Gebrauchte Japan Naked Bikes in der 5000 Euro-Liga 2017

Gebrauchte Japan Naked Bikes in der 5000 Euro-Liga 2017

Vier Japan-Naked Bikes bei Limbächer & Limbächer in Deutschland

Es muss nicht immer Kaviar sein - Sushi reicht doch voll und ganz! In diesem Fall geht es um vier japanische Naked Bikes, die bereits im Neuzustand das Portemonaie nicht über Gebühr strapazierten und nun als Gebrauchte ihrem guten Ruf alle Ehre machen. Denn sowohl die Hornet 600 von Honda als auch die Z750 von Kawasaki sowie Bandit 650 S und SFV650 Gladius von Suzuki sind auch nach einigen Jahren noch tadellos in Schuß.

Die Menschheit scheint immer mehr nach Größerem zu streben - und damit meine ich nicht nur die Machtgier der Mächtigen, die sich zur Zeit erschreckend ausweitet. Nein, das ganze beginnt schon im Alltag, also "im Kleinen": Jahrzehntelang reichten uns Röhrenfernseher mit 70 Zentimeter Diagonale, plötzlich ist das Doppelte schon fast zu klein. Auch unsere Handys (Mobilfunktelefone, Anm. des Redakteurs) wurden bis vor knapp einem Jahrzehnt immer kleiner, nur um seither jedes Jahr weiter zu wachsen und nun passen diese Riesendinger schon kaum noch in die Hosentasche hinein.

Die Kawasaki Z750 legte den Grundstein für die wachsenden Hubräume

Bei Naked Bikes scheint der Trend in eine ähnliche Richtung zu gehen, große Kubaturen sind für die Hersteller mittlerweile Pflicht, 1000 Kubik aufwärts hat jeder im Programm, während die kleineren Hubräume ganz stiefmütterlich behandelt werden. Kawasaki etwa ließ 2004 mit einer Z750 aufhorchen, die sich mit ihren 150 Kubik mehr Hubraum natürlcih auch gleich viel erwachsener anfühlte als ihre Konkurrentinnen mit 600 Kubik.

Das Sterben der kleinen Hubräume?

Daraus wurde dann die Z800 und mittlerweile sind wir bei der Z900 angelangt, die sich vor allem für die Z1000 unangenehm nahe an das 1000er-Segment anpirscht. Bei Honda wurde die beliebte Hornet 600 gleich ganz aus dem Sortiment gestrichen und durch die schwächere CB650F ersetzt - das gefiel den Hornet-Fans natürlich keineswegs.

Bei Limbächer & Limbächer wird jeder fündig

Umso besser für all jene, die ein nacktes Motorrad in der 600er-Klasse suchen, das nicht umbedingt ganz neu sein muss. Denn durch den, im Vergleich zu den großen 1000er-Naked Bikes weit günstigeren Einstandspreis bekommt man gepflegte Exemplare mit wenig Kilometern bereits in der 5000 Euro-Liga. Bei Limbächer & Limbächer in Deutschland wurden wir sogleich fündig - einerseits kein Wunder, bei 1500 Motorrädern auf 15.000 Quadratmetern findet jeder das Richtige - andererseits auch erstaunlich, wie gut solche Japanerinnen auch nach Jahren noch in Schuss sein können.

Honda Hornet 600 in edlem Gold

Da wäre gleich einmal die bereits erwähnte Honda CB600 Hornet, die mit 4989 Euro ausgepreist ist und sich schon durch ihre goldfarbene Lackierung als sehr edel darstellt. Die Funktion aller Teile und vor allem des Motors ist auch nach fast 19.000 Kilometern und 10 Jahren auf dem Buckel nicht eingeschränkt - alles funktioniert einwandfrei und macht erstaunlich viel Spaß.

