verbringt, behauptet Jon von sich selbst zumindest seit 2003 jedes Modell von jedem (namhaften) Hersteller gefahren zu sein, das er kennt. 1000PS ist es gelungen ihm eine Reihe an Gebraucht-Berichten abzuluchsen, sodass ihr, von unserer Crew auf Deutsch übersetzt und da oder dort erweitert, in den Genuss seiner einzigartigen Erfahrungen kommt.

Autor

Bericht vom 25.12.2020 | 8.985 Aufrufe

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