Husqvarna Enduro Modelle 2016

Die neuen Offroad-Eisen von Husqvarna

Husqvarna präsentiert auf der neuen ACC Strecke in Haidershofen die Enduro Palette für das Modelljahr 2016. 1000PS nimmt alle sieben Bikes auf der kernigen Endurostrecke unter die Lupe und kommt zum Schluss, das Husqvarna für jeden Geschmack die passende Waffe parat hält.

Eins gleich vorweg, die KTM Tochter verlässt sich im Modelljahr 2016 auf bewährtes und verbessert die Enduro Range nur im Detail. Die wichtigsten Änderungen kurz zusammengefasst. Die wohl größte Änderung erfährt bei allen Modellen die Frontpartie. Durch die Änderung des Achsdurchmessers auf 22mm war ein neues Gabelsetup notwendig, außerdem wurde auch der Versatz angepasst. Neu sind auch die Bremsscheiben am Vorder- und Hinterrad. Husqvarna verspricht dadurch eine noch bessere Dosierbarkeit. Ebenfalls neu sind auch die nun ab Serie verbauten Zündkurvenschalter, mit denen vom Lenker aus zwischen zwei verschiedenen Settings gewählt werden kann. Perfekt für wechselnde Witterung oder stark differierende Streckenabschnitte. Schon fast verpflichtend für einen Modellwechsel ist auch ein neues Design. Die 2016er Huskys erstrahlen zwar nach wie vor in Blau, Gelb und Weiß, allerdings wurde als Gelb ein sehr aggressiver fast schon Neon Farbton gewählt.

Alle Neuerungen der Husqvarna Modellpalette auf einen Blick:

  • Neue 22mm-Vorderachse

  • Gabelbrücken mit 22mm-Versatz

  • Überarbeitete Abstimmung der 4CS-Federgabel

  • Neue Federbein-Abstimmung
  • Neuer Gabelschutz mit In-Mould-Aufklebern
  • Überarbeitetes Getriebe bei FE 250 und FE 350
  • Überarbeitete DDS Kupplung bei FE 450 und FE 501
  • Serienmäßiger Zündkurvenschalter
  • Modifiziertes Schmiersystem bei FE 250 und FE 350
  • Neue Bremsscheiben vorne und hinten
  • Neue Leichtbau-Speichen
  • Blau eloxiertes Kettenrad
  • Neuer Sitzbankbezug mit hohem Grip aus strapazierfähigem Material
  • Neue Farben und Grafiken

Husqvarna bietet insgesamt sieben verschiedene Enduromodelle an, 4 Viertakter und 3 Zweitakter. Wer sich nun die Frage stellt welches Bike sich für seine Zwecke am Besten eignet, hier der Versuch eine Gliederung:

TE 125: das Beginner Bike

Die 125er ist mit Abstand das leichteste Bike im Husky Sortiment. Trocken bringt das Achterl gerade mal 95,8Kg auf die Waage. Im wirklich engen Unterholz ist die 125er in Punkto Wendigkeit kaum zu schlagen. Aus den 125ccm quetschen die Husky Ingenieure stolze 38PS heraus. Allerdings ist die Leistung nur in einem sehr schmalen Drehzahlband verfügbar. Deshalb ist durchdachtes Fahren mit ganz exakter Gangwahl unabdingbar auf der TE125. Die einhellige Meinung aller Tester: Wendigstes Bike mit dem größten Spaß Faktor!

TE250: die Zweitakt Allzweckwaffe

Ganz ehrlich gesagt hab ich mich persönlich mit der 250er nie richtig anfreunden können. Nahezu gleiches Gewicht wie die 300er allerdings mit weniger Leistung. Meine Meinung habe ich aber dieses Jahr geändert und mir sogar selber eine 250er zugelegt. Die Motorabstimmung könnte perfekter nicht sein und die 52PS reichen in jeder Situation vollkommen aus. Auch im unteren Drehzahlbereich macht die 250er keine Männchen und kriecht anstandslos jeden Hang hinauf. Im Vergleich zur 300er ist etwas einfacher und geschmeidiger zu fahren. Wer bis dato ähnliche Gedankengänge wie ich hatte sollte der 250er mit einer Testfahrt zumindest eine Chance geben sie wird euch nicht enttäuschen!

TE300: Die Hard Enduro Rakete

Seit mehreren Jahren ist die 300er der Bestseller im Hause Husky. Der bärenstarke Motor, das leichte Handling und die relativ niedrigen Anschaffungs- und Erhaltungskosten tragen massiv zu diesem Erfolg bei. Von der 250er trennen die 300er zwar nur 50ccm, allerdings ist die Motorcharakteristik eine komplett andere. Die 300er geht deutlich agiler und potenter ans Werk als ihre kleine Schwester, wem das zu viel ist, der hat mittels Zündkurvenschalter und Auspuffklappenfeder die Möglichkeit die 300er an seine persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

FE250: Der Viertakt Einsteiger

Zu Beginn meiner Endurokarierre war mir die 250 Viertakt meist das liebste Bike. Humane Entfaltung der 37PS bei einem Trockengewicht von nur 107Kg. Das hat sich über die Jahre auch nicht geändert. Die FE250 ist noch immer das einsteigerfreundlichste Bike, dass durch seine gutmütige Leistungsentfaltung kaum überfordert. Dem geübteren Fahrer würde ich aber zu einer höheren Kubatur raten um eine gute Rundenzeit in den Gatsch zu brennen.

FE350: Die Sonderprüfungs Rakete

Gemeinsam mit der TE300 bildet die FE350 die Speerspitze der Husqvarna Verkaufsstatistik. Doch auch auf der Strecke ist die 350er die richtige Wahl aus Leistung und Handling. Alle Testfahrer brannten mit der FE350 auf der ACC Strecke von Haidershofen ihre persönliche Bestzeit in den Waldboden. Mit ihren 46PS bietet die 350er ausreichend Leistung um aus jeder Kurve mit maximalen Karacho hinaus zu beschleunigen. Gepaart mit dem Lebendgewicht von 109Kg ergibt sich ein wunderbares Geschoss für den ambitionierten Wettbewerbsfahrer.

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FE450: der verlässliche Allrounder

Die 450er wurde über viele Jahre hinweg von der Presse und auch von meiner Wenigkeit als zu stark und zu schwer abgeschrieben. Tatsächlich ist die 450er mit knapp 113Kg aber gerade mal 4Kg schwerer als die 350er. Auch dem zu starken Motor wurde in den letzten Jahren mit geänderten Leistungskurven zu Leibe gerückt. Außerdem lässt sich die EFI mit verschiedenen Mappings bespielen um sie noch sanfter abzustimmen. Auf dem ACC Track hatte ich mit der 450er die gefühlt schnellste Runde, der Blick auf die Zeitnehmung verwunderte mich dann aber etwas, auf der 8 Minuten Runde lag ich mit der 450er 10 Sekunden hinter der 350er. Die 450er ist ein klassisches Allzweck Bike mit dem man nirgends Falsch unterwegs ist, weder auf der Sonderprüfung noch auf der Endurowanderung.

FE501: Der Wanderpanzer

Die 501er ist das Endurogerät mit der größten Leistung im Enduropool. Satte 58PS drückt sie auf die Kurbelwelle. Auf dem Endurotrack war ich mit der Leistung 501er etwas überfordert. Ihr Einsatzgebiet sehe ich im Endurowandern in den rumänischen Kaparten lange ausgedehnte Touren mit endlos scheinenden Steilhängen dort fühlt sich die 501er pudelwohl!

Bericht vom 21.07.2015 | 30.094 Aufrufe

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