Denn durch die Reduzierung der Leistung von fast 20 PS auf 102 PS gegenüber der CBR600RR, von der die Hornet abstammt, wurde mehr Wert auf eine fülligere Drehmomentmitte des Vierzylinder-Triebwerks gelegt und die coole Hornet fährt sich harmonischer als es der relativ niedrige Hubraum von 599 Kubik erwarten ließe.

Kawasaki Z750 - Hubraum zählt!

Es geht dennoch einen Tick souveränder - Hubraum lässt sich bekanntlich durch nichts ersetzen, außer durch mehr Hubraum. So geschehen bei der Kawasaki Z750 mit 748 Kubik und daraus resultierenden stolzen 106 PS. Damit ist sie die stärkste in unserem Japan-Naked-Quartett und macht zumindest motorisch den reifsten Eindruck. Bereits vom Drehzahlkeller weg dreht der kräftige Vierzylindermotor ordentlich hoch und überzeugt sowohl mit seinem Punch aus der Mitte als auch mit seiner seidigen Entfaltung.

Einen weit weniger spielerischen Charakter hat allerdings das Handling, die Z750 will schon kräftiger in die Radien gezwungen werden, als die Hornet. Dennoch ist sie insgesamt eben diesen Tick reifer und hat bei annähernd gleichem Alter wie die Honda CB600 Hornet nur kanpp 14.000 Kilometer abgespult - was den Preis von 5689 Euro für alle Fans des etwas größeren Hubraums durchaus rechtfertigt.

Suzuki SFV650 Gladius, das ultimative Spaßeisen

Das quirligste Handling legt erwartungsgemäß die Suzuki SFV650 Gladius an den Tag, wir kennen sie ja bereits als herrliches Zweizylinder-Spaßeisen, das mit wenig Gewicht und kräftigem Motor punktet. Etwas mehr als 70 PS aus 645 Kubik Hubraum scheinen zwar chancenlos gegen die beiden zuvor genannten Konkurrentinnen, durch die unglaublich kraftvolle Mitte des V-Zweizylindermotors ist man aber auch mit der Gladius immer flott unterwegs - und hat dabei bestimmt eine Menge Spaß.

Einen nicht ganz unerheblichen Anteil daran hat natürlich auch dieses abartig einfache Handling der Suzuki, die sich damit sowohl für erfahrene Biker als auch Einsteiger anbietet. Der angenehm niedrige Einstandspreis macht sie als Gebrauchte fast schon unschlagbar günstig - ein erst knapp vier Jahre altes Modell bekommt man bei Limbächer & Limbächer durchaus für knapp über 5000 Euro.

Suzuki GSF 650 S Bandit - der Wolf im Schafspelz

Dass ich die vierte im Bunde, die Suzuki GSF 650 S Bandit als letzte erwähne, hätte durchaus daran liegen können, dass sie ganz einfach die Bravste und dadurch auch die Langweiligste ist. Zumindest habe ich das im Vorfeld so erwartet - aber wie so oft kommt alles ganz anders. Die 650er-Bandit mit dezenter Halbverkleidung ist die große Überraschung des Tests, vor allem ihr Vierzylindermotor mit vergleichsweise bescheidenen 86 PS aus 656 Kubik Hubraum überzeugt auf ganzer Linie. Kräftig von unten mit einer ordentlichen Kraftentfaltung in der Mitte und einem Sound, der Lust auf sportliche Gangart macht.

Auch das Handling wirkt einerseits so erwachsen, wie man es von einem pragmatischen Motorrad mit dieser nüchternen Optik erwarten darf, andererseits kann man mit der Bandit ganz schön sportlich kurvenräubern und ziemlich böse "anrauchen". Der Wolf im Schafspelz könnte man sagen, weshalb auch der Preis absolut unschlagbar scheint: Für ein Modell von 2011 mit 14.000 Kilometern verlangt Limbächer & Limbächer 4689 Euro. Besser geht´s eigentlich nicht mehr.

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Bericht vom 13.06.2017 | 18.266 Aufrufe

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