Die Honda Africa Twin im Reise-Enduro Vergleichs-Test 2020

Erfahrungen on- und off-road von 5 Testern

Obwohl wir eine Adventure Sports als Dauertester im 1000PS-Fuhrpark haben, baten wir Honda um eine zweite Africa Twin für diesen Vergleich. Schließlich führte uns die Route auch in rauheres Gelände. Wie gut schlägt sich die Offroad-Variante mit DCT im direkten Vergleich zur bärenstarken Konkurrenz am hart umkämpften Reise-Enduro Markt? Wir haben es im großen 1000PS Vergleichstest herausgefunden.

Ich möchte vorausschicken, dass wir alle fünf Motorräder des großen Reise-Endurotests schon in ausführlichen Einzeltests beleuchtet haben. An technischen Daten und Ausstattung interessierten Lesern seien diese Berichte ans Herz gelegt. In diesem Artikel sollen die Stärken und Schwächen der Modelle im direkten Vergleich mit kurzen und prägnanten Statements von 5 unterschiedlichen Fahrern umrissen werden.

Vaulis Fazit zur Honda Africa Twin DCT:

Obwohl die Honda Africa Twin mit ihrem DCT-Doppelkupplungsgetriebe durchaus das Hightech-Adventurebike unter den Reiseenduros ist, lässt sie sich immer noch ausgesprochen intuitiv steuern. Das vor allem in Bezug auf die Schalterei, die völlig ohne Kuppeln auf der Straße interessant anders ist, Offroad den ungeübten Fahrer sogar angenehm unterstützt. Das Menü selbst, mit seinen unzähligen Einstellmöglichkeiten will aber erst einmal verstanden werden einfach nicht zu stolz sein, sondern erklären lassen… Dass die neue Africa Twin insgesamt eine sehr harmonische Fahrbarkeit aufweist, zeigt sich auch daran, dass der sehr Offroad-lastige Continental TKC 80-Reifen selbst auf der Straße keine nennenswerten Probleme verursacht. Lediglich an das plötzliche Einkippen dieser Reifengattung muss man sich gewöhnen, dann funktioniert alles wie gewohnt. In Sachen Windschild würde ich zu jenem hohen der Africa Twin Adventure Sports tendieren, für den Offroad-Gebrauch ist das niedrige serienmäßige aber durchaus legitim.

Honda Africa Twin DCT - Die Fahrwegenen Fazit:

Ein Bike für Tech-Freaks, die hier voll auf ihre Kosten kommen. Die Kommandozentrale läßt keine Wünsche offen. Fährt gut, bremst gut, mörder Eisen.

Honda Africa Twin DCT - Herbert "Airbert" Lindtners Fazit:

Bei der Honda Africa Twin war ich anfangs skeptisch wegen dem hohen Grundgewicht, aber sobald die Honda rollt merkt man davon überhaupt nichts mehr! Die vielen Schalter und deren Möglichkeiten das Bike zu konfigurieren erfordern das Handbuch aufmerksam zu lesen. Ist das ABS und die Traktionskontrolle mal abgeschaltet ist die Offroadtauglichkeit der Honda traumhaft! Sowohl das Fahrwerk als auch der Motor harmonieren perfekt im Gelände zusammen .Für mich persönlich war das DCT Getriebe sehr gewöhnungsbedürftig aber für Anfänger kann es dennoch einen Vorteil bringen. Ich persönlich würde die Schaltversion bevorzugen.

Honda Africa Twin DCT - Pokys Fazit:

Elektronik-Feature Überdosis inkl Schalterflut am linken Lenkerende bei der Africa Twin. Das ist aber dann auch schon der einzige Kritikpunkt. Mit den massiven Conti TKC 80 besohlt macht ihr bezüglich Offroad Grip keiner was vor. Das DCT, von dem ich auf der Straße nicht 100% überzeugt bin, gibt im Gelände die Möglichkeit sich voll auf das eigentliche Fahren zu konzentrieren - perfekt für Schotter-Einsteiger wie mich. Kein Licht ohne Schatten - der Stollen-Reifen ermöglicht es der Traktionskontrolle, sich auch bei trockenen Verhältnissen immer wieder in Szene zu setzen. Die Africa Twin ist ein tolles Reise-Motorrad, das in der Offroad-Variante auch abseits befestigter Wege eine richtig gute Figur macht.

Honda Africa Twin DCT - Wolfs Fazit:

Auch mit neuem Motor samt (überschaubarem) Leistungszuwachs auf 102 PS blieb die Africa Twin ihren Wurzeln treu bzw. das, wofür schon das Vorgängermodell gestanden ist: Ein Motorrad, das genau das kann, was eine Reiseenduro zu können hat. Auf der Straße richtig sportlich zu bewegen, wenngleich dem einen oder anderen bei der Standard-AT der Windschild womöglich zu klein ausfallen wird was mit dem Griff ins Zubehörregal aber einfach zu korrigieren ist. Die Ergonomie ist top, auch beim Stehendfahren im Gelände, das Doppelkupplungsgetriebe nach wie vor Alleinstellungsmerkmal. Das lässt sich nicht nur auf der Straße dank des recht dezenten Drive- sowie drei verschiedenen Sportmodi gut individualisieren, sondern entlastet speziell Offroad-Einsteiger auch im Gelände.

Fazit: Honda CRF1100L Africa Twin DCT

Die Africa Twin ist für mich eine Reiseenduro wie eine Reiseenduro sein soll. Das galt schon fürs Vorgänger-Modell und änderte sich auch mit dem Anwachsen von Hubraum und Leistung nicht. Weil diese mit 102 PS zum einen überschaubar blieb und es Honda dabei sogar schaffte, ein paar Kilo gegenüber der CRF1000L abzuspecken. Also blieb ihr die Vielseitigkeit, funktioniert sie auf der Autobahn genauso wie im Gelände. Das Fahrwerk schluckt so ziemlich alle Unebenheiten, der Motor bleibt in jeder Lebenslage souverän, Ergonomie und Sitzkomfort sind beispielhaft. Ein Motorrad für alle Tage genauso wie für die große Reise – wo immer die auch hingehen mag.


  • durchzugsstarker Motor
  • ausgereifte elektronische Fahrhilfen
  • wunderbar funktionierendes DCT
  • Touch-Screen-Farbdisplay
  • gute Ergonomie
  • Langstreckentauglichkeit
  • Windschild perfekt für Offroad
  • Handguards für Offroad-Einsatz wenig robust
  • Schalterflut am linken Lenker
  • Windschild bietet überschaubaren Schutz

Bericht vom 08.08.2020 | 15.775 Aufrufe

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