Anschuldigungen: Ducati wehrt sich
Anschuldigungen: Ducati wehrt sich |
Auch wenn eine Überprüfung der Ducati und deren Motor nach dem Rennen in Shanghai keine unrechtmäßigen Dinge zu Tage förderte, so wollen jene Spekulationen nicht abreißen, dass der Leistung der Maschinen des italienischen Herstellers auf illegale Weise nachgeholfen wurde. Für die Verantwortlichen sind solche Beschuldigungen nicht nachvollziehbar - vor allem nachdem bei der technischen Abnahme alles für in Ordnung befunden wurde. "Bereits seit Katar - als es auf dem Fernseher noch offensichtlicher war - gibt es diese Gerüchte", hatte sich schon am Sonntag Livio Suppo gegenüber Italia1 geärgert. Und bereits dort wurde die Maschine eingehend überprüft. "In Katar haben sie die Benzintemperatur vor dem Rennen und die Kapazität des Tanks danach gemessen und alles war normal. Sie haben auch in der Türkei unsere Benzintemperatur gemessen und alles war in Ordnung", erklärte Suppo weiter. Deswegen habe er auch keine Probleme, wenn die Technischen Delegierten in den Motor sehen wollten, da auch der den Regeln entspreche, beteuerte er weiter. "Es wäre absolut unmöglich, ein Rennen mit 21 Litern Benzin im Tank zu Ende zu fahren, wenn man einen 1000cc-Motor hat; wer also diese Gerüchte gestreut hat, versteht nur sehr wenig", merkte Suppo noch an. Nun hat sich auch der Geschäftsführer und Präsident von Ducati, Frederico Minoli, zu Wort gemeldet und seinem Ärger über die Anschuldigungen Luft gemacht. So schrieb er im offiziellen Blog der Ducati-Website: "Als ein Italiener, ein Ducatista und als Präsident von Ducati bin ich glücklich und stolz über Stoners tollen Sieg in China und den Start der GP-Rennsaison. Aber als Fan, der für die Ducatisti spricht, habe ich das Gefühl, dass ich meinen Ärger und meinen Protest gegen diese falschen Anschuldigungen von technischen Irregularitäten zum Ausdruck bringen muss, die in der TV Sendung 'Fuori Giri' angesprochen wurden." So sei man im Vergleich zur Konkurrenz ein kleiner italienischer Hersteller und habe aufgrund von harter Arbeit und Geschicklichkeit innerhalb und außerhalb des Werks den Sieg geholt, beteuerte Minoli weiter. Deswegen richtete er auch einen Aufruf an seine Landsleute - vor allem wohl an das Fernsehen: "Wir sähen es gerne, wenn alle Italiener unseren Stolz teilen würden. Es ist aber unsere Aufgabe, Respekt und Anerkennung für unsere Leistungen zu verlangen - ohne Wenn, Und, Aber oder Lügen." |
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Bericht vom 09.05.2007 | 1.394 Aufrufe