Husaberg Enduro 2011

Modellpflege für die 4 Takter, ab sofort auch Zweitakter im Programm.

Husaberg Enduro 2011

Neue Zweitakter für 2011. Doch auch der Rest der Enduropalette wurde anständig modellgepflegt.

   

Feinschliff mit großer Wirkung

Die Änderungen an den 4-Taktmodellen waren zwar nur ein Feinschliff, trotzdem werden sich Enduristen aller Leistungsklassen daran erfreuen können. Die Husabergs haben zum Einen nichts von ihren grundsätzlichem Charakter verloren. Bei der Abfahrt über die felsigen Passagen zum Beispiel hatten wir unendliche Bodenfreiheit zur Verfügung. An manchen Stellen kniff ich schon erwartungsvoll die Lippen zusammen und erwartete das "Klack" am Felsen, doch das Motorkonzept der Husaberg trickste meinen internen Enduromaßstab immer wieder aus. An den neuralgischen Stellen ist die Husaberg schmäler als andere Enduros und besonders vor und unter dem Motor wurde viel Platz für Felsen geschaffen.

Beim Handling setzten die Husabergs mit dem skurril eingebauten Motor mit dem Erscheinen im Modelljahr 2009 neue Maßstäbe. Leider wirkten die handlichen Enduros in manchen Passagen bisher auch zu nervös und kippelig. Gerade hier hat die neue Gabel echt Wunder bewirkt. Auf den schnellen Passagen bleibt die Front nun deutlich stabiler und die Gabel sollte auch Präzisionsfanatiker zufrieden stellen. Echte Andrücker können möglicherweise auch den verstärkten Rahmen im Bereich des Gabelkopfes nutzen. In Sachen Ausstattung sind die 4-Takt Enduros von Husaberg immer noch der Maßstab in der Szenerie, ebenfalls jedoch was die Preisgestaltung betrifft. Die Motorräder sind gut und schnell sowie hochwertig gebaut, das kostet eben auch eine Kleinigkeit.

Die Qual der Wahl

Bei der Wahl der richtigen Kubatur darf man sich getrost weit aus dem Fenster lehnen. Denn richtig falsch liegt man bei keiner Empfehlung. Die kleine 390er zum Beispiel ist auch versierten Enduropiloten stark genug und hebt das Vorderrad brav über jedes Hindernis. Die bärenstarke 570er auf der anderen Seite ist seidenweich zu dosieren und ist auch vorsichtigen Piloten zuzumuten. Grob gesagt: Schwere Piloten oder Langstreckenfahrer sind mit der souveränen 570er besser bedient. Rennfahrer wählen die in Sachen Motorcharakteristik etwas auf die Sonderprüfung hin optimierte 450er und die 390er ist für den Rest der Enduristen. Wer mit der Enduro auch viel Motocross fahren möchte, greift zum Crosscountry Modell FX 450. Der 1. und 2. Gang sind länger übersetzt, der 5. und 6. Gang etwas kürzer, das Setup an den Federelementen etwas straffer.

Schön war es! Im Sattel der Husaberg genießt man eben das beste aus zwei Welten. Man fährt zwar ein exklusives Motorrad mit edlen Details welches nicht an jeder Ecke steht, hat aber gleichzeitig einen erfahrenen Konzern dahinter welcher für ausgereifte Produkte und stabile Ersatzteilversorgung sorgt.

 

Die Sitzbank ist ohne Werkzeug mittels Schnellverschluss abnehmbar, der Luftfilter ist ebenfalls mittels Schnellverschluss zu wechseln. Auch der Motor freut sich über die optimale Lage des Luftfilters. Hier gibt es den wenigsten Staub und die Luft strömt direkt von oben in den Einlasstrakt. Das Ansauggeräusch ist so aber auch wesentlich stärker zu hören als bei anderen Konzepten. Bei der Bremse vertraut man wie in den letzten Saison auch auf die feine Ware von Brembo.

Schlank sehen sie aus die Husabergs. Im schweren Gelände erfreut man sich an maximaler Bodenfreiheit. Das eigenwillige Motorkonzept bietet eben nicht nur Hubraumvorteile sondern auch Raumvorteile. Die wichtigste Änderung im Modelljahr 2011 ist die neue Closed-Cartridge Gabel. Bei dieser Konstruktion ist das Innenleben der Gabel abgekapselt und steht unter Druck. Die Feder panscht so nicht mehr durch das Gabelöl und dieses bildet, weil unter Druck stehend, dann auch keine Blasen mehr.
11 Liter! Das sind rund 2 Liter mehr als bei den orangen Zweitaktern aus Mattighofen. Das macht die Husaberg bei 2-Stunden Rennen schon mal automatisch um eine Minute schneller und bei langen Touren eben ausdauernder. Vor ein paar Jahren war der Elektrostarter noch ein Exot bei den KTM-Zweitaktern. Wer ihn jedoch einmal gefahren ist, möchte darauf nicht mehr verzichten. Mittlerweile ist er Standard. Bei der TE 300 und auch bei der TE 250.
Je nach Umgebung und Bodenbeschaffenheit, kann man die Zündkurve der TE-Modelle während der Fahrt leicht anpassen und damit das Ansprechverhalten des Motors ändern. Das neue Antlitz der TE und FE Modelle der Husaberg Palette 2011.

Husaberg Modeljahr 2011 Video

Husaberg TE, FX und FS - Daten, Infos und Bilder

Husaberg 2011 - Die Preisliste

  • TE 250: 8.348 Euro in Österreich inkl. Nova und USt., (7.945 Euro in Deutschland exkl. Nebenkosten)
  • TE 300: 8.748 (8.159)
  • FE 390: 9.448 (8.895)
  • FE 450: 9.798 (9.095)
  • FE 570: 10.348 (9.395)
  • FX 450: 9.448 (8.895)
  • FS 570: 10.598 (9.795)

Text: NastyNils, Fotos: Peuker, Montero

 

Bericht vom 08.07.2010 | 28.627 Aufrufe

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