Das Wetter passte nicht zum Reifen

Yamaha ging es ähnlich wie einigen anderen. Das kalte Wetter und die saubere Strecke brachten einfach zu wenig Grip unter die Reifen.

Das Wetter passte nicht zum Reifen

Am Freitagmorgen war es kalt in Jerez, zumindest so kalt, dass einigen Teams das Wochenendprogramm regelrecht davon fror. Denn die Bedingungen unterschieden sich erheblich zu jenen der Testfahrten, weswegen einige auf dem völlig falschen Fuß erwischt wurden. So ging es auch der Yamaha-Truppe, die gleich einmal auf einige Probleme stieß.

"Leider ist die Situation mit dem Reifen nicht perfekt. Wir haben nicht genug Grip und das Problem wird noch schlimmer, weil auch die Strecke nicht so gut ist", war Valentino Rossi nach dem ersten Tag niedergeschlagen. Vor allem das Grip-Problem stört ihn, da man das bei den Testfahrten nicht hatte. Deswegen will er jetzt auch an den Einstellungen der Maschine arbeiten, um das noch besser hinzubekommen.

Ein wenig Verbesserung hatte sich bereits über den Tag eingestellt. "Am Morgen war das Problem viel schlimmer und wir waren nach der Session recht besorgt. Aber wir haben heute hart gearbeitet und am Nachmittag war die Situation viel besser", erklärte Rossi. Was ihn weiter beruhigte war der geringe Abstand zur Spitze, den er auf seinem sechsten Rang hatte. Aufatmen wollte er deswegen aber nicht: "Es ist klar, dass einige unserer Gegner sehr stark sind und es wird ein harter Kampf, also müssen wir aus der restlichen Zeit das Beste machen. Ich hoffe, morgen wird der Grip auf der Strecke besser, wenn mehr Gummi drauf ist und hoffentlich wird es am Morgen noch etwas wärmer, damit wir während des freien Trainings anständig arbeiten können", sagte Rossi.

Darauf hofft auch Colin Edwards, der die gleichen Probleme wie sein Teamkollege erlebte. Der Grip war nicht so gut wie bei den Tests, die Bedingungen waren anders und es läuft prinzipiell nicht so gut wie im Februar. "Das Hauptproblem ist, dass wir das Heck nicht zum Festhalten bringen und wir rutschen ein bisschen herum", meinte er. Für ihn ist das vor allem deswegen enttäuschend, weil bei den Tests genau der Grip und der Speed durch die Kurven eine der großen Stärken waren und er nicht weiß, warum die jetzt nicht mehr vorhanden sind. "Wir haben einige Reifen ausprobiert, aber wir haben keinen gefunden, der heute perfekt funktioniert hätte", erklärte Edwards.

Was es nun schwieriger macht, sind die neuen Reifenregeln, da man nach der ersten Entscheidung für gewisse Pneus, nicht mehr einfach andere ausprobieren kann. Deswegen bleibt nun nur eine Möglichkeit. "Wir müssen an der Maschine einige Änderungen vornehmen, damit sie mit dem funktioniert, was wir haben", sagte er. Dabei liegt für ihn das Problem gar nicht an der Maschine, damit ist er sogar zufrieden. Lediglich der mangelnde Grip stört ihn. "Wir haben aber viele Ideen und wir werden heute Nacht eine gute Unterhaltung darüber führen und dann am Morgen wieder loslegen. Ich bin mir sicher, dass wir etwas finden."

©adrivo Sportpresse GmbH
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Foto: ©Yamaha

Bericht vom 23.03.2007 | 1.590 Aufrufe

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