Die Suzuki V-Strom 1050 XT im Reise-Enduro Vergleichs-Test 2020

Erfahrungen on- und off-road von 5 Testern

Optisch haben wir die neue V-Strom mit ihrem an die legendäre DR-Big angelehnten Design ohnehin schon ins Herz geschlossen, aber wie gut schlägt sie sich im direkten Vergleich zur bärenstarken Konkurrenz am hart umkämpften Reise-Enduro Markt? Wir haben es im großen 1000PS Vergleichstest herausgefunden.

Ich möchte vorausschicken, dass wir alle fünf Motorräder des großen Reise-Endurotests schon in ausführlichen Einzeltests beleuchtet haben. An technischen Daten und Ausstattung interessierten Lesern seien diese Berichte ans Herz gelegt. In diesem Artikel sollen die Stärken und Schwächen der Modelle im direkten Vergleich mit kurzen und prägnanten Statements von 5 unterschiedlichen Fahrern umrissen werden.

Fazit Suzuki V-Strom 1050XT Wolf:

Ride by Wire, drei Fahrmodi, die sich in der Intensität der Gasannahme unterscheiden, Kurven-ABS soviel sich bei der großen V-Strom, die 2020 bei weiterhin 1.037 Kubik als 1050er statt vormals 1000er daherkommt, auch getan hat: Das stichhaltigste Argument für den Adventure Tourer aus dem Hause Suzuki ist immer noch dieser wunderbar kraftvolle Motor! Der in der Leistung von 101 auf 107 PS zugelegt hat und trotz später anliegendem maximalen Drehmoment nichts von seinem souveränen Charakter verloren hat. Den spielt er am besten auf der Straße aus, wo sich das 19-Zoll Vorderrad trotz des hohen Fahrzeuggewichsts von 247 kg fahrfertig flott und agil durchs Kurvenwerk dirigieren lässt, die Sitzposition im Motorrad trägt ihr übriges dazu bei. Schotterstraßen und Feldwege sind natürlich machbar, neben den vergleichsweise überschaubaren Federwegen ist Offroad aber auch das nicht abschaltbare ABS eine Spaßbremse.

Vaulis Fazit zur Suzuki V-Strom 1050XT:

Als Evolution der großartigen Suzi V-Strom 1000 kann natürlich auch die 1050er mit jenen Fähigkeiten überzeugen, die ich an der Vorgängerin geschätzt habe: Die Suzuki V-Strom 1050 XT wird ihrem Kategorienamen durchaus gerecht - eine echte REISE-Enduro. Vor allem auf der Straße macht sie eine ausgezeichnete Figur und kann trotz absolut gemütlicher Sitzposition sehr sportlich gefahren werden. Das liegt nicht zwangsläufig am antrittsstarken Motor, der mit 107 PS nicht unbedingt die Spitze des Möglichen darstellt (es gibt auch Reiseenduros mit 160 PS), aber die Stabilität und vor allem die kräftige Bremse erlauben durchaus eine agile Gangweise. Natürlich schmeichelt das 19 Zoll-Vorderrad lieber mit festem Asphalt, statt mit losem Offroad-Untergrund, da muss man klarerweise gegenüber den Konkurrentinnen mit 21 Zoll-Vorderrädern Abstriche machen. Für Schotterpassagen reicht es aber allemal und die große V-Strom ist meiner Meinung nach die perfekte Wahl für all jene, die nicht unbedingt das Beste vom Besten in Sachen Offroad-Tauglichkeit, Motorleistung und Elektronik-Firlefanz brauchen, denn Kurven-ABS und Traktionskontrolle sind ohnehin mit an Bord. Insgesamt also ein stimmiges, ehrliches Paket.

Fazit Suzuki V-Strom 1050XT Airbert Herbert Lindtner:

Der Motor der neuen Suzuki ist dem Vorgänger sehr ähnlich und überzeugt mit einen schönen Drehzahlband. Die Offroadtauglichkeit ist leider ein wenig eingeschränkt, da sich das ABS leider nicht abschalten lässt und die Bodenfreiheit vor allen mit dem tief sitzenden Ölfilter eingeschränkt ist. Die Sitz- und Stehposition ist sehr angenehm und die Suzuki eignet sich gut für Schotterstraßen und Feldweg-Querungen!

Fazit Suzuki V-Strom 1050XT Poky:

Die V-Strom, die mir auf der Straße, dank überraschend agilem Fahrverhalten und gut zupackenden Bremsen wirklich getaugt hat, ist die Maschine die Offroad mit Sicherheit am leichtesten an ihre Grenzen zu bringen. Diese sind bei einem Schotter-Neuling, trotz auch für größere Piloten angenehmer Steh-Position, wie mir eng gesteckt, das hohe Gewicht kommt im wahrsten Sinne des Wortes erschwerend hinzu. Der herrliche Zweizylinder-Motor samt verführerischem Klang ist das stärkste Argumente für die V-Strom 1050 XT, wenngleich der Motorlauf nach dem Kaltstart etwas ruppig ist. Manko: Einen Quickshifter gibt es nicht einmal gegen Aufpreis, schade!

Der große 1000PS Reise-Enduro Vergleich 2020

Fazit Suzuki V-Strom 1050XT Die Fahrwegenen:

Bärenstarker Antritt trifft Retro-Schnabel. Reisetauglichkeit par excellence, mit Abstrichen in der Enduro-Note.

Fazit: Suzuki V-Strom 1050 XT

Auch wenn die neue V-Strom 1050 preislich in eine Liga aufgestiegen ist, in der sie sich mehr mit der Konkurrenz vergleichen lassen muss als früher, ist sie sich trotz modernster Sicherheitsfeatures treu bzw. ein unkompliziertes Motorrad geblieben, das bereit ist für die große Reise. Ihr Lieblingsrevier ist die Straße, die dank des guten Fahrwerks auch schlecht und rumpelig sein darf, Offroadpassagen sind ebenso kein Problem, wer allerdings regelmäßig gröberes Terrain sucht, wird eher weniger bei der Suzuki landen. Der süchtig machende Motor in Verbindung mit dem gelungenen Retro-Design und einem immer noch attraktiven Preis wird aber mit Sicherheit seine Fans finden und könnte die V-Strom 1050 in den Zulassungsstatistiken durchaus weit nach vorne bringen.


  • durchzugsstarker Motor
  • wunderbare Ergonomie
  • guter Wind- und Wetterschutz
  • umfangreiches Zubehör serienmäßig
  • gute Reifen-Erstausrüstung
  • Langstreckentauglichkeit
  • gelungene Retro-Optik
  • hohes Gewicht
  • ABS nicht abschaltbar
  • kein Quickshifter

Bericht vom 06.08.2020 | 15.827 Aufrufe

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