Mittelklasse Naked Bike Vergleich 2021 - KTM 890 Duke

Die Nummer 1 der Saison 2021

Man könnte meinen es sei verhext: 2018 betitelten wir unseren Naked Bike Vergleich "Alle gegen die 790 Duke". 2021, nun mit der 890 Duke am Markt, wiederholt sich das Spiel. Die KTM holt sich die Krone des diesjährigen Mittelklasse Naked Bike Vergleichs. Wie es dazu kommen konnte, erfahrt ihr hier.

Die Duke holt sich fast die volle Punktezahl im 1000PS Ranking

Sechs Redakteure, die jeweils vier Punkten vergeben dürfen, ergeben 24 Punkte. So viel konnte jedes Motorrad beim großen Mittelklasse Naked Bike Vergleich 2021 erzielen. Mit einem knappen Vorsprung zur Yamaha MT-09 und insgesamt 22 Punkten konnte die Herzogin aus Mattighofen den Sieg einfahren. Die 1000PS Crew war sich einig: Zurzeit gibt es kein besseres Naked Bike in der Mittelklasse. Doch wieso?

Das Herzstück als echtes Highlight der Duke

Drehfreude wird bei diesem Zweizylinder großgeschrieben. Der flüssigkeitsgekühlte LC8c-Motor mit 889 Kubik bringt 115 PS bei 9.000 Umdrehungen und 92 Nm bei 8.000 Umdrehungen auf die Straße und wird pro Motorumdrehung noch lebendiger. Im Scheitel punktet er mit sanftem Ansprechverhalten, das mithilfe der Fahrmodi der Fahrmodi SPORT - STREET - RAIN, sowie dem optionalen Trackmodus auf die jeweiligen Bedingungen angepasst werden kann. Wir empfehlen auf jeden Fall den ebenfalls optionalen Quickshifter, auch wenn dieser dank der KTM Aufpreispolitik nun eben extra bezahlt werden muss. Doch dafür erhält man butterweiche Up- und Downshifts, letzteres wird von mächtigem Bollern begleitet - und das mit serienmäßigem Endtopf.

Nur 188 Kilogramm fahrbereit! KTM 890 Duke Gewicht

Leicht und kompakt - zwei Adjektive, die perfekt zur 890 Duke passen. Mit unseren neuen Waage sind wir der lästigen Gewichtsfrage auf den Grund gegangen und wollten feststellen, wie schwer die Nakeds im Vergleich tatsächlich sind. Oft geben Hersteller ihre Bikes mit 90 Prozent vollem Tank an, doch jetzt können wir die genauen Daten bei vollem Tank ermitteln. Das Ergebnis: Die KTM 890 Duke bringt ein fahrbereites Gewicht von 188 Kilogramm auf die Waage und ist damit das zweitleichteste Motorrad im Naked Bike Vergleich 2021. Nur die Aprilia Tuono 660 konnte diesen Wert mit 185,5 KG unterbieten. Ebenfalls zweitplatziert ist die mattighofner Herzogin in Sachen Verbrauch. Mit 5,5 Liter auf 100 Kilometer wird sie nur von der Honda CB650R knapp - und zwar um 0,1 Liter - unterboten.

Kurvenräuberin Deluxe!

Doch genug von Zweitplatzierungen, denn das Handling dieser Maschine ist nichts geringeres als erstklassig! Dank der vorderradorientierten Sitzposition, der sportlichen Sitzgeometrie und dem WP APEX Fahrwerk lässt sich kein anderes Naked Bike unseres Vergleichs so direkt und wieselflink durch die Kurven dirigieren. Auch kleine Korrekturen im Scheitel fallen leicht und das Potential wirkt beinahe grenzenlos. Deshalb ist sich ein Teil der Redaktion einig, dass die normale 890 Duke für die Landstraße vollkommen ausreicht und der Griff zur R-Version eigentlich nicht nötig ist. Dank der 6-Achsen-IMU und den schräglagenabhängigen Hilfssystemen (ABS und Traktionskontrolle) fühlt man sich zudem in sicheren Händen, sollte mal etwas aus dem Ruder laufen.

KTM 890 Duke - purer Patriotismus der 1000PS Redaktion?

Wir loben die 890 Duke in höchsten Tönen und küren sie zur Siegerin des Mittelklasse Naked Bike Vergleichs 2021. Klarerweise könnte man uns vorwerfen, wir täten das aus patriotischen Gründen, um die Österreicherin ganz oben zu sehen, doch als Liebhaber aller Marken war das unser faires Urteil. Lasst mich erklären wieso.

Funbike wird auf der 890 Duke neu definiert. Kein Motorrad in unserem Vergleich konnte gleichzeitig kräftige Motorleistung und solch ein kompaktes Gefühl im Sattel vermitteln. Denn die Redensart vom "Motorrad, das sich wie ein Fahrrad anfühlt" trifft auf die Duke zu 100 Prozent zu. Doch dank umfangreichem Elektronikpaket, hochwertigen Brems- und Fahrwerkskomponenten, sowie ausgereifter Ergonomie vermittelt die KTM sehr viel Sicherheit und Selbstbewusstsein, die nächste Kurve noch schräger zu nehmen. Sie ist ganz einfach das Beste, das die Mittelklasse zurzeit zu bieten hat.

Weitere Testberichte zur 890 Duke findet ihr hier: Alle Testberichte der KTM 890 Duke.

Fazit: KTM 890 Duke

Bereits die Vorgängerin 790 Duke hat bewiesen, dass KTM weiß, wie man ein Mittelklasse Naked Bike für die Straße bauen muss. Die neue 890er trägt die Fackel mit geschwollener Brust fort und wird ihrem Skalpell-Spitznamen erneut gerecht. Quirlig zieht sie die Radien und gibt dabei eine gewisse Nervosität von sich, die als wilder Charakter interpretiert werden kann. Die Ausstattung ist beinahe komplett - aber eben nur beinahe. Wieso muss man nun für den Quickshifter Aufpreis zahlen, wenn er bei der Vorgängerin serienmäßig verbaut wurde? Da ärgert es umso mehr, dass das kupplungslose Hoch- und Runterschalten butterweich funktioniert und man eigentlich nicht darauf verzichten will.


  • drehfreudiger Motor
  • quirliges Handling
  • butterweicher Quickshifter
  • Elektronikpaket
  • weckt auf der Landstraße kein Verlangen nach der R-Version
  • Quickshifter aufpreispflichtig

Bericht vom 08.05.2021 | 9.768 Aufrufe

